Spanntechnik EMO 2025: SW launcht Sfix-System und BF 12-21D

Quelle: Pressemitteilung 4 min Lesedauer

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Die passende Lösungen für jede Anwendung, ob Klein- oder Großserie: Unter diesem Ansatz zeigt SW auf der EMO (Halle 12, Stand C05) zwei Neuheiten: das Sfix-System und die Werkzeugmaschine BF 12-21D.

Mit dem neuen Sfix-System und der zugehörigen S-Cell bietet SW eine neue Lösung für modulare und automatisierte Spanntechnik.(Bild:  SW)
Mit dem neuen Sfix-System und der zugehörigen S-Cell bietet SW eine neue Lösung für modulare und automatisierte Spanntechnik.
(Bild: SW)

Schwäbische Werkzeugmaschinen (SW) präsentiert zwei Neuheiten auf der EMO 2025: Das Sfix-System (Smart Fixture) ist in der Lage, modulare Spannvorrichtungen für Werkstücke automatisiert zusammenzubauen, um so auch bei geringen Stückzahlen effizient und präzise zu spannen. Mit der neuen Werkzeugmaschine BF 12-21D reagiert Schwäbische Werkzeugmaschinen (SW) außerdem auf den aktuellen Automobilbau-Trend zu druckgegossenen Aluminium-Karosserieteilen.

Gemäß dem diesjährigen Messemotto „Innovate Manufacturing“ gibt das Unternehmen eine Antwort auf aktuelle Trends und Bedarfe in der Produktionstechnologie. „Insbesondere außerhalb der Automobilbranche sehen wir ein großes Optimierungspotential in der Mittel- und Kleinserienfertigung, die eine größere Flexibilität und Modularität von Herstellern verlangt“, so Michael Kreuzberger, Produktmanager bei SW. „Mit unserem neuen Sfix-System reagieren wir darauf – und revolutionieren gleichzeitig die Spannvorrichtungstechnik: Durch Automation bringen wir eine höhere Produktivität auch in Produktionslinien mit kleineren Losgrößen.“

Modulares und automatisiertes Spannen

Das Sfix-System bietet die Lösung für einen der größten Zeitfresser beim Spannen kleiner bis mittlerer Produktserien: Während Unternehmen mit hohen Fertigungsvolumina meist spezielle Spannvorrichtungen für jedes ihrer Produkte besitzen, ist dieser Ansatz für kleine Losgrößen unwirtschaftlich. Für viele Hersteller ist die langfristige Lagerung mehrerer verschiedener Vorrichtungen platzbedingt unmöglich und sorgt dafür, dass sich Kosten anhäufen. Entsprechend müssen sie für jede neue Produktserie stets manuell eine neue Spannvorrichtung erstellen. Das Sfix-System bietet eine flexible Lösung für diese Herausforderung: Es automatisiert den Zusammenbau der passenden Spanntechnik für jedes Werkstück – und liefert Anwendern mit einer einmaligen Investition eine nahezu unbegrenzte Anzahl an Spannvorrichtungen. Die Basis dafür bildet die patentierte Sfix plate, die zur freien Positionierung von Komponenten mit versenkbaren Stiften ausgestattet ist. An diesen Stiften können dann verschiedene Spannmodule befestigt werden, um die individuell benötigte Spannvorrichtung zu bauen.

Die Vorteile des Systems gehen aber über die modulare Mechanik hinaus: In der sogenannten S-cell, die der Hersteller auf seinem Stand auf der EMO präsentiert, wird die jeweilige Spannvorrichtung innerhalb kürzester Zeit vollautomatisiert zusammengestellt. Die Zelle ist dafür mit allen benötigten Spannelementen und Werkstückträgern sowie einem Roboter ausgestattet. Anwender müssen nur im CAD-Modell die Spannpunkte festlegen und die Vorrichtung planen, dann generiert das smarte und KI-gestützte System eine Stückliste der dafür benötigten Elemente und programmiert automatisch den Roboter zum Zusammenbau der Spannvorrichtung. „Mit dem Sfix-System entfällt die aufwendige manuelle Vorbereitung der Spannvorrichtungen komplett“, betont Kreuzberger. „Was früher mehrere Stunden gedauert hat, erledigt die Zelle in wenigen Minuten. Zusätzlich verbraucht die S-cell nur wenig Stellfläche – und macht die Lagerung vorhandener großer Vorrichtungen obsolet.“ Wie schnell das System eine Spannvorrichtung zusammenbauen kann, zeigt der Aussteller auf der EMO in Live-Demonstrationen.

