Robotik in der Fertigung Modulare Roboter: Wie sie die Produktivität steigern können

Ein Gastbeitrag von Paul Maroldt 4 min Lesedauer

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Mittelständische Unternehmen im Fertigungssektor sehen sich heute mit stetig wachsenden Herausforderungen konfrontiert, die eine zunehmende Bedrohung ihrer Wettbewerbsfähigkeit darstellen. Neben einem gestiegenen Konkurrenzdruck und sich stetig verändernden Kundenanforderungen stellt der Fachkräftemangel ein Problem dar. Dieser führt zur Einschränkung der Produktions­kapazitäten und bedroht damit auch ihre Zukunftsfähigkeit. Können modulare Roboter hier helfen?

(Bild:  RobCo)
(Bild: RobCo)

Mithilfe modularer Roboter – wie sie etwa RobCo anbietet – können mittelständische Fertigungsbetriebe aktuelle Herausforderungen technologisch aktiv begegnen. Sie sind der Schlüssel, um Produktionsprozesse trotz personeller Engpässe aufrechtzuerhalten, die eigene Effizienz zu steigern und damit die Produktivität des eigenen Unternehmens erfolgreich zu erhöhen. Diese Roboter bestehen aus unterschiedlichen modularen Einheiten, die bedarfsgerecht kombiniert werden können. Sie verfügen unter anderem über Sensoren, Werkzeugen, Greifern und Bewegungsmechanismen in verschiedener Ausprägung.

Modulare Roboter, Cobots und Industrieroboter im direkten Vergleich

Cobots bieten einen hohen Grad an Flexibilität in der Anwendung, sind jedoch nicht ausreichend skalierbar, wenn anspruchsvolle Fertigungsaufgaben eine bestimmte Leistung oder Geschwindigkeit erfordern. Zusätzlich erfordert ihr Einsatz spezielle Sicherheitsvorkehrungen und Komponenten, etwa abgerundete oder weiche Greifer mit Kollisionsschutz oder -erkennung, was weitere Kosten und einen höheren Komplexitätsgrad zur Folge hat.

Herkömmliche Industrieroboter hingegen bieten zwar eine hohe Leistungsfähigkeit und Effizienz, jedoch wenig Flexibilität. Darüber hinaus ist ihre Anschaffung mit beträchtlichen Kosten verbunden. Um diese an sich verändernde Produktionsanforderungen anzupassen, sind umfangreiche Umrüstungen erforderlich, die aufgrund ihrer starren Bauweise häufig zeit- und kostenintensiv sind. Nicht selten haben diese Faktoren längere Ausfallzeiten und höhere Betriebskosten zur Folge.

Modulare Roboter vereinen die positiven Eigenschaften beider Bauarten. Sie bieten – zu einem moderaten Preis – sowohl die Flexibilität und Einfachheit von Cobots als auch die Leistungsfähigkeit und Effizienz von Industrierobotern. Ihre Modularität ermöglicht es Unternehmen – ohne Abstriche hinsichtlich Leistung und Sicherheit – schnell und kostengünstig auf veränderte Anforderungen zu reagieren.

Vielseitige Verwendung modularer Roboter

Modulare Roboter werden in verschiedenen Bereichen der Fertigungsindustrie eingesetzt, zum Beispiel in der Palettierung, Maschinenbeschickung und -bedienung oder Montage, und bieten eine Vielzahl an Vorteilen:

Flexibilität: Modulare Roboter können dank ihrer flexibel austauschbaren Module und Konfigurationen schnell an neue Produkte, Fertigungsprozesse und betriebliche Anforderungen angepasst werden. Diese Flexibilität ermöglicht es Unternehmen, sich ohne lange Ausfallzeiten oder teure Neuninvestitionen agil an sich verändernde Marktbedingungen anzupassen.

Kosteneinsparung: Es ist möglich, bereits vorhandene Roboter umzurüsten, anstatt kostenintensive Neuanschaffungen zu tätigen. Dadurch sparen mittelständische Fertigungsunternehmen erhebliche Kosten, können ihre vorhandenen Ressourcen optimal nutzen und gleichzeitig das Leistungspotenzial ihrer Roboter optimieren. Eine solch kosteneffektive Lösung trägt zur Maximierung von Investitionen bei und setzt Kapital für andere geschäftliche Anforderungen frei. Damit stärken Unternehmen gleichzeitig ihre Wettbewerbsfähigkeit merklich.

Schnelle Implementierung: Die Integration modularer Roboter in bestehende Produktionsumgebungen wird durch den Einsatz von Plug-and-Play-Lösungen erheblich vereinfacht. Standardisierte Schnittstellen und vordefinierte Konfigurationen reduzieren die Implementierungszeit deutlich, wodurch die Inbetriebnahme der Roboter erheblich beschleunigt wird. Aufgrund des No-Code-Ansatzes der Technologie sind aufwändige Programmierungsarbeiten oder der Einsatz geschulten Fachpersonals nicht erforderlich. Unternehmen sind durch die einfache Integrationsmöglichkeit in der Lage, schnell von den Vorteilen der modularen Robotik zu profitieren und ihre Produktionskapazitäten – ohne lange Vorlaufzeiten – zu erweitern.

Dank Plug-and-Play-Lösungen können modulare Roboter schnell implementiert werden, ohne aufwendige Programmierung oder Fachpersonal.(Bild:  RobCo GmbH)
Dank Plug-and-Play-Lösungen können modulare Roboter schnell implementiert werden, ohne aufwendige Programmierung oder Fachpersonal.
(Bild: RobCo GmbH)

Skalierbarkeit: Modulare Roboter können im Falle neuer Produktionsanforderungen problemlos erweitert oder limitiert werden. Eine solche Notwendigkeit kann insbesondere durch die Einführung neuer Produkte, eine geschäftliche Expansion oder saisonale Nachfrageschwankungen bedingt sein. Diese Skalierbarkeit versetzt Unternehmen in die Lage, ihre Investitionen in Robotik-Lösungen anhand ihrer aktuellen Herausforderungen Aufgaben auszurichten und auf diese Weise ihre betriebliche Flexibilität zu erhöhen.

Intelligente Bestandteile: Sensoren ermöglichen präzise Adaptionen. Ihre Integration in Modulteile ermöglicht eine intelligente Kommunikation und Interaktion zwischen den eingesetzten Komponenten. Dadurch kann etwa ein neuer Roboterarm die vorherigen Arbeitsprozesse übernehmen. Eine kontinuierliche Sammlung von Leistungs- und Bewegungsdaten der Roboterarme macht eine automatische Anpassung an neue Gegebenheiten möglich. Mithilfe von Sensoren kann darüber hinaus ein digitaler Zwilling des Roboters für die Analyse und Optimierung von Arbeitsabläufen erstellt oder der Stromverbrauch jedes Moduls überprüft werden. Das stellt eine effiziente Nutzung sicher und hilft dabei, Einsparungspotenziale zu identifizieren.

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Wartungsfreundlichkeit: Die bausteinförmige Architektur modularer Roboter erleichtert deren Wartung und Instandhaltung erheblich. Defekte Komponenten können – ohne den gesamten Roboter außer Betrieb nehmen zu müssen – problemlos ausgetauscht und repariert werden. Dadurch werden Ausfallzeiten und Produktionsunterbrechungen minimiert und damit gleichzeitig Betriebskosten gesenkt.

Zukunftssicherheit: Kontinuierliche Updates und Upgrades gewährleisten, dass modulare Roboter stets auf dem neuesten Stand der Technik sind und auch zukünftig in der Lage sein werden, die an sie gestellten Anforderungen umfassend zu erfüllen. Dadurch können sie problemlos an neue Standards, Sicherheitsanforderungen und technologische Entwicklungen angepasst werden. Diese Zukunftssicherheit gibt Unternehmen die Gewissheit, dass ihre Investitionen langfristig geschützt sind und ihre Robotik-Lösungen auch in einer sich ständig wandelnden Geschäftsumgebung erfolgsentscheidend bleiben.

Mittelständische Unternehmen benötigen angesichts der sich ihnen zukünftig stellenden Herausforderungen eine technologische Unterstützung, um den steigenden Anforderungen an Flexibilität, Effizienz und Innovation gerecht zu werden, wettbewerbsfähig zu bleiben und ihr Wachstum voranzutreiben. Durch die Zusammenarbeit mit Anbietern wie RobCo können auch kleinere und mittelgroße Unternehmen in Deutschland von den Vorteilen modularer Roboter profitieren und sich für eine erfolgreiche Zukunft rüsten.

Modulare RoboterPaul Maroldt
Mitgründer & Head of Robot Engineering bei der RobCo GmbH

Bildquelle: RobCo GmbH