Digitalisierung in der Industrie S/4HANA-Transformation und SAP DM: Smart Factory ganzheitlich denken

Ein Gastbeitrag von Thomas Bein 3 min Lesedauer

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Die Digitalisierung steht mittlerweile ganz oben auf der Agenda vieler Organisationen. Fortschritte zeichnen sich jedoch allenfalls langsam ab. So haben laut einer PwC-Studie erst gut 64 Prozent der Unternehmen mit Transformationsbemühungen begonnen. Ein Abschluss liegt in weiter Ferne. Abhilfe schafft eine ganzheitliche Herangehensweise bei der S/4HANA-Transformation hin zum Ziel „Smart Factory“.

Echtzeit Transparenz, Fehlerreduktion, Bestandsgenauigkeit: Mit MES Software profitiert die Industrie von zahlreichen Benefits.(Bild:  Nitat Termmee/GettyImages)
Echtzeit Transparenz, Fehlerreduktion, Bestandsgenauigkeit: Mit MES Software profitiert die Industrie von zahlreichen Benefits.
(Bild: Nitat Termmee/GettyImages)

Die Industrie nutzt mehr und mehr den strategischen Ansatz vordefinierter Standardprozesse, was absolut sinnvoll ist. Die sich daraus ableitenden Potenziale der Vereinfachung von Geschäftsprozessen und der hohen Geschwindigkeit beim Umstieg auf S/4HANA sind enorm. Gleichzeitig gibt es im Fertigungsumfeld mit den angrenzenden Prozessen in Entwicklung und Supply Chain bei diesen Standards noch zahlreiche Lücken. Oftmals verschieben sich Lösungsszenarien für eine integrierte Welt auf die Zeit nach dem Go-live. Das verzögert den nötigen Schritt hin zur ganzheitlichen Transformation, und die Möglichkeit zur verbesserten Wettbewerbsfähigkeit bleibt unerschlossen.

Herausfordernde Bedingungen neben der S/4HANA-Transformation

Begleitend zur S/4HANA-Transformation sind die gegenwärtigen geschäftlichen Rahmenbedingungen überaus herausfordernd, zum Beispiel ein sich weiter eintrübendes Geschäftsklima, fragile Lieferketten, steigende Energiepreise und regulatorische Anforderungen sowie der Fachkräftemangel. Gleichzeitig gibt es Erfolgsfaktoren wie eine konsequente Automatisierung und eine übergreifende Vernetzung von organisatorischen und technischen Prozessen. Die sich daraus ergebende Datenbasis ist Grundlage für weitere Prozess- und Geschäftsinnovation.

Mit anderen Worten: Trotz oder gerade wegen der Vielzahl gleichzeitiger Belastungen sollten sich Unternehmen mit einem ganzheitlichen Ansatz beschäftigen. So ist es naheliegend, Digitalisierungsinitiativen für die Produktion parallel zur S/4HANA-Transformation zu planen.

S/4HANA-Transformation und MES – Digitalisierungsbasis in der Fertigung

MES-Lösungen spielen eine wichtige Rolle in der digitalen Fabrik. Als integriertes Fertigungssystem sind sie die zentral steuernde Komponente und bieten folgende Funktionalitäten:

  • Übersetzung und Verfeinerung des Produktionsplans

  • Simulation, Überwachung und Optimierung der Produktionsprozesse in Echtzeit

  • integrierte Materialwirtschaft und Verknüpfung mit logistischen Prozessen

  • Datenerfassung von Werkern und Prozessbeteiligten

  • automatisierte Datenerfassung aus Produktionsanlagen und IT-Systemen

  • Steuerung von Materialflüssen

  • bedarfsgerechte Informationsaufbereitung für alle Nutzergruppen

Zudem schaffen Manufacturing-Execution-Systeme die Voraussetzungen für weitere Smart-Factory-Lösungen. Sie liefern einen wesentlichen Teil der Datenbasis, die Technologien wie Big Data Analytics und künstliche Intelligenz (KI) nutzen können. So lassen sich sprunghaft Verbesserungen von Produktionsabläufen, der Qualitätssicherung und der Ressourcennutzung erzielen.