Neue Maschine für aktuelle Trends

Dank hybridem Maschinendesign eignet sich die neue Werkzeugmaschine BF 12-21D ideal für die wirtschaftliche Bearbeitung von druckgegossenen Aluminium-Karosserieteilen.(Bild:)
Dank hybridem Maschinendesign eignet sich die neue Werkzeugmaschine BF 12-21D ideal für die wirtschaftliche Bearbeitung von druckgegossenen Aluminium-Karosserieteilen.
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Der Messestand bietet aber nicht nur Lösungen für kleine Losgrößen: Mit der BF 12-21D wartet das Unternehmen auch mit einer neuen Werkzeugmaschine für hohe Fertigungsvolumina auf. Als Teil der BF-Baureihe ist die Anlage dabei speziell auf die schnelle Bearbeitung von Rahmen- und Strukturbauteilen ausgerichtet. „Im Automobilbau sehen wir eine klare Entwicklung hin zur Verwendung von Aluminium-Druckgussteilen für die Fahrzeugkarosserie“, erklärt Kreuzberger. „Diese Teile benötigen eine geringere Fertigungsgenauigkeit als beispielsweise Getriebe- oder Statorgehäuse. Mit der BF 12-21D bieten wir ein wirtschaftliches und dynamisches Maschinenkonzept für genau diese Anwendungen.“

Dabei unterscheidet sich die BF-Maschinenreihe in ihrem Aufbau von anderen Maschinen des Anbieters: Um den speziellen Marktbedingungen gerecht zu werden, arbeitet sie mit einem hybriden Design, bei dem die X-Achse mit Linearantrieb, die Y- und Z-Achse durch Kugelrollspindeln angetrieben wird. Um auch hohe Anforderungen an die Produktivität problemlos zu erfüllen, setzt das Unternehmen zudem auf bewährte Doppelspindligkeit: Mit zwei 3-Achs-Einheiten und je einer Spindel pro Arbeitsraum kann die BF 12-21D zwei herkömmliche Einspindler ersetzen – und auf geringerer Stellfläche höheren Output erzielen. Bei Bauteilwechsel in einem Arbeitsraum kann die zweite Spindel im anderen Arbeitsraum für noch höhere Produktivität unterstützen.

Maximaler Output pro Stellfläche

Für maximale Produktivitätsansprüche stellt das Unternehmen zudem ein bewährtes Bearbeitungszentrum aus: Die BA 442 zählt zu den schnellsten und nachhaltigsten Maschinen des Herstellers, mit vier Spindeln bringt sie höchste Effektivität pro Fläche bei gleichzeitiger Energieeffizienz. Im Vergleich zu vier Einspindlern können Anwender rund die Hälfte der benötigten Energie sparen und benötigen dabei auch noch deutlich weniger Hallenstellfläche. Dabei sorgt die patentierte Monoblockbauweise für hohe Maschinensteifigkeit und entsprechend hohe Genauigkeit. Das Werkzeugmagazin ist mit bis zu 232 Werkzeugen eines der größten im ganzen Portfolio.

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Auf der EMO zeigt das Bearbeitungszentrum seine Leistung an zwei unterschiedlichen Anwendungen: Während die eine Tischseite ein Hydraulikventil bearbeitet, präsentiert die andere Tischseite das Freiformflächenfräsen per 5-Achs-Simultanbearbeitung. „Die BA 442 ist für alle Branchen geeignet, in der höchste Produktivität auf hohe Qualitätsansprüche trifft“, betont Kreuzberger. „Damit zeigen wir auf der EMO Lösungen für jeden Bedarf. Und genau das ist unser Anspruch: Als Systemanbieter in jeder Anwendung das beste Ergebnis für unsere Kunden herauszuholen – einfach best per part.“