Die Identifizierung des eigenen Bedarfs an KI sowie die Auswahl und Implementierung von Lösungen binden bei mittelständischen Unternehmen viele Ressourcen. Hier setzt ein neues Projekt der Mission KI, des appliedAI Institute for Europe, des Technologieparks Heidelberg und des IPAI an, bei dem KMU mit passenden KI-Startups zusammengebracht werden.
(Bild: Bartek/Adobe Stock)
In drei Schritten werden bei dem neuen Projekt von Mission KI und Partnern mittelständische Unternehmen auf dem Weg zu maßgeschneiderten KI-Projekten begleitet. Im ersten Schritt werden die Herausforderungen der Unternehmen identifiziert, dann passende KI-Startups deutschlandweit ausgewählt und im Juli 2024 die ausgewählten Projektpartner auf einem Event zusammengebracht. Derzeit werden mittelständische Unternehmen aus Baden-Württemberg von den Organisatoren aktiv eingeladen, können sich aber auch selbst für das Programm bewerben.
So finden KMU passgenaue Lösungen von KI-Startups
Mittelständische Unternehmen sollen KI-Technologien kennenlernen und passgenaue Lösungen von KI-Startups gefunden werden. So erhält der Mittelstand einen erleichterten Zugang zu neuen Technologien sowie konkreten Anwendungsmöglichkeiten von KI. Für KI-Startups soll das Format eine Plattform bieten, ihre Visibilität zu stärken, Kontakte zu knüpfen, Feedback zu ihren Lösungen zu erhalten und Kunden zu gewinnen. Idealerweise werden Partnerschaften für umsetzbare Projekte geschlossen. Die teilnehmenden KI-Startups sollten aktiv am Markt eingeführt sein, aber ihre Gründung nicht länger als fünf Jahre zurückliegen.
Manfred Rauhmeier ist Geschäftsführer von acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften.
(Bild: acatech)
Manfred Rauhmeier, Geschäftsführer von acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften, erklärt: „Im Rahmen dieses Projektes bringen wir regionale mittelständische Unternehmen mit KI-Startups aus ganz Deutschland zusammen. Der starke Mittelstand in den Regionen ist ein Motor der deutschen Wirtschaft, aber natürlich im selben Maße dem digitalen Transformationsprozess unterworfen wie die Wirtschaft weltweit. KI macht vor den Regionen nicht halt, der Innovationsdruck ist hoch. Darum werden wir die spezifischen Bedürfnisse der teilnehmenden Unternehmen analysieren und sie mit ausgewählten KI-Startups zusammenbringen, sodass maßgeschneiderte Lösungen für international wettbewerbsfähige Unternehmen entstehen können.“
Förderung des Wachstums von KI-Innovationen
Thomas Weber ist Präsident von acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften.
(Bild: Himsel/acatech)
Thomas Weber, Präsident von acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften, freut sich über den Projektstart: „Mit dem Matchmaking wird Mission KI dem Anspruch gerecht, das Wachstum von KI-Innovationen mit gezielten Maßnahmen zu fördern. Das Projekt schafft eine Brücke zwischen den konkreten Bedarfen aus dem regionalen Mittelstand und der Innovationsstärke der bundesweiten KI-Start-ups, die den Transfer wettbewerbsfähiger KI-Innovationen in den Markt beschleunigt. Damit setzt Mission KI gezielte Impulse für ein wachsendes KI-Ökosystem – ein wichtiges Signal für die technologische Souveränität und die zukunftsfähige Gestaltung des Innovationsstandorts Deutschland.“
Dr. André Domin, Geschäftsführer der Technologiepark Heidelberg GmbH, ergänzt: „Die Verbindung von etablierten, mittelständischen Unternehmen mit aufstrebenden KI-Start-ups ist für beide Seiten ein Gewinn. Der Mittelstand erhält schnellen Zugang zu innovativen Technologien, um die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. Die Startups können den Wertbeitrag ihrer Technologie validieren und gewinnen Referenzkunden. Zudem werden die lokalen Kompetenzträger überregional vernetzt und als Innovationstreiber bekannt gemacht.“
Feststellung des individuellen Innovationsbedarfs
In einem Interview wird der individuelle Innovationsbedarf der teilnehmenden Unternehmen ermittelt. Anschließend werden auf dieser Grundlage passgenaue KI-Startups aus ganz Deutschland gescoutet. Die ausgewählten 10 Unternehmen und 12-15 KI-Startups werden auf einem Vernetzungs-Event zusammengebracht, um sich direkt zu möglichen Kooperationen auszutauschen. Das Ziel ist, dass Unternehmen und KI-Startups anhand der festgestellten KI-Bedarfe Projekte und Vorhaben definieren und diese anschließend gemeinsam umsetzen. Die Umsetzung erarbeiten die miteinander verbundenen Projektpartner, das mittelständische Unternehmen und das Startup, in der Folge bilateral.
Matchmaking von KMU und KI-Startups
Das Matchmaking ist der Auftakt zu verschiedenen Maßnahmen der Mission KI, die in den kommenden Monaten starten werden. Um mittelständische Unternehmen bei der Entwicklung vertrauenswürdiger KI-Anwendungen zu unterstützen, eröffnet Mission KI gemeinsam mit weiteren Partnern KI-Innovations- und Qualitätszentren an mehreren Standorten in Deutschland. In diesen KI-Zentren erhalten Unternehmen unter anderem Zugang zu Know-How zur Implementierung von KI-Systemen. Daneben unterstützt Mission KI auch Ausgründungen von KI-Anwendungen aus der Forschung. Unternehmen können sich hier bis 26. April 2024 bewerben.
Mission KI – Nationale Initiative für Künstliche Intelligenz und Datenökonomie ist ein gemeinsames Projekt von acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und dem Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV). Das Hebelprojekt der Digitalstrategie der Bundesregierung soll die digitale Wettbewerbsfähigkeit stärken. Die Initiative verfolgt drei Ziele: Zum einen soll sie die Datenbasis für KI-Innovationen erweitern und dazu Datenräume über Sektoren- und Ländergrenzen vernetzen. Außerdem soll Mission KI transparente KI-Qualitäts- und Prüfstandards schaffen und darauf aufbauend freiwillige KI-Standards nach deutschen und europäischen Werten definieren.
Stand: 16.12.2025
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