Eine neue Studie, die von Protolabs, einem Anbieter im Bereich der digitalen Fertigung, in Auftrag gegeben wurde, zeigt die zunehmenden Herausforderungen leitender Mitarbeitender im Rahmen des stetig wachsenden Innovationsdrucks innerhalb der Fertigungsbranche auf.
(Quelle: KPs Photography/AdobeStock)
Die Studie „Die Balance der Innovation: Die Zukunft der Fertigung entschlüsseln“ wurde in Partnerschaft von Protolabs mit der B2B-Marktforschungs- und Thought-Leadership-Agentur FT Longitude durchgeführt. Die Befragung untermauert, dass sich die innovativsten Führungskräfte der Fertigungsbranche dadurch auszeichnen, dass sie die Geschäftsbereiche erkennen, welche die meiste Aufmerksamkeit benötigen. Zu diesen Bereichen zählen beispielsweise die Bindung von Talenten, die Förderung von Kreativität und die Prävention von Burnout innerhalb der Belegschaft.
Fertigungsbranche steht vor einem immensen Innovationsdruck
Zudem weist die Studie nach, dass Fertigungsunternehmen aktuell vor einem nie dagewesenen Innovationsdruck stehen. Lediglich 22 Prozent der 450 befragten Fachleute aus der Fertigungsindustrie gaben an, dass sie nicht glauben, dass ein solcher Innovationsdruck derzeit bestehen würde. Dabei wird die beispiellose Bedeutung neuer Ideen und Innovationen vorrangig dadurch angetrieben, dass innerhalb der Fertigungsbranche die dringende Notwendigkeit besteht, die Markteinführung neuer Produkte und Dienstleistungen zu beschleunigen und dabei zugleich möglichst effizient und nachhaltig vorzugehen.
Stichprobe untersucht das Mindset
Im Rahmen der Studie wurde zudem eine Gruppe an führenden Expertinnen und Experten aus den Befragten herausgefiltert. Mittels dieser Stichprobe, sollte herausgefunden werden, wie sich das Mindset dieser Gruppe von dem der übrigen Befragten unterscheidet. Dies erfolgte durch die Identifikation von Befragten, die angaben, an sie gerichtete Erwartungen zu übertreffen. Dabei stellte sich heraus, dass sich Individuen dieser Personengruppe stärker auf drängende Herausforderungen konzentrieren und sich darüber hinaus stärker auf aufkommende und entstehende Chancen und Möglichkeiten ausrichten. Zudem gaben die führenden Expertinnen und Experten als bedeutsamste Herausforderungen an, Talente im Unternehmen zu binden, Präventionsmaßnahmen zu Burnout-Erkrankungen zu implementieren und – angesichts der zunehmenden Nutzung Künstlicher Intelligenz – die Möglichkeiten menschlichen Einfallsreichtums und Kreativität zu optimieren.
Einführung agiler Strukturen erweist sich als problematisch
Zudem gaben einige der Befragten auch ihre Einschätzung zu einigen Problematiken ab, die sie innerhalb ihrer Unternehmen beobachten konnten. Darunter fallen beispielsweise die Schwierigkeit, agile Strukturen mit der Möglichkeit zum frühzeitigen Projektabbruch einzuführen oder neue Produkte oder Dienstleistungen schnell einzuführen beziehungsweise zu skalieren. Aber auch Hindernisse in Bezug auf ein intensiveres Zusammenarbeiten mit Dritten, um zu einem innovativeren Geschäftsprozess zu gelangen, wurden von den Befragten angesprochen.
Björn Klaas, Vice President und Managing Director bei Protolabs in Europa, erklärt hierzu: „Die Unternehmen, mit denen wir in engem Austausch stehen, haben erkannt, dass Innovationsfähigkeit wichtiger ist als je zuvor, um die geschäftliche Effizienz zu steigern, Wachstum zu generieren und zugleich nachhaltig zu wirtschaften. Das geht auch an den Fachkräften nicht spurlos vorüber: Immer mehr Expertinnen und Experten nehmen einen zunehmenden Druck vonseiten ihrer jeweiligen Unternehmen wahr, aber auch seitens ihrer Kundschaft sowie innerhalb der Branche im Allgemeinen. Die Entscheidung dazu, in diesem Umfeld auf Innovationskraft zu setzen, geht natürlich auch mit neuen, eigenen Herausforderungen einher. Die neue Strategie, welche die Grundlage für eine höhere Innovationskraft bildet, kann zu grundlegenden Beeinträchtigungen innerhalb des Unternehmens und den damit verbundenen Geschäftsabläufen führen. Klar ist: Unternehmen müssen sich auch mit dem Risiko anfreunden, dass Projekte bereits in einem frühen Stadium scheitern können und dass Iterationen bei neuen Produkten schneller durchgeführt werden müssen, um den Grundstein für eine innovative Unternehmenskultur zu legen.“
Wesentliche Erkenntnisse der Studie umfassen:
Fast zwei Drittel (65 Prozent) der führenden Expertinnen und Experten glauben, dass ihre Unternehmen den eigenen Ansatz im Umgang mit Innovationen dringend überarbeiten müssen – gleichzeitig suchen diese Befragten auch kontinuierlich nach Mitteln und Wegen, um genau dies zu erreichen.
Fast drei Viertel (73 Prozent) der führenden Expertinnen und Experten gaben an, dass sie sich darum sorgen würden, ihre innovativsten Mitarbeitenden langfristig im Unternehmen halten zu können.
Zwei Drittel (66 Prozent) der führenden Expertinnen und Experten erklärten, dass sie die Befürchtung haben, dass menschlicher Kreativität im Rahmen der Begeisterung für neue Technologien eine zu geringe Beachtung geschenkt wird.
Ein Viertel (25 Prozent) aller Befragten gab an, dass ihr eigenes Unternehmen nicht gut genug darin sei, Misserfolge bereits in einem frühen Stadium zu erkennen und entsprechende weitere Schritte einzuleiten.
Fokus auf Künstliche Intelligenz
„Im Rahmen dieser Studie haben wir uns besonders genau die Befragten angesehen, die sich durch eine besonders hohe Innovationskraft auszeichnen. Uns war es wichtig ein genaueres Augenmerk auf diese Expertinnen und Experten zu legen, um besser beurteilen zu können, welche Strategien für sie und ihre jeweiligen Teams die größtmöglichen Erfolgsaussichten bedeuten“, erklärt Peter Richards, VP-Marketing und Sales EMEA bei Protolabs Europa. „Dadurch ist es uns gelungen, wertvolle Einblicke darüber zu erhalten, in welchen Bereichen es bei anderen Teams und Befragten vielleicht noch dringenden Nachholbedarf gibt. Aufgrund des vorherrschenden Fokus auf das Trendthema Künstliche Intelligenz (KI) wird so etwa oftmals die Kraft des menschlichen Einfallsreichtums und Innovationsgeistes übersehen. Diesen Themen eine größere Dringlichkeit zuzusprechen, ist für viele der Schlüssel zum Erfolg – aber zugleich sind sich die Führungskräfte auch sehr wohl darüber bewusst, wie wichtig es ist, Risiken im Blick zu behalten und etwaige Herausforderungen wie Fachkräfteabwanderungen und Burnout zu verhindern.“
Stand: 16.12.2025
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