Für Unternehmen wird es immer wichtiger, die Nachhaltigkeit ihrer Produkte nachzuweisen. Sei es, weil die Klimaschutzziele dies erfordern oder weil Verbraucher und Investoren umweltfreundliche Produkte bevorzugen. Mit Simplify Sustainability bieten Consilio und CLC Xinteg, eine skalierbare Lösung für Nachhaltigkeits-Reporting für SAP, die den bürokratischen Aufwand in Grenzen hält.
(Bild: Who ist Danny/stock.adobe.de)
ESG (Environment, Social, Governance) und die damit verbundenen Themen spielen seit geraumer Zeit eine immer wichtigere Rolle in Wirtschaft und Gesellschaft. Dafür spricht auch, dass bereits im Jahr 2020 Larry Fink, Gründer, Aufsichtsrats- und Vorstandsvorsitzender der weltgrößten Vermögensverwaltung Black Rock ankündigte, bei Umweltschutz und Menschenrechten künftig genauer hinzuschauen. „Wir sind überzeugt, dass Nachhaltigkeit unser neuer Investmentstandard sein sollte.“
Mittlerweise hat die Politik diese Ansichten EU-weit aufgenommen und diesbezüglich Regeln beschlossen, sodass Unternehmen künftig ihr Umwelt-Engagement – insbesondere den Carbon-Footprint (C02-Fußabdruck) – nachweisen müssen. Vor allem Investoren beziehen den ESG-Score bei ihren Finanzentscheidungen mit ein.
Als global aktives Unternehmen greift SAP solche Strömungen auf und hat das Thema mit den Modulen SAP Sustainability und SAP Emissions im ERP abgebildet.
Nachhaltigkeits-Reporting ist zu groß für viele Unternehmen
SAP hat mit seinen Modulen ein System modelliert, das einen sehr holistischen Ansatz verfolgt. Die Walldorfer illustrieren ihre Vision am Beispiel eines Unternehmens, das den Grundstoff Kakao für seine Produkte weltweit von verschiedenen Lieferanten bezieht und dabei alle nötigen Daten erhält, die für die Berechnung des Carbon-Footprint nötig sind. Das SAP-Beispiel zeigt eine ideale Welt, doch sind viele Unternehmen weder umfassend global vernetzt, noch erhalten sie von ihren Lieferanten in Gänze die erforderlichen Daten. Sie sind daher dazu gezwungen zu improvisieren, damit sie so nah wie möglich an die erforderlichen Werte gelangen. Consilio und CLC arbeiten in dem Bereich Nachhaltigkeit zusammen an der Lösung „Simplify Sustainability“, die den Prozess für Kunden erheblich vereinfacht.
Prozesse und Dokumente vereint
Consilio, ein unabhängiges, international tätiges Beratungsunternehmen und Experte für die Optimierung von Prozessen nach S/4HANA hat mit CLC, einem Spezialisten für prozessorientierte Akten- und Dokumenten-Management-Systeme im SAP-Umfeld, ein gemeinsames Projekt aufgesetzt, mit dem sie die Nachhaltigkeitsanforderungen für Unternehmen aller Klassen vereinfachen. Dazu bündeln beide SAP-Spezialisten ihre Stärken und schaffen Synergien, von denen ihre Kunden profitieren. So lässt beispielsweise Consilio sein tiefes Know-how aus der Produktion einfließen, während CLC seine umfangreiche Erfahrung im prozessorientierten Akten- und Dokumenten-Management beisteuert. Als ausgezeichnete Partner der SAP wissen beide Unternehmen, wie sich die Ziele der Nachhaltigkeit im ERP rechtskonform umsetzen lassen.
Nachhaltigkeits-Reporting: Die Lösung im Detail
Simplify Sustainability ist eine Lösung für das Nachhaltigkeits-Reporting, die sich nahtlos in bestehende SAP-Systeme integrieren lässt – egal ob es sich um ein S/4HANA oder ein ECC-System handelt. Dabei bezieht die Lösung die erforderlichen Daten und Dokumente entweder direkt aus dem System, beziehungsweise aus dem ERP oder aus externen Quellen und bündelt sie in einer Produktakte. Anwender dieser Lösung steigern damit die Transparenz und Übersichtlichkeit ihrer Produkte im SAP-System. Die Produktakte ist somit eine Single Source of Truth, wenn es darum geht, Details zu einem Material, Produkt oder Baugruppe zu erhalten. Über verschiedene Schnittstellen (u. a. REST, https oder WebDAV) sind Anbindungen der Simplify-Sustainability-App an externe Datenquellen relativ einfach realisierbar. So lassen sich beispielsweise Zertifikate, Lieferanten oder BOMs integrieren. Dadurch ist es möglich mit wenigen Klicks zu sehen, wo ein Produkt und seine Komponenten herkommen, wie sie zusammengesetzt und wie nachhaltig sie sind.
