VDMA sieht Handlungsbedarf Robotik und Automation dreht weiter ins Minus

Quelle: VDMA Robotik + Automation 2 min Lesedauer

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Der Abwärtstrend der deutschen Robotik- und Automation setzt sich fort: Die Branche erwartet für 2025 ein Umsatzminus von 9 Prozent auf 13,8 Milliarden Euro. 

Die deutsche Robotik- und Automationsbranche leidet auch unter der Krise in der Automobilindustrie.(Bild: Oleksandr/stock.adobe.com/generiert mit KI)
Die deutsche Robotik- und Automationsbranche leidet auch unter der Krise in der Automobilindustrie.
(Bild: Oleksandr/stock.adobe.com/generiert mit KI)

Bereits im vergangenen Jahr schlossen die Unternehmen mit Umsatzminus von 6 Prozent auf 15,2 Milliarden Euro ab. „Die Umsatzentwicklung der Robotik- und Automationsbranche signalisiert Handlungsbedarf“, sagt Dr. Dietmar Ley, Vorsitzender von VDMA Robotik + Automation. „Der Abwärtstrend basiert nicht allein auf zyklischen Nachfrageschwankungen, sondern hat inzwischen ganz handfeste strukturelle Ursachen: Dazu zählt beispielsweise eine zu große Abhängigkeit der Robotik- und Automationsbranche von der deutschen Automobilindustrie. Hinzu kommen Schwächen in der Wettbewerbsfähigkeit, die Wirtschaft und Politik mit konsequenten Reformen adressieren müssen.“

Auftragseingänge brechen ein

(Bild: VDMA)
(Bild: VDMA)

Die konjunkturellen und strukturellen Schwächen bei den Auftragseingängen haben sich 2024 nicht nur im Inland mit einem Minus von 16 Prozent zum Vorjahr gezeigt. Wachstumsimpulse aus dem Ausland bleiben ebenfalls aus: Die Nachfrage schrumpfte um 2 Prozent. Einziger Lichtblick für die deutsche Robotik und Automation war der Export in die Eurozone: Die Auftragseingänge aus den Euroländern stiegen 2024 um stolze 44 Prozent. Die Auslandsnachfrage ohne die Staaten der Eurozone lag dagegen um 13 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Reformen erforderlich

„Die Unternehmen der deutschen Robotik- und Automationsbranche müssen die eigene Wettbewerbsfähigkeit in den Fokus nehmen“, sagt Dr. Dietmar Ley. „Priorität hat, mehr Tempo bei Innovationen zu machen. Benötigt wird zudem mehr Agilität, um schneller auf die Kundennachfrage zu reagieren und sich von Wettbewerbern aus dem Ausland abzusetzen. Schließlich müssen auch wir die Kosten auf ein wettbewerbsfähiges Niveau bringen.“

Eine entschlossene Reformagenda brauche es zudem von der Politik, fordert Dr. Ley: „Standortnachteile wie überbordende Regulierung und zu hohe Kostenbelastung können wir uns im internationalen Wettbewerb nicht länger leisten. Die Wirtschaft benötigt am Standort Deutschland verlässliche Rahmenbedingungen, die Wachstum unterstützen und nicht ausbremsen“, betont er. Dann könne die Robotik und Automation auch wieder glänzen. Denn: „Alle langfristigen Wachstumstrends für unsere Zukunftsbranche sind weiter intakt. Wir müssen jetzt die richtigen Weichen stellen“, betont der VDMA-Fachverbandsvorsitzende.

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