Brennstoffzellen Joint Venture soll Produktion von Bipolarplatten beschleunigen

Quelle: Pressemitteilung 3 min Lesedauer

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Innoplate, ein Joint Venture von Schaeffler und Symbio, soll die Produktion von Bipolarplatten der neuen Generation für den gesamten PEM-Brennstoffzellenmarkt beschleunigen. Die Fertigungskapazität von anfänglich vier Millionen Bipolarplatten wird bis 2030 voraussichtlich auf 50 Millionen im Jahr steigen. 150 Gäste haben an der Innoplate-Einweihungsfeier im französischen Haguenau teilgenommen.

Innoplate, ein Joint Venture von Schaeffler und Symbio, hat im ersten Quartal 2024 den Betrieb aufgenommen.(Bild:  Innoplate/Cyrille Fleckinger)
Innoplate, ein Joint Venture von Schaeffler und Symbio, hat im ersten Quartal 2024 den Betrieb aufgenommen.
(Bild: Innoplate/Cyrille Fleckinger)

Innoplate, ein von Schaeffler und Symbio gegründetes 50/50-Joint-Venture, hat sein neues Werk zur Produktion von Bipolarplatten (BPP) für Brennstoffzellen im französischen Haguenau eingeweiht. Bipolarplatten sind eine strategische Komponente in der Brennstoffzellentechnologie. Innoplate steht für eine Kooperation zweier Industrieunternehmen, um technologische und fertigungstechnische Kompetenzen beider Seiten effektiv zu nutzen. Das Joint Venture geht mit einer Anfangskapazität von aktuell vier Millionen Bipolarplatten in Betrieb, die bis 2030 auf 50 Millionen im Jahr hochgefahren werden soll. Damit trägt Innoplate entscheidend zum Ausbau der Wasserstoffmobilität in Europa bei.

Industrialisierung der neuen Generation von Bipolarplatten

Bipolarplatten als strategische Komponente der Brennstoffzellentechnologie.(Bild:  Schaeffler/Bernd Kammerer)
Bipolarplatten als strategische Komponente der Brennstoffzellentechnologie.
(Bild: Schaeffler/Bernd Kammerer)

Durch das Joint Venture steigen die beiden Unternehmen in die Großserienproduktion metallischer Bipolarplatten der neuen Generation für den Einsatz in Brennstoffzellen ein. Damit ebnen sie den Weg in die emissionsfreie Wasserstoffmobilität. Innoplate beschleunigt die Produktion von Bipolarplatten der nächsten Generation für den gesamten Markt von Brennstoffzellen mit Protonenaustauschmembran (proton exchange membrane; PEM). Dadurch profitieren Kunden zukünftig von erhöhter Leistung, größeren Kapazitäten und einem geringeren Preis. Schaeffler bringt seine Industrialisierungskompetenz und OEM-Expertise in Bereichen wie Stahlverarbeitungs- und Beschichtungstechnologie in das Gemeinschaftsprojekt und Symbio sein Know-how in der Konstruktion und Fertigung von Brennstoffzellen ein. Das Joint Venture hat im ersten Quartal dieses Jahres die Produktion aufgenommen und liefert bereits Bipolarplatten für Symbio-Brennstoffzellensysteme.

„Wir sind überzeugt, dass Wasserstoff eine entscheidende Rolle für die nachhaltige Mobilität der Zukunft spielen wird, vor allem im Heavy-Duty-Bereich“, findet Klaus Rosenfeld, Vorsitzender des Vorstands von Schaeffler. „Mit der Aufnahme der Produktion von neuartigen Bipolarplatten für Brennstoffzellen bei Innoplate tragen wir mit innovativen Technologien sowie hoher Fertigungskompetenz zu nachhaltigeren und klimafreundlichen Mobilitätslösungen bei. Zugleich stärken wir die französisch-deutsche Freundschaft.“

Philippe Rosier, CEO von Symbio, bestätigt: „Bipolarplatten sind eine zentrale Komponente bei Brennstoffzellensystemen. Die Serienproduktion von Innoplate ist entscheidend, um unsere strategische Versorgung zu sichern und eine verbesserte Systemleistung sowie eine effektive Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit bei den Kosten zu ermöglichen. Symbio ist stolz darauf, gemeinsam mit Schaeffler die europäische Lieferkette für Brennstoffzellen mit einem innovativen Produktionssystem zu stärken.“

Stärkung europäischer Schlüsselindustrien und Kompetenzen

Das Innoplate-Werk im elsässischen Haguenau nahe der deutschen Grenze wird einen maßgeblichen Beitrag zur Stärkung der europäischen Wasserstoffindustrie und ihrer Lieferkette leisten. Bei der Dekarbonisierung von Wirtschaft und Verkehr wird dieser Industrie eine Schlüsselrolle zukommen. Mit der Inbetriebnahme des Innoplate-Werks werden Bipolarplatten erstmals auf dem europäischen Kontinent in industriellem Maßstab gefertigt. Das Innoplate-Projekt wird im Rahmen des Investitionsprogramms France 2030 gefördert und soll den lokalen Arbeitsmarkt stärken. Geplant ist die Schaffung von 120 neuen Arbeitsplätzen bis 2030. Der Standort, der sich in der Nähe des Schaeffler-Werks in Haguenau befindet, erfüllt höchste Nachhaltigkeitsstandards und ist auf Netto-Null-Emissionen ausgelegt.

Von null auf vier Millionen Einheiten in kurzer Zeit

150 Gäste folgten der Einladung von Klaus Rosenfeld, Philippe Rosier und den Geschäftsführern von Innoplate, Alain Haag und Cédric Handwerk, zur Einweihung des Innoplate-Werks. In ihrer gemeinsamen Ansprache wiesen Alain Haag und Cédric Handwerk auch auf die Herausforderungen hin, die sie gemeinsam mit ihren Teams innerhalb kürzester Zeit bewältigen mussten. „Innoplate wurde erst vor 18 Monaten gegründet. Sobald der Beton trocken war, wurden Maschinen, Werkzeuge und ein Labor sowie die entsprechende IT-Infrastruktur eingerichtet“, sagt Alain Haag. „Und wir haben es geschafft: von null auf vier Millionen Einheiten in so kurzer Zeit – und vor allem ohne Unfälle oder Verzögerungen. Wir sind jetzt bestens aufgestellt, um die Produktion weiter hochzufahren.“ Cédric Handwerk: „Unser ganz besonderer Dank gilt unserem Innoplate-Team hier vor Ort für seine außerordentlichen Anstrengungen sowie unseren Muttergesellschaften Symbio und Schaeffler für ihre konsequente Unterstützung.“

Das Innoplate-Werk in Haguenau, Frankreich.(Bild:  Innoplate/Cyrille Fleckinger)
Das Innoplate-Werk in Haguenau, Frankreich.
(Bild: Innoplate/Cyrille Fleckinger)

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