Bei Förderbändern denken viele an Laufbänder an Supermarktkassen oder in Skigebieten. Ricon stellt innovative Bänder her, die vornehmlich in Erntemaschinen zum Einsatz kommen und sich durch hohe Komplexität und Fertigungstiefe auszeichnen. Um die Produktion flexibler und effizienter zu bewältigen, setzt Ricon auf das Manufacturing-Execution-System (MES) Hydra X und die Plattform-Architektur der Manufacturing Integration Platform (MIP) von MPDV.
Ricon produziert innovative Bänder für den Einsatz in Erntemaschinen.
(Bild: Ricon)
Die Ricon GmbH & Co. KG ist innerhalb der Grimme-Gruppe das Kompetenzzentrum für die Konstruktion und Fertigung hochwertiger Sieb- und Fördertechnik. 160 Mitarbeiter fertigen in Rieste (Osnabrücker Land) jährlich 30.000 Bänder in rund 2.000 unterschiedlichen Variationen. Hierbei stehen Qualität und Lieferschnelligkeit im Vordergrund. Losgrößen von eins bis zehn sorgen für große Rüstaufwendungen an den genutzten Sondermaschinen.
„Obwohl im Grimme-Konzern auf IT-Ebene vieles selbst entwickelt wird, war MPDV bereits als zuverlässiger Partner bekannt. Als Ricon mit dem Softwareunternehmen ins Gespräch kam und wir erkannten, welche Möglichkeiten sich mit deren Standardapplikationen im Rahmen von Hydra X abdecken lassen, sahen wir zuerst die MES-Lösung und dann die Integrationsplattform MIP als Datendrehscheibe für die Zukunft“, erklärt Mario Arkenau, Mitglied der Geschäftsleitung bei Ricon. Die Datendrehscheibe von MPDV war der Schlüssel für eine Lösung mit Standards, anstelle selbst programmierter IT-Komponenten.
MPDV und Ricon – Partnerschaft auf Augenhöhe
Ricon hatte die Vision einer papierlosen Fertigung und die durchgehende Digitalisierung der Prozesse vor Augen. „Als wir von MPDV unsere Lösungen bei Ricon präsentierten, stellten wir schnell fest, dass diese Firma weiterdenkt als andere Unternehmen. Hier hatten wir es mit Fachkräften zu tun, die über architektonische Kenntnisse verfügen und Lösungen skalieren können“, erinnert sich Jens Küpper, Account Manager bei MPDV.
Hydra X und die MIP von MPDV sind bei Ricon heute nicht mehr aus der Produktion wegzudenken.
(Bild: Ricon)
Ricon erkannte, dass sich mit der Plattform-Architektur der MIP viel mehr erreichen lässt als mit einem klassischen MES-System. Besonders mit der MIP konnte man sich eine Standardsoftware als Basis für Individualisierung ins Haus holen. Gleichzeitig bietet sie umfangreiche Funktionen und Zugriff auf einen umfassenden Marketplace mit einer Vielzahl von Manufacturing-Apps (mApps) sowie die Möglichkeit der Integration eigener Anwendungen. „Diese Flexibilität ist für Ricon von großem Vorteil, da wir auch künftig Eigenentwicklungen implementieren müssen, welche sowohl auf das ERP-System als auch auf unsere Spezialfertigung zugeschnitten sind. Die positiven Rückmeldungen von anderen MPDV-Anwendern bestätigten unsere Entscheidung. Sie gaben uns Sicherheit und ein gutes Gefühl, auf den richtigen Partner für diesen großen Schritt in Richtung Digitalisierung und Vernetzung zu setzen“, so Mario Arkenau. Ricon hat sich auch für die MIP und Hydra X entschieden, da in diesen Lösungen der digitale Zwilling der Produktion bereits existiert.
Schrittweiser Roll-out in die laufende Produktion
In der Pilotphase wurde zunächst das Hydra-X-Order-Management eingeführt, um erste Analysen und Auswertungen fahren zu können. „Für uns war die BDE-Funktion (Betriebsdatenerfassung) im Order-Management von Hydra X zentral. Das erforderte aber, dass die Zeichnungen digital zur Verfügung standen, mit einer Umgewöhnung an der Werkbank. Nach dem Roll-out führten wir die MDE (Maschinendatenerfassung) ein, um die Prozesse besser zu erfassen. Angebunden wurden dafür sowohl eine OPC-UA-fähige S7-Steuerung als auch eine ältere Sondermaschine, die wir mit einem eigenen Controller nachgerüstet haben, berichtet Mario Arkenau.