SAP DM: Cloudbasierte Fertigungslösung

In der Praxis greifen Produktionsunternehmen bei MES-Lösungen häufig auf Dritt­systeme zurück. In den letzten Jahrzehnten haben unterschiedliche Anbieter umfangreiche MES-Systeme entwickelt. Die Integration in die bisherige Systemlandschaft, mit den dadurch entstehenden Schnittstellen und Systembrüchen, bedeuten jedoch oft eine hohe Komplexität bei Implementierung und Betrieb. Deshalb sollte ein Optimum aus Integrations- und Funktionsaspekten gefunden werden.

Die erfolgreiche Digitalisierung der Produktion braucht auch die Unterstützung von Nicht-IT-Experten.(Bild:  milanvirijevic/GettyImages)
Die erfolgreiche Digitalisierung der Produktion braucht auch die Unterstützung von Nicht-IT-Experten.
(Bild: milanvirijevic/GettyImages)

Die Einführung von SAP DM als Manufacturing-Execution-System bietet einen großen vordefinierten Funktionsumfang bei gleichzeitig vollständiger Integration. Diese sorgt für eine konsistente Datenlandschaft und optimierte Geschäftsprozesse. Die Produktionsqualität wird verbessert, indem die Qualitätssicherung direkt in den Fertigungsprozess eingebunden ist. Durch vorausschauende Wartung lassen sich Wartungsbedarfe frühzeitig erkennen, was Stillstandszeiten reduziert. Mitgelieferte Analysewerkzeuge verkürzen Latenzen von der Problemerkennung bis zur Behebung. Unternehmen können individuelle Workflows gestalten, um organisatorische Abläufe und Materialflüsse zu automatisieren. IoT-Lösungen und mobile Geräte lassen sich einfach integrieren. Insgesamt bietet SAP DM die nötige Flexibilität, um schnell auf Marktveränderungen und Kundenanforderungen reagieren zu können. Außerdem ist die Lösung skalierbar, um mit den Anforderungen des Unternehmens zu wachsen. All dies zusammen führt zu einer effizienteren, flexibleren und qualitativ hochwertigeren Produktion.

q.beyond setzt auf SAP DM

Die Vorzüge einer hoch integrierten Lösung darzustellen, steht bei den Experten von q.beyond im Fokus. Mit einer auf die Kundenbedürfnisse zugeschnittenen SAP-DM-Demo lassen sich die Vorzüge von integrierter Planung, Produktionsumsetzung (Execution), Materialflüssen und Bestandsführung wie auch einer eingebundenen Maschinenwelt aufzeigen.

Fazit: Die Transformation hin zur digitalisierten Fabrik ist komplex und überaus anspruchsvoll. Gerade wegen der operativen Herausforderungen braucht es eine klare Agenda. Chancen bieten sich durch enge Kollaboration von IT- und Fachabteilungen. Dadurch können Unternehmen die Planung und Implementierung von Digitalisierungslösungen erheblich verkürzen. Die Vorzüge von Low-Code/No-Code lassen schnell die Möglichkeit erkennen, dass bei einer MES-Einführung die Unterstützung durch Nicht-IT-Experten sinnvoll ist. Die vorhandenen Implementierungswerkzeuge erfordern keine Programmierkenntnisse und können zügig erlernt werden. Dienstleister, die unkompliziert Einblicke in die SAP-DM-Welt geben, liefern dafür wertvolle Zuarbeit von der Idee über die Konzeption bis hin zur Realisierung. So können Unternehmen schnell von den Vorteilen einer skalierbaren cloudbasierten MES-Lösung profitieren. 

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Der Autor Thomas Bein ist Consultant für digitale Transformation im produzierenden Gewerbe bei q.beyond.