Besonders im produzierenden Umfeld stehen Unternehmen weiterhin vor großen Herausforderungen. Dank der Digitalisierung in der Materialwirtschaft und Intralogistik lassen sich Prozesse in Echtzeit und transaktionssicher abbilden, was optimierte Abläufe ermöglicht. Auch die auf Brandschutzlösungen und Feuerwehr-Fahrzeuge spezialisierte Albert Ziegler GmbH hat die Vorteile digitaler Intralogistikprozesse erkannt und eine mobile Datenerfassungslösung für die Produktions- und Materiallogistik integriert.
Die mobile Datenerfassungslösung ermöglicht effiziente und reibungslose Prozesse in der Materiallogistik und Produktion.
(Bild: Albert Ziegler)
Bei der Albert Ziegler GmbH sind schon seit einiger Zeit mobile Lösungen für die Intralogistik im SAP-Umfeld im Einsatz. Durch die kontinuierliche Weiterentwicklung interner Prozesse und aufgrund komplexerer Abläufe in Logistik und Produktion sind diese jedoch nicht mehr State-of-the-Art und mussten abgelöst werden. Der Großteil der Arbeitsabläufe im Bereich Material- und Produktionslogistik basierte bei Ziegler in der Vergangenheit auf papiergesteuerten Prozessen. Diese, beispielsweise in den Bereichen Wareneingang, Produktionsversorgung, Qualitätskontrolle, Kommissionierung oder auch Inventuraufnahme wurden handschriftlich erfasst und dann manuell in das SAP-System übertragen.
Zukunft der Materiallogistik
Der Leiter Logistik bei Ziegler berichtet: „Dieser Prozess war nicht nur sehr zeitaufwendig und umständlich, sondern auch sehr fehleranfällig. Wir wollten unsere Intralogistik modernisieren und ins 21. Jahrhundert bringen. Dafür suchten wir eine mobile Lösung, die die Abläufe effizienter und auch einfacher gestaltet.“ Zudem sollten mit einer neuen Lösung alle Abläufe im SAP-System automatisch erfasst werden, sodass die Vorgänge bei gleichzeitiger Reduktion von Erfassungsfehlern, Papierbedarf und Kosten zeitnah verbucht und dokumentiert werden können.
Oberstes Ziel beim Einsatz einer mobilen Lösung war es, alle Arbeitsabläufe in der Intralogistik zu vereinfachen und zu verschlanken sowie Medienbrüche zu eliminieren und dabei so gut wie ganz auf Papierdokumente zu verzichten. Damit einhergehend wollte Ziegler mit einer mobilen Lösung die Datenqualität durch Fehlerreduktion und eine bessere Transparenz bei eventuellen Eingabefehlern erhöhen. Auch wollte man bei Ziegler mit einer mobilen Lösung erreichen, dass Lauf- und Fahrwege reduziert werden und im Ergebnis eine Zeit- und somit Kostenersparnis erzielt wird.
Anforderungen an die neue Lösung
Eine der Grundvoraussetzungen an die neue mobile Lösung war es, dass diese komplett in das bestehende SAP-System (SAP ECC 6.0) integriert und die Module MM und WM über eine entsprechende Schnittstelle direkt angebunden werden können. Hardwareseitig sollte die neue Lösung Scanner von Zebra unterstützen, da diese bereits teilweise im Unternehmen im Einsatz waren. Ein besonderes Augenmerk legte die Logistik- und IT-Abteilung auf eine Offline-Funktion, damit die Mitarbeitenden auch bei fehlender WLAN-Abdeckung mit der mobilen Lösung ungestört und unterbrechungsfrei arbeiten können.
Weiterhin sollte die neue Lösung Funktionen für die Benutzer-, Druckersteuerung sowie zur Queue-Steuerung für die zu bearbeitenden Lageraufgaben und eine Fotofunktion umfassen. Eine Leitstandfunktion für den Lagerleitstand war ebenfalls gewünscht, um die Kommunikation zu vereinfachen, die Organisation von Aufträgen und Personal optimaler zu bewerkstelligen und eine Übersicht über die Kapazitäten zu erhalten.
Nach intensiver Recherche ist die Logistikleitung auf die mobile Logistik-Lösung von Membrain aufmerksam geworden. Dank des ganzheitlichen Digitalisierungsansatzes ermöglicht die Industrie-4.0-Plattform von Membrain inklusive zertifizierten Schnittstellen eine einfache Anbindung sämtlicher Systeme an SAP. Leistungsstarke Apps wurden dem Fachbereich für das tägliche mobile Arbeiten bereitgestellt. Diese gewährleisten optimierte, transaktionssichere und schnellere Abläufe und Prozesse. Die Lösung von Membrain hatte im Vergleich zu anderen Angeboten, die in der engeren Wahl waren, die größte Abdeckung bei unseren KO-Kriterien, so Ziegler.
