Wie auch kleine Fertigungsbetriebe von einer Roboter-Automatisierung profitieren können, zeigt dieser Bericht.
(Quelle: ABB/Grantek)
Egal ob bei einem kleinen Lohnfertiger, Mittelständler oder Großkonzern – die Roboter-Automatisierung verspricht Unternehmen jeder Größe, ihre Fertigungsprozesse profitabler zu gestalten. Dem schwedischen Fertigungsunternehmen Grantek hat die Implementierung seines ersten Roboters sogar dabei geholfen, die eigene Produktion auszuweiten.
Roboter-Automatisierung für Spezialteile und Reverse Engineering
Grantek, gegründet im Jahr 1940, bietet heute neben der Herstellung von Spezialteilen für industrielle Anwendungen auch Reverse Engineering, Lasergravuren, mechanische Bearbeitungen, Funkenerodierungen, 3D-Druck und Lösungen für das Bauwesen an. Für das kleine, siebenköpfige Unternehmen mit Sitz in Fagersta, Schweden, war die Installation seines ersten Roboters zunächst ein anspruchsvolles Unterfangen, aber letztlich ein großer Erfolg.
„Die Investition hat uns geholfen, sowohl unser Angebot als auch unsere Kapazitäten signifikant auszubauen. Wir können jetzt zusätzliche Aufträge für mehr Kunden annehmen und die Kapazität voll ausnutzen. Wenn notwendig, kann unsere Produktion sogar rund um die Uhr laufen. Wir erhalten mittlerweile auch Anfragen, die wir vorher nie hatten“, betont Kjell Granqvist, CEO von Grantek.
Roboter zur Maschinenbeschickung
Zum Einsatz bei Grantek kommt eine schlüsselfertige und einfach zu bedienende Lösung für die Beschickung von Werkzeugmaschinen. Die Automatisierungslösung von ABB stellt sicher, dass die Artikel, die von der Linie zugeführt werden, verpackt und an den Kunden geliefert werden können. Herzstück der Standardzelle ist der Sechsachs-Industrieroboter IRB 4600, der dank Bildverarbeitungssoftware ein schnelles und einfaches Anlernen („Teaching“) neuer Bauteile ermöglicht.
Die Software erkennt Lage und Orientierung eines Werkstücks und übermittelt diese Informationen an den Roboter. Dieser kann daraufhin vollautomatisch in die richtige Position fahren, das Werkstück greifen und der Bearbeitung zuführen. Das System ist in der Lage, Größenabweichungen der Teile und unterschiedliche geometrische Formen zu erkennen. Sie müssen nicht fixiert werden, um vom Roboter erkannt, aufgenommen und abgesetzt zu werden, was wiederum Kosten spart und die Komplexität verringert.
(Flexible Fertigungslösung: Die Roboterlösung beschickt eine Dreh-Fräs-Mehrzweckmaschine. Bild: ABB/Grantek)
Während der Entwicklungsphase arbeitete ABB mit dem Werkzeugmaschinenhersteller DMG Mori zusammen, um dessen Dreh-Fräs-Mehrzweckmaschine CTX beta 1250 TC einzubinden. Damit ist Grantek in der Lage, mit nur einer einzigen Zelle eine Vielzahl von unterschiedlichen Produkten zu bearbeiten, was die Gesamtflexibilität der Lösung weiter steigert. Die enge Zusammenarbeit erwies sich letztlich auch als Schlüsselelement, um die Investition abzusichern.
„Wir haben uns für eine High-End-Lösung entschieden, von der wir wussten, dass sie Bearbeitungsverfahren mit einem hohen Automatisierungsgrad gewachsen ist. Gleichzeitig können wir mit der Zelle aber auch einzelne Werkstücke und Prototypen bearbeiten. Diese Lösung ist so flexibel, dass wir an derselben Maschine manuell und voll automatisiert arbeiten können“, fährt Kjell Granqvist fort.
Roboter-Automatisierung eröffnet Chancen
Die Investition in die Roboter-Automatisierung hat es Grantek ermöglicht, seine Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Statt auf die Ausführung von Spezialaufträgen beschränkt zu sein, lassen sich nun auch Artikel in Serie produzieren. Dem Unternehmen bieten sich somit völlig neue Möglichkeiten, wie etwa die Herstellung komplexerer Teile, eine fortschrittlichere Verarbeitung und sogar die Option, im Schichtbetrieb zu arbeiten. So kann das Fertigungsunternehmen seine Produktion bei Bedarf jederzeit ausweiten. Die bei Grantek realisierte Lösung zeigt die Vorteile einer Automatisierung mit Robotern – besonders im Hinblick auf klein- und mittelständische Unternehmen (KMU). Dazu zählen Verbesserungen bei Konsistenz und Produktqualität, niedrigere Betriebskosten, eine höhere Produktionsleistung, mehr Flexibilität, eine schnelle Anpassungsfähigkeit, Agilität und weniger Ausschuss.
Diese Wettbewerbsvorteile helfen KMUs dabei, neue Märkte für sich zu erschließen. Auch Grantek nutzte seine Chance: „Wir haben diese Investition letztlich getätigt, weil wir in einen neuen Markt gehen wollten. Jetzt können wir ganz anders fertigen, als es uns vorher möglich war. Tagsüber führen wir um die zehn bis zwölf Spezialaufträge aus, dann schalten wir um und lassen nachts die Serienproduktion laufen. Für ein kleines Unternehmen wie unseres ist die Möglichkeit, mehr aus einem Arbeitstag herauszuholen, ein großer Unterschied in punkto Wettbewerbsfähigkeit“, so Kjell Granqvist.
Stand: 16.12.2025
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Aus Tradition modern
Der Großvater von Kjell Granqvist gründete Grantek in den 1940er Jahren als Mechanikbetrieb. Seitdem hat das Unternehmen immer wieder große technologische Sprünge vollzogen. Dennoch markierte die Entscheidung, in Automatisierung zu investieren, einen bedeutenden Schritt für das Unternehmen, sowohl technisch als auch ressourcenmäßig. Zwar erleichterte die gute Zusammenarbeit mit den Partnern die Installation der Anlage ungemein – dennoch waren ein gewisser Programmieraufwand und Weiterbildungen nötig, um sämtliche Schritte und Detailarbeiten korrekt ausführen zu können.
„Es war eine große Herausforderung, aber sie war es wert. Der Einsatz fortschrittlicher Technologien hat unseren gesamten Betrieb beflügelt. Ich hätte gerne die Möglichkeit, in weitere Geräte und Anlagen zu investieren, weil dies bisher reibungslos funktioniert hat“, sagt Kjell Granqvist.
Der Autor Jürgen Stühler ist Marketingreferent bei ABB Automation.