Beispiel Solar-Akku
Die Basis Architektur von Simplify Sustainability ist in modularen Komponenten abgebildet, die Consilio und CLC an der Case-Study „Solar-Akku“ demonstrieren. In diesem Beispiel wird das Produkt über Referenzen zugeordnet – das Lithiumpaket und das Gehäuse. Beide Bausteine bezieht das Unternehmen von unterschiedlichen Herstellern. Das bedeutet, dass der Kunde theoretisch die Daten für beide Produkte integriert und zentral bearbeitet und nicht in unterschiedlichen Modulen pflegen muss. Damit lässt sich auf Knopfdruck nachweisen, dass die Lieferkette nachhaltig ist und alle Anforderungen bezüglich Gefahrenschutz oder anderweitigen Bedingungen erfüllt werden.
Stand: 16.12.2025
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Zentrales Cockpit: Alle wichtigen Daten zum Produkt in einem Tool.
(Bild: Consilio/CLC)
Simplify Sustainability prüft permanent im Hintergrund, ob sämtliche Zertifikate gültig sind. Durch die Funktion „Eskalation und Statusmanagement“ würde das System etwa einen Lieferanten darauf hinweisen, dass sein Zertifikat bald ausläuft und er ein neues bereitstellen muss. Falls das Zertifikat abläuft, verhängt das System bei Bedarf eine Sperre für den Lieferanten. Die Eskalation lässt sich über den klassischen Weg lösen, oder CLC/Consilio stellen eine entsprechende App zur Verfügung.
Fit für die Zukunft im Nachhaltigkeits-Reporting
Simplify Sustainability ist auch auf künftige Herausforderungen vorbereitet. So ist die digitale Produktakte für weitere Zertifikate gerüstet, dazu zählen beispielsweise Nachweise zu Umwelt, Sicherheit, Menschenrechten und Arbeitssicherheit. Das flexibel anpassbare Footprint-Management ist zudem fähig, automatisch die gewünschten Daten aus standardisierten Quellen oder externen Quellen zu beziehen. Auf Basis dieser Daten lässt sich dann der Footprint konform berechnen und ausgeben.
CO2-Footprint: Simplify Sustainability bezieht die erforderlichen Werte aus externen Datenquellen, dem Lieferantenportal oder E-Mails.
(Bild: Consilio, CLC)
Der Data Acquisition Layer – also die Quelle der Nachhaltigkeitsdaten – ist in vielen Fällen lieferantenseitig noch nicht ausreichend umgesetzt, weswegen viele Stellen Standardwerte anbieten. Diese Werte lassen sich sehr einfach in das System übernehmen. Auch der Import von Daten über Web- oder Adobe-Formulare ist möglich – etwa, wenn Hersteller nicht wollen, dass Lieferanten auf das Portal zugreifen. Zudem gibt es die Möglichkeit externe Datenquellen/ Lieferantenportale oder E-Mails zu integrieren.
Dashboards für jeden Einsatzbereich
Simplify Sustainability ist auch skalierbar. Das Bedeutet: Nachhaltigkeits-Reporting kann beliebig komplex sein. Das hängt einerseits vom Produkt ab und andererseits von der Architektur der Supply-Chain. Um für alle Fälle gerüstet zu sein, bietet die Lösung ein Stücklisten-Cockpit, um verschiedene Relationen zu zeigen, beispielsweise für PLM, Vertrieb etc. in unterschiedlichen Versionen. So ist es vergleichsweise einfach, direkt aus der Stückliste einen realistischen C02-Footprint anzuzeigen oder zu berechnen. Darüber hinaus bietet der Reporting-Layer (CLC-PADD) ein Listreporting, integrated Analytics (Grafische Auswertung mit Drill-Down – Warengruppen, Produkte), ein O-Data-Interface für Power-BI oder SAP-BI. Damit lässt sich mit wenigen Klicks ein C02-Ausweis für ein Produkt oder eine Baugruppe erstellen.
Dr. Fridtjof Schucht ist Managing Consultant SAP EHS bei der Consilio GmbH.