Die Vernetzung von BDE- und MDE-Informationen bringt viel Transparenz in die Produktionsprozesse. In engem Austausch mit dem Betriebsrat wurde anhand von Pilotressourcen erarbeitet, welche Daten zu erfassen und auszuwerten sind. Im Anschluss erfolgte der Roll-out über die gesamte Produktion.
Heute ist das Order-Management von Hydra X vollumfänglich bei Ricon ausgerollt und nicht mehr aus dem Produktionsablauf wegzudenken. Das Resource-Management wird im Laufe des Jahres folgen. Das Ergebnis: Der komplexe Fertigungsablauf wurde schlanker in der Abwicklung, bei gleichzeitiger Erhöhung der Transparenz.
Plattform-Architektur: Projektziele nach kurzer Zeit erfüllt und übertroffen
Mit der Implementierung von Hydra X konnte Ricon bereits viele Ziele erreichen.
(Bild: Ricon)
Der Sieb- und Fördertechnik-Spezialist hatte sich für den Umstieg auf die Integrationsplattform MIP von MPDV ambitionierte Projektziele gesetzt und konnte diese erreichen. „Über Produktparameter können wir jetzt die optimale Reihenfolge im Produktionsablauf festlegen. Dank der Digitalisierung reagiert das System jetzt auch situativ, was wir schon in der Pilotphase getestet haben. Dazu nutzen wir die MIP als Kernbasis und für Sonderprogrammierungen das Ricon-Spezialwissen. Daraus entwickelten wir beispielsweise eigene mApps und implementierten sie selbst“, sagt Mario Arkenau.
Stand: 16.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die WIN-Verlag GmbH & Co. KG, Chiemgaustraße 148, 81549 München einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://kontakt.vogel.de/de/win abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.
In den ersten Fertigungsbereichen arbeitet das Unternehmen bereits papierlos, was schrittweise auf alle Bereiche übertragen wird. Bereits jetzt müssen die Werker sich weniger bewegen, und man kann schneller auf Veränderungen reagieren. Alle Einzelteile lassen sich nun in der Produktion in der richtigen Reihenfolge bereitstellen und so die Rüstzeiten reduzieren. Letzteres ist entscheidend, da so die hohen Rüstzeiten mit Drei-Tages-Slots abgefedert werden.
Den Systemstandard vollumfänglich einhalten
Anhand der Reihenfolgenlogik hat MPDV den Standard bereits im Pilotprojekt aktiv getestet und erkannte dabei, dass Hydra X als Standard im Verbund mit den angebotenen mApps praktisch sämtliche Spezialitäten abdeckt. Ricon konnte, entgegen ursprünglichen Erwartungen, den Systemstandard bis heute vollumfänglich einhalten. Dank Hydra X hat das Fertigungsunternehmen bereits einen Teil der Komplexität aus dem ERP nehmen und auf die Spezial-BDE-Lösung verzichten können. „Vermutlich verlagern wir künftig vieles aus dem ERP ins Hydra X und führten es im MES aus. Damit lässt sich die Flexibilität zusätzlich erhöhen, Zeit sparen und gebundene Ressourcen freisetzen“, ist sich Mario Arkenau sicher.
Fruchtbare Zusammenarbeit von MPDV und Ricon: Hydra X und Plattform-Architektur MIP im Einsatz
Mario Arkenau bewertet die Zusammenarbeit mit MPDV durchweg positiv und sieht das große Mittelstandsunternehmen Grimme als idealen Kunden für Hydra X. „Die Umstellung auf die MES-Lösung war die richtige Entscheidung und MPDV der beste Partner für diesen großen Schritt. Und wir haben noch nicht mal im Ansatz das Potenzial genutzt, das uns Hydra X und die MIP bieten. Ich freue mich riesig darauf, dieses Potenzial zu entdecken und zu beweisen, dass die Entscheidung für Hydra X noch viel mehr bedeutet als nur Tablets für die Werker an ihren Arbeitsplätzen“, zieht Mario Arkenau ein positives Fazit.
Der Autor Markus Diesner ist Principal Marketing bei MPDV.