Ein ARC-Report zeigt, welche Rolle OPC-UA als Standard für die Prozess- und Fertigungsindustrie hat. Hier ein Einblick in den Bericht.
(Quelle: Profit Image/Shutterstock)
Die ARC Advisory Group hat den Bericht "OPC-UA Momentum Continues to Build" veröffentlicht. Dieser elfseitige Überblick bietet aktuelle Einblicke in Aspekte, die OPC-UA zum globalen Standard der Wahl für die industrielle Kommunikation in der Prozess- und diskreten Fertigungsindustrie macht. Zudem enthält der Bericht eine Liste von ARC-Empfehlungen für Hersteller in der Prozessindustrie, die eine Einführung von OPC-UA erwägen.
Was der ARC-Bericht mit Blick auf OPC-UA untersucht
Vor dem Hintergrund des Industrial Internet of Things (IIoT) und der Industrie 4.0 untersucht der Bericht die Technologie aus verschiedenen Blickwinkeln und zeigt auf, wie es sich von anderen Technologien und Standards unterscheidet. Zu den untersuchten Themen gehören die Technologie, auf der der Standard basiert, sowie die Initiativen, Kooperationen und die Governance der OPC Foundation. Der Bericht gibt einen Überblick darüber, warum OPC UA so verbreitet ist. Auch einen Ausblick auf die Bedeutung in kommenden Jahren wagt ARC.
Die 6 wichtigsten Erkenntnisse der ARC über OPC-UA
Die OPC Foundation agiere unabhängig und transparent. Der OPC-UA-Standard (IEC62541) sei offen und herstellerunabhängig. Alle Basisspezifikationen des Standards und auch die Companion Specifications seien für jeden frei verfügbar.
Der Standard sei ein Enabler für die nächste Generation von Automatisierungsstandards, die laut ARC die Industriestruktur der Prozessautomatisierung verändern werde wie Ethernet Advanced Physical Layer (Ethernet APL), Namur Open Architecture (NOA) und das Open Process Automation Forum (OPAF).
Der OPC-Standard ist demnach das größte und umfangreichste Ökosystem für sichere industrielle Interoperabilität.
Der Standard sei unabhängig von den zugrunde liegenden Transportschichten. Als solches nutze es die am besten geeigneten Protokolle und Übertragungsphysiken für die jeweiligen Anwendungen wie TCP, UDP, MQTT, TSN und/oder 5G.
OPC-UA sei durch seine Informationsmodellierungsfähigkeiten (IM) in hohem Maße erweiterbar. Dadurch eignet sich OPC UA hervorragend für die Verwendung durch Automatisierungsanbieter und andere Standardisierungsorganisationen, die semantische Daten nahtlos über alle Branchen hinweg darstellen und austauschen möchten.
Die Field Level Communications (FLC) Initiative der OPC Foundation definiert den neuen OPC UA FX (Field eXchange) Standard, der von praktisch allen führenden Anbietern der Prozessautomatisierung unterstützt werde.
OPC-UA-FX werde den Standard auf die Feldebene erweitern, um eine offene, einheitliche und standardbasierte Kommunikation zwischen Sensoren, Aktoren, Steuerungen und der Cloud zu ermöglichen.
Die ARC folgert, dass vorausschauende Unternehmen OPC-UA zu einem Bestandteil ihrer langfristigen Strategien machen sollten, denn die Veränderungen, die diese Technologie mit sich bringe, werden schneller zur Notwendigkeit werden, als die meisten Menschen ahnen.
Was ARC- und OPC-Vertreter sagen
Craig Resnick, Vice President, ARC Advisory Group, erklärt: "Die Industrie sieht sich heute mit Problemen konfrontiert, die sich aus dem neuen Normalzustand nach der Pandemie ergeben. Diese sind etwa die Aufrechterhaltung der Integrität der Lieferkette, die Fähigkeit, auf dezentrale Operationen umzusteigen, der Bedarf an betrieblicher Belastbarkeit und Nachhaltigkeit und die Maximierung der Cybersicherheit. Das erfordert ein einheitliches Framework für sichere Interoperabilität und Informationsaustausch, sowie eine gemeinsame Interoperabilitätstechnologie von Cloud-Service-Providern bis hin zu Prozessfeldgeräten. Dies ist heute für Anwender und Hersteller zwingend erforderlich, um zu wachsen und lebensfähig zu bleiben.“
Es sei der Standard, der diese Interoperabilitätsherausforderungen löst und als Ökosystem-Enabler fungiert, um sicherzustellen, dass mehrere offene Standards wie Industrie 4.0, Namur, NOA, Opaf und Ethernet APL nahtlos zusammenarbeiten könnten. Das Ziel sei es, sicherzustellen, dass alle Geschäfts- und Steuerungsinformationen auf einzigen validierten sicheren Quelle beruhen, damit Unternehmen ihr Wachstum, ihre Produktivität und ihre Rentabilität maximieren können.
Stefan Hoppe, Präsident und Geschäftsführer der OPC Foundation, kommentiert: "Dieser ARC-Report bietet einen unabhängigen Überblick über die Rolle von OPC-UA im IIoT-Zeitalter. Vollgepackt mit Fakten über OPC-UA, ARCs Expertenwissen aus der Industrie und praktischen Empfehlungen, bietet der Bericht einen validen Ausgangspunkt für alle, die erwägen, OPC-UA als Kern ihrer Infrastruktur für die Dateninteroperabilität einzuführen."
Stand: 16.12.2025
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Über die OPC Foundation
Über die OPC Foundation: Die OPC Foundation fördert seit 1996 die Entwicklung und Einführung des OPC Informationsaustauschstandards. Als Advokat und Verwalter dieser Spezifikationen ist die Mission der OPC Foundation Anbieter, Endkunden und Softwareentwickler dabei zu unterstützen, die Interoperabilität ihrer Fertigungs- und Automatisierungsressourcen zu erreichen. Die OPC Foundation hat sich zum Ziel gesetzt die besten Spezifikationen, Technologien, Prozesse und Zertifizierung bereitzustellen, um die Interoperabilität zwischen unterschiedlichen Herstellern und unterschiedlichen Plattformen sicher und verlässlich von eingebetteten Systemen bis hin zur Cloud für Unternehmen sicherzustellen. Die Foundation unterstützt 815 Mitgliedern aus der ganzen Welt in den Bereichen Industrielle Automatisierungstechnik, IT, IoT, IIoT, M2M, Industrie 4.0, Gebäudeautomatisierung, Werkzeugmaschinen, Pharmazie, petrochemischer Industrie und Smart-Energy beim Erreichen dieses Ziels.