HMI-Handbediengerät Maschinen kabellos einrichten

Quelle: KEBA Industrial Automation GmbH 4 min Lesedauer

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Der Maschinenbauer Wöhler setzt bei neuen Anlagen auf kabellose Bedienkonzepte. Mit den Safe Wireless HMI-Panels von Keba lassen sich Maschinen flexibler und ergonomischer steuern.

KeTop Safe Wireless in der Praxis.(Bild:  KEBA)
KeTop Safe Wireless in der Praxis.
(Bild: KEBA)

Etwa drei Autostunden von Linz entfernt betreibt Wöhler einen Produktionsstandort, der auf die Entwicklung und Herstellung von Maschinen zur Optimierung der Bürstenfertigung spezialisiert ist. Bei der Suche nach einem Handbediengerät für diese Maschinen stieß das Wöhler-Team auf die Safe Wireless HMI-Panels von Keba. Das Team erkannte sofort, dass diese Produkte zwei wichtige Anforderungen erfüllten: Ergonomie (einfache Bedienung) und Sicherheit (kabellos).

Spezialmaschinen nicht mehr nur für die Muttergesellschaft 

Die Region um Pelhřimov, wo sich der Hauptsitz von Wöhler Bohemia befindet, ist seit jeher ein Wissenszentrum für die Herstellung von Bürsten aller Art – von Zahnbürsten über Pinsel bis hin zu Schornsteinfegerbesen. Die 1994 gegründete Wöhler Bohemia s.r.o. ist eine Tochtergesellschaft des 1932 gegründeten deutschen Unternehmens Wöhler. Seit mