Zur EMO 2025 zeigt Haimer (Halle 4, Stand C08) eine Automatisierungszelle zum Be- und Entladen eines vollautomatischen Microset-Voreinstellgerätes. Der Hersteller verlost dort auch einen Tool Room.
Mit dem Automation Cube One gelingt es in Minutenfrist, ein Werkzeug aus- und einzuschrumpfen, zu vermessen und die Daten zur Maschine und in Datenbanken zu transferieren.
(Bild: Haimer)
Auf der EMO in Hannover präsentiert Haimer zahlreiche Innovationen und praxisorientierte Systemlösungen für die moderne Fertigung – vom erweiterten Programm hochwertiger Werkzeugaufnahmen, über intelligente Digitalisierung im „Tool Room of the Future“ bis hin zur vollautomatischen Werkzeugvorbereitung mit dem Automation Cube One. Erstmals mit dabei: eine Automatisierungszelle zum Be- und Entladen eines vollautomatischen Microset Voreinstellgerätes.
Die Zukunft der Metallzerspanung ist digital und automatisiert. Davon ist Andreas Haimer, Geschäftsführer der Haimer GmbH und President der Haimer Group, überzeugt: „Wir als System- und Lösungslieferant für den Zerspanungsprozess wissen aus eigener Erfahrung, wie wichtig Digitalisierung und Automatisierung sind. Schließlich sind wir selbst ein produzierendes Unternehmen mit über 200 Werkzeugmaschinen und einem jährlichen Zerspanungsvolumen von 5000 Tonnen. Auf der EMO 2025 zeigen wir dementsprechende Lösungen im Werkzeugmanagement, die wir in unserer eigenen Produktion tagtäglich leben.“
Digitalisierung zahlt sich aus: Verlosung eines Tool Room im Gewinnspiel auf der EMO
Bestes Beispiel ist ein Werkzeugvoreinstellraum, den das Unternehmen auf dem Messestand (Halle 4, C08) exakt so aufgebaut hat, dass er dem der Produktionsstandorte in Igenhausen und Motzenhofen entspricht. Dieser „Tool Room of the Future“ enthält aktuelle Schrumpf-, Wucht und Voreinstellgeräte in i4.0-Version, die mit RFID-Chip und Scanner ausgestattet sind. Sie sind mit dem neuen Tool Room Manager (TRM) verbunden, der die Prozesse im Werkzeugvoreinstellraum überwacht und dokumentiert und die Einhaltung der vorgegebenen Toleranzen trackt. „Der Anwender erhält täglich Auswertungen zu seinen Werkzeugen und über sämtliche Schrumpf-, Wucht- und Messvorgänge. Er kann diese analysieren und hat damit einen sofortigen Nutzen von der Digitalisierung.“
Als Highlight für alle Kunden verlost das Unternehmen einen Tool Room of the Future im Gesamtwert von mehr als EUR 70.000 (mit Schrumpfgerät, Voreinstellgerät, WinTool Lizenz und Toolbase Werkzeugausgabesystem) exklusiv auf dem Messestand unter allen Besuchern.
Damit die digitalen Prozesse im Werkzeugmanagement zuverlässig funktionieren, sollten die Werkzeuge bzw. deren Spannfutter möglichst eineindeutig gekennzeichnet sein. Der Hersteller liefert daher alle Werkzeugaufnahmen mit einer Unique ID aus – in Form eines eingelaserten, eineindeutigen Data-Matrix-Codes, der jegliche Verwechslung ausschließt. Zudem lassen sich damit zu jedem Werkzeug verschiedenste (Rüst-)Informationen in der Datenbank des Tool Room Managers (TRM) hinterlegen und bei Bedarf abrufen.
Eine zentrale Rolle im Werkzeugmanagement spielt die Software WinTool, die Daten von Werkzeugen, Betriebsmitteln, Maschinenprogrammen, Prozessen und Stammdaten verwaltet. Das Unternehmen ist mit 25 Prozent am Unternehmen WinTool beteiligt und strategischer Partner der TCM-Gruppe. „Deren Produktlinien WinTool und Toolbase, intelligente Werkzeugausgabesysteme, gehören seitdem zu unserem Lieferprogramm“, erklärt Andreas Haimer. „Auf dem Messestand werden wir vorführen, wie unkompliziert sich in Sekunden ein digitaler Zwilling eines Komplettwerkzeugs erstellen lässt, wenn die Stammdaten in WinTool vorliegen.“ Diesbezüglich ist das Unternehmen bereits in Vorleistung gegangen und hat für seine Werkzeugaufnahmen sämtliche Parameter, Step- und DXF-Daten gemäß DIN 4000 bzw. ISO 13399 aufbereitet. Die Daten sind auf der Website und der Datenplattform Tooltracer für jeden zugänglich und downloadbar.
Automatisierung entlastet die Facharbeiter
Neben der Digitalisierung ist auch die Automatisierung ein dominierendes Thema auf dem Messestand. Wie schon auf der letzten EMO und der AMB zeigt der Aussteller seinen vollautomatisierten Automation Cube One. Er erledigt das Aus- und Einschrumpfen sowie das Vermessen von Gesamtwerkzeugen automatisch und kann dabei bis zu drei verschiedene Werkzeugschnittstellen gleichzeitig managen. Bis zu zwölf Achsen stehen für das Teilehandling zur Verfügung. So gelingt es dem Automation Cube One in Minutenfrist, ein Werkzeug aus- und einzuschrumpfen, zu vermessen und die Daten zur Maschine und in Datenbanken zu transferieren.
Stand: 16.12.2025
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In die jetzt präsentierte finale Version sind nochmals signifikante Optimierungen eingeflossen. Dazu zählt beispielsweise ein geänderter Ablauf beim Einsetzen des Werkzeugs ins Futter, der Bedienerfehler ausschließt. Dazu trägt unter anderem ein ergänztes Keyence-Kamerasystem bei, das am Werkzeug verschiedene Merkmale überprüft und bei Fehlern ein Ausschleusen des Werkzeugs veranlasst. Neu ist außerdem ein integriertes Ultraschallreinigungsbad.
Der Automation Cube One lohnt sich vor allem für Unternehmen mit einer Vielzahl an Werkzeugwechseln pro Tag. Eine Automatisierung im Werkzeugmanagement ist jedoch für viele Anwender sinnvoll. Daher stellt das Unternehmen auf der EMO eine einfachere Automatisierungszelle vor, die mit einem Fanuc Cobot die Be- und Entladung eines Microset VIO Voreinstellgerätes übernimmt. Sie hilft, den Engpass an qualifizierten Mitarbeitern im Bereich Werkzeugtechnologie auszugleichen und Werkzeuge, die für einen Gesamtauftrag vorbereitet werden müssen, automatisiert zu vermessen.
Werkzeugspannung in höchster Qualität und Vielfalt
Das Hybrid Chuck kombiniert schwingungsdämpfende Eigenschaften mit denen eines hochpräzisen Hochleistungsschrumpffutters.
(Bild: Haimer)
Neben den zukunftsweisenden Digital- und Automatisierungsentwicklungen stellt das Unternehmen auch zahlreiche Neuheiten und Verbesserungen bei den Basiskomponenten vor. Das vor zwei Jahren erstmals präsentierte Hybrid Chuck ist inzwischen in zahlreichen Längen und Größen verfügbar. Diese Spanntechnologie kombiniert schwingungsdämpfende Eigenschaften mit denen eines hochpräzisen Hochleistungsschrumpffutters. Zahlreiche Versuche und Langzeittests haben gezeigt, dass damit die Bearbeitungszeiten kürzer, die Werkzeugstandzeiten länger und die Produktivität merklich höher werden. Auch das Mikrospannzangenfutter Micro Collet Chuck ist mittlerweile zur Serienreife gelangt. Es eignet sich für Schaftdurchmesser ab einem Millimeter und trägt der Kundenanforderung Rechnung, höchsten Rundlauf bei gleichzeitig einfachster Handhabung zu erzielen.
Zudem hat der Hersteller sein Angebot an PSC-Werkzeugaufnahmen mit Polygonschaft ISO 26623 erweitert. Neben den bisher verfügbaren Größen PSC32/40/50/63 sind jetzt auch PSC80-Aufnahmen im Sortiment – selbsterklärend mit Kühlmittelübergaberohren der neuesten Norm entsprechend.
Gefräßiger VHM-Schaftfräser
Den neuen VHM-Schaftfräser Panther Mill gibt es mit Glatt-, Safe-Lock- (im Bild) und Weldonschaft.
(Bild: Haimer)
Für große Aufmerksamkeit sorgt seit kurzem der neue Vollhartmetall-Schaftfräser Panther Mill. Den Namen trägt er völlig zurecht, denn er hat wesentliche Eigenschaften des Raubtiers adaptiert: Ob beim Besäumen, Nuten, Wälzen oder Rampen – stets zeigt er sich als bissiger und gefräßiger Allrounder, der auf alle Stahl- und rostfreie Werkstoffe perfekt angepasst ist. Vier Schneiden mit ungleicher Teilung, eine optimierte Schneidengeometrie, der angepasste Drallwinkel von 36/38 Grad und eine stabile Stirngeometrie sorgen für ein Optimum an Leistung und Produktivität.