Mit der Postprocessing-Arbeitsstation ENESKApostprocess von Joke Technology lassen sich 3D-Bauteile sicher nachbearbeiten. Eine realitätsnahe Animation ermöglicht virtuelles Testen auf der Webseite.
Dank großem Arbeitsraum bietet die ENESKApostprocess viel Freiheit für ergonomisches Arbeiten, bei hochwirksamer Absaugung von Spänen und Stäuben.
(Bild: joke Technology)
Im 3D-Druckprozess ist die Nachbearbeitung meist entscheidend, um die gewünschten Eigenschaften beim Bauteil zu erreichen. Oft fehlt es aber am Bewusstsein für die mit dem Postprocessing einhergehenden Risiken durch anfallende Pulverreste und Stäube. Ohne ausreichende Schutzmaßnahmen führen diese zu ernsthaften Erkrankungen und können sogar Explosionen verursachen. Um solche Gefahren zu vermeiden, bietet joke Technology eine ausgefeilte Lösung: Im geschlossenen Arbeitsraum der ENESKApostprocess können 3D-Bauteile berührungslos und damit sicher nachbearbeitet werden. Die (laut Hersteller) in dieser Form einzigartige Arbeitsstation ‚Made in Germany‘ kann jetzt im Rahmen einer realitätsnahen 3D-Animation auf der Website des Unternehmens spielerisch ausgetestet werden. Live wird sie vom 18. bis 21. November 2025 auf der Formnext in Frankfurt (Halle 12.0, Stand D121) zu sehen sein.
Restpulver entfernen, die Substratplatte abtrennen, Oberflächen glätten oder das Finish vornehmen: Die Postprocessing-Arbeitsstation kann für unterschiedliche Schritte der Nachbearbeitung von 3D-Bauteilen zum Einsatz kommen. Die geschlossene Arbeitsstation des Experten für Oberflächenbearbeitung wurde bereits im Jahr 2019 erstmals auf der Formnext vorgestellt und im vorigen Jahr grundlegend weiterentwickelt. Sie verfügt über einen großzügigen Arbeitsraum von 560 Litern, in dem 3D-Bauteile bis 250 Kilogramm bearbeitet werden können. Dafür kann sie mit zahlreichen elektrischen und pneumatischen Werkzeugen ausgestattet werden – etwa zum Trennen, Schleifen oder Entgraten. „Es ist möglich, bis zu drei Mikromotoren und zwei pneumatische Geräte gleichzeitig anzuschließen“, sagt Max Fielenbach, Produktmanager bei joke Technology. „Das spart Rüstzeit und sorgt für effizientes Arbeiten.“
Berührungsloses Postprocessing bei allen Schritten – sicher und ergonomisch
Die Bearbeitung der Werkstücke erfolgt über abgedichtete Handeinlässe, die ins Innere der Station führen. Sie ermöglichen einen großen Bewegungsspielraum und unverkrampftes Arbeiten im Stehen oder Sitzen. Dabei bietet die vollverglaste vordere Hauptklappe einen optimalen Blick auf das Bauteil und die eigene Arbeit. Pulver und Stäube, die während der Bearbeitung anfallen, werden materialgerecht gefiltert und sicher zur Entsorgung eingesammelt. So wird schwerwiegenden Gesundheitsschäden wie etwa Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie der sogenannten Staublunge oder Hautreizungen vorgebeugt. Zudem werden je nach Material mögliche, potenziell lebensbedrohliche Staubexplosionen oder -verpuffungen vermieden. „Die ENESKApostprocess schützt Fachpersonal und Räumlichkeiten und macht Schutzkleidung und weitere Sicherheitsvorrichtungen überflüssig“, erklärt der Produktmanager.
Werkzeuge, Funktionen und Abläufe virtuell testen
Neues Tool auf der Website von joke Technology: Mit Hilfe einer 3D-Animation können Werkzeuge, Funktionen und Abläufe der ENESKApostprocess spielerisch virtuell ausgetestet werden.
(Bild: joke Technology)
Besucher der Formnext 2025 können sich am Messestand selbst ein Bild von der Arbeitsstation machen. Zusätzlich stellt das Unternehmen jetzt auf seiner Website unter www.joke-technology.com/eneskapostprocess ein modernes Tool bereit, um an jedem Ort und zu jeder Zeit die Anlage interaktiv kennenzulernen. Mit Hilfe einer 3D-Animation können Werkzeuge, Funktionen und Abläufe der Station dort spielerisch virtuell ausgetestet werden. „Die interaktive Anwendung führt in fünf verschiedenen Sprachen intuitiv durch das System und zeigt dabei per Klick zusätzliche Informationen oder Bedienhinweise an oder führt authentisch Funktionen aus“, erläutert Max Fielenbach. „Der Nutzer kann beispielsweise die auf eigenen Rollen fahrbare Absaug- und Filtereinheit im Rückraum der ENESKApostprocess näher betrachten, die Höhenverstellung und das Öffnen der oberen Klappe austesten und sogar die Nachbearbeitung eines 3D-Bauteils in verschiedenen Schritten realitätsnah durchspielen.“ Das Bauteil kann dabei auf dem virtuellen Drehteller bewegt und mit virtuellem Werkzeug bearbeitet werden. Daneben bietet der Hersteller Interessenten jetzt weltweit die Möglichkeit, sich die Postprocessing-Arbeitsstation in individuellen Sessions per Microsoft Teams zeigen zu lassen und dabei Fragen zu stellen. Und nach Vereinbarung ist auch ein Vor-Ort-Termin mit einem speziell ausgestatten Postprocess-Fahrzeug möglich.
Großes Portfolio für die Bearbeitung von 3D-Bauteilen
Die Spezialanlage ist laut eigenen Angaben weltweit einzigartig und das Unternehmen alleiniger Hersteller. Als europäischer Marktführer für Produkte zur Oberflächen-Feinbearbeitung führt das Unternehmen darüber hinaus eine sehr große Bandbreite weiterer Geräte, Werkzeuge und Arbeitsplatzeinrichtungen zur Bearbeitung von 3D-Bauteilen im Portfolio, die ebenfalls auf der diesjährigen Formnext zu sehen sein werden. Dazu zählen solche zum Entfernen von Stützstrukturen, Feil- und Meißelwerkzeuge sowie zahlreiche Werkzeuge aus den Bereichen Schleifen, Fräsen und Polieren. Auch die Steuergeräte, Motoren und Handstücke der ENESKAmicro-Reihe zeigt der Anbieter an seinem Messestand. In der aktuellen Version der Arbeitsstation ist eine komplette Steuereinheit ENESKAmicro für die Regelung von Mikromotoren und Handstücken serienmäßig integriert.
Stand: 16.12.2025
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