Partnerprogramm für Klimaschutz bekommt neue Mitglieder

Verantwortlicher Redakteur:in: Rainer Trummer 3 min Lesedauer

Ein Partnerprogramm unterstützt Unternehmen der Halbleiter- und IT-Branche beim Umstieg auf grüne Energie und bietet Zugang zu Technologien und Fachwissen. Der Klimaschutz-Maßnahmen betreffen die gesamte Wertschöpfungskette.

(Quelle:  安琦 王/AdobeStock)
(Quelle: 安琦 王/AdobeStock)

Das Catalyze-Partnerprogramm von Schneider Electric hat prominenten Zuwachs erhalten: Neben dem Halbleiterindustrie-Zulieferer ASM sind ab sofort auch HP und Google als sogenannte Founding Sponsors mit an Bord. Im Juni 2023 gemeinsam mit Intel und Applied Materials initiiert, zielt Schneider Electric mit seinem Programm auf eine Dekarbonisierung von Wertschöpfungsnetzwerken in der IT- und Halbleiterindustrie ab. Bei dem Programm zu mehr Klimaschutz geht es insbesondere um Unterstützung bei Bezug und Nutzung erneuerbarer Energiequellen – etwa in Form von Stromlieferverträgen. Teilnehmer des Partnerprogramms sowie sämtliche Unternehmen aus deren Wertschöpfungsnetzwerk sind berechtigt, diese Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Als Pionier für nachhaltige IoT-Technologien, Energiemanagement und Industrieautomation ist der Anbieter mit seiner Abteilung Sustainability Business ein wichtiger Vermittler von klimafreundlichen Stromlieferverträgen.

Mehr Klimaschutz bei der Halbleiterherstellung

Für einen sozial und wirtschaftlich verträglichen Klimaschutz besitzen digitale Technologien enormes Potenzial. So können etwa Herstellungsprozesse optimiert oder Gebäude energieeffizienter betrieben werden. Damit die so gewonnenen Nachhaltigkeitseffekte aber nicht durch eine wenig klimafreundliche Halbleiterherstellung konterkariert werden, ist es nötig, den CO2-Fußabdruck der Branche weiter zu senken. Wie das SEMI Semiconductor Climate Consortium erst kürzlich in einer Studie festgestellt hat, wurden 2021 für die Herstellung von Halbleitern noch etwa 500 Megatonnen CO2 emittiert. Rund 16 Prozent davon entstammten den vor- und nachgelagerten Lieferketten (Scope 3). Insbesondere mithilfe von Digitalisierung und Elektrifizierung, aber auch durch den Übergang zu erneuerbaren Energiequellen lassen sich hier signifikante Einsparungen erzielen. Das Catalyze-Programm unterstützt produzierende Unternehmen und Zulieferer unabhängig von Unternehmensgröße oder Marktstellung daher bei der Beschaffung von grünem Strom und bietet einen vereinfachten Zugang zu digitalen Nachhaltigkeitstechnologien und dem damit verbundenen Fachwissen.

„Wir freuen uns sehr, dass Google, ASM und HP jetzt mit dabei sind. Für die weitere Dekarbonisierung der Branche und ihrer Lieferketten ist das ein wichtiger Schritt,“ betont Jean-Pascal Tricoire, Chairman bei Schneider Electric. „Gerade Scope-3-Emissionen lassen sich nicht immer einfach erfassen und reduzieren. Daher bieten wir mit unserem Catalyze-Programm hierbei gezielt Unterstützung und Möglichkeiten der Zusammenarbeit.“

Stimmen der neuen Mitglieder

Michael Terrell, Senior Director of Energy and Climate bei Google: „Die globalen Treibhausgasemissionen können nur reduziert werden, wenn auch die Halbleiterproduktion CO2-frei wird. Aber das schafft keiner alleine. Daher sind wir Gründungsmitglied des Catalyze-Programms geworden und freuen uns darauf, gemeinsam mit den anderen Mitgliedsunternehmen und Lieferanten die Nutzung von sauberer Energie in diesem wichtigen Bereich der Google-Lieferkette auszuweiten.“

Nicolas, Chief Supply Chain Officer bei HP: „Wir brauchen jetzt entschiedene Maßnahmen, um die Auswirkungen des Klimawandels zu reduzieren. Deshalb haben wir uns dazu verpflichtet, innerhalb dieses Jahrzehnts die Emissionen unserer gesamten Wertschöpfungskette zu halbieren. Um die Dekarbonisierung der Halbleiter- und IT-Lieferketten in diesem Kontext weiter voranzubringen, unterstützen wir das Catalyze-Programm.“

John Golightly, VP of Sustainability bei ASM: „Nur zusammen können wir die globalen Treibhausgasemissionen wirklich reduzieren. Deshalb ist das Programm so wichtig. Es bringt die verschiedenen Akteure zusammen und schafft ganz neue Synergien. Würden wir und unsere Zulieferer alleine an der Dekarbonisierung unserer Wertschöpfungsketten arbeiten, hätte das niemals die Durchschlagskraft, den ein Partnerprogramm bietet. Daher freut es uns sehr, jetzt Teil davon zu sein.“

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