Papierlose Materialbewegungen direkt in SAP
Für die mobile Datenerfassung hat sich Ziegler für den Industrie-Scanner MC3300 von Zebra entschieden. Dafür mussten lediglich die Lagerplätze mit Barcodes belabelt werden, denn die Label für das Material waren bereits für die Kommissionierung direkt aus SAP vorhanden. Ein Erfolgsfaktor des reibungslosen Go-Live der neuen Lösung waren kontinuierliche Testläufe. Doch mit Hilfe von Membrain und dem SAP-Partner All41 Steeb, der für Schnittstellenthemen am Projekt beteiligt war, wurde auch diese Herausforderung gemeistert. Live ging die neue Lösung Mitte 2022 und der Abschluss des Projektes erfolgte im Dezember 2022 mit der Inventur.
Mehr Produktivität im Bereich Materiallogistik und Produktion
Die nun digital und mobil abgebildeten Materialflüsse werden in Echtzeit direkt im führenden SAP-System (ECC 6.0) dokumentiert. Die Materialbewegungen werden per Scan mit den Industrie-Scanner von den Mitarbeitenden erfasst. Dabei melden sich die Mitarbeiter bei Schichtbeginn in der entsprechenden App an. „Die neue Lösung wurde von unserem Personal sehr gut angenommen. Sehr schnell wurde das Potenzial der neuen digitalen Lösung erkannt und verstanden, wie die tägliche Arbeit erleichtert und die Abläufe beschleunigt werden“, so der Logistikleiter bei Ziegler.
Stand: 16.12.2025
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Die Materialbewegungen werden per Scan mit Industrie-Scannern von Zebra erfasst.
(Bild: Albert Ziegler)
Da die Materialversorgung für die Produktion nicht Just-in-Time erfolgt, ist die Abbildung der Produktionsversorgung über einen „Puffer“ organisiert. Dieser dient dazu, Vorlaufzeiten beim Kommissionieren zu berücksichtigen. Sobald die Fertigung das Material benötigt, wird es vom Puffer abgerufen, über die Software den Ladungsträgern zugeordnet und der Produktion bereitgestellt. Die Buchung erfolgt per Scanner sicher und transparent. Mit der Lösung von Membrain wird somit die Kommissionierung nun erheblich sicherer gestaltet.
Insgesamt ist der administrative Bereich durch die Lösung erheblich leichter und übersichtlicher geworden und eventuelle Fehler sind einfacher zu prüfen. „Dadurch haben wir nun sehr viel weniger Reklamationen aus den Fachbereichen“. Auch konnte man bei Ziegler mit der digitalen Lösung eine erheblich Papiereinsparung erzielen. „Die Offline-Fähigkeit der Lösung haben wir ebenfalls getestet, und sie funktioniert einwandfrei. Doch bislang hat sich unser Netzwerk als sehr stabil erwiesen, so dass diese Funktion noch nicht zum Einsatz kommen musste“, so der Logistikverantwortliche bei Ziegler.
Digitalisierung ist ein kontinuierlicher Prozess
Künftig plant Ziegler weitere Prozesse der Logistik und Produktion mit der Membrain-Lösung zu automatisieren und das System entsprechend auszubauen. Derzeit wird beispielsweise an einer App für das Zurücklagern von Material und eine Warnfunktion im Wareneingang bei zu frühen Lieferungen gearbeitet. Auch der RF-Monitor wird demnächst durch zusätzliche Informationen ergänzt, um die Prozesse noch transparenter zu gestalten. Aktuell ist ein Upgrade auf SAP S/4HANA noch nicht geplant, wird aber zeitnah in Planung gehen. Bei allen zukünftigen Entwicklungen spielt die modulare und skalierbare IT-Architektur der Membrain-IoT-Plattform eine wichtige Rolle, denn sie ermöglicht es, neue Funktionen jederzeit zu implementieren. So wird die Digitalisierung bei Ziegler kontinuierlich vorangetrieben, um den Optimierungsgrad sämtlicher logistischen Abläufe und Prozesse künftig noch weiter zu erhöhen.
Der Autor Christian Jeske ist Marketing Director bei Membrain.