VDMA IT-Kosten Benchmark 2025 IT-Kosten im Maschinen- und Anlagenbau steigen rapide an

Quelle: VDMA e.V. 2 min Lesedauer

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Im deutschen Maschinen- und Anlagenbau sind die IT-Kosten seit 2017 durchschnittlich 5 Prozent pro Jahr schneller als der Umsatz gestiegen. Das zeigt der aktuelle VDMA IT-Kosten Benchmark, der am Mittwoch vorgestellt wurde.

Die IT-Kosten sind in deutschen Maschinenbau-Unternehmen 5 Prozent schneller als der Umsatz gestiegen.(Bild:  magele-picture/stock.adobe.com)
Die IT-Kosten sind in deutschen Maschinenbau-Unternehmen 5 Prozent schneller als der Umsatz gestiegen.
(Bild: magele-picture/stock.adobe.com)

Damit stieg die IT-Kostenquote von 1,81 Prozent im Jahr 2017 auf 2,6 Prozent im Jahr 2024. Parallel sank das durchschnittliche Jahresgehalt interner IT-Mitarbeiter seit 2017 um rund 10 Prozent auf 68.640 Euro. Die sei ein Zeichen für die zunehmende Wirksamkeit kreativer Shoring-Strategien, heißt es.

Balance zwischen IT-Investitionen und digitaler Zukunftsfähigkeit

Der VDMA IT-Kosten Benchmark 2025 basiert auf einer Befragung von 169 Maschinenbauunternehmen aller Größenordnungen. Er liefert Vergleichswerte zu IT-Kosten, -Strukturen und -Strategien und dient als Steuerungsinstrument und Argumentationshilfe für IT-Entscheidende in der Branche.

Dr. Erwin Schuster, CIO von Mapal und Sprecher des VDMA Fachkreis Informatik, betont: „Der Benchmark zeigt ein Dilemma auf: Einerseits steigen die IT-Kosten im Maschinen- und Anlagenbau rapide an - von 1,81 Prozent des Umsatzes in 2017 auf 2,6 Prozent im Jahr 2024. Andererseits stehen die IT-Abteilungen in den Unternehmen unter enormem Druck, selbst Kosten zu reduzieren und effizienter zu wirtschaften. Diese Herausforderung erfordert eine präzise Balance zwischen notwendigen Investitionen in die digitale Zukunftsfähigkeit und konsequenter Kostenkontrolle."

Zentrale Ergebnisse des VDMA IT-Kosten Benchmark 2025

  • Mobiles Arbeiten setzt sich durch: 57 Prozent aller Arbeitsplätze sind mittlerweile mobil ausgestattet.
  • Der Fachkräftemangel verschärft sich: Ein IT-Mitarbeiter betreut inzwischen durchschnittlich 53 Anwender, in kleinen Unternehmen im Durchschnitt 72 Anwender.
  • Die IT-Kosten verteilen sich auf 58 Prozent Sachkosten und 42 Prozent Personalkosten.
  • Komplexe IT-Landschaft: 590 Softwareapplikationen sind pro Unternehmen durchschnittlich im Einsatz.
  • Innovationspotenzial gebremst: 70 Prozent der IT-Budgets fließen in den operativen Betrieb. Nur 30 Prozent der IT-Budgets fließen in Innovationsprojekte.

Investitionsschwerpunkte in 2025

Laut Benchmark zählen zu den Top-Investitionsschwerpunkten für 2025 die Modernisierung von Geschäftsanwendungen, IT-Sicherheit sowie digitale Vertriebskanäle. Die Adaption von KI zur Automatisierung rangiert derzeit noch weiter hinten.

“Die Ergebnisse zeigen deutlich: Maschinenbauunternehmen müssen ihre IT-Strategien neu ausrichten, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Insbesondere bei Zukunftstechnologien wie KI besteht noch erhebliches Potenzial", erklärt Matthias Scharpe, Experte für Digitalisierung beim VDMA.

Der Benchmark zeigt auch, dass regulatorische Anforderungen wie NIS2 und der Cyber Resilience Act zunehmend Ressourcen binden. 66 Prozent der Unternehmen verfügen über eine Cyberversicherung, wobei 90 Prozent planen, diese beizubehalten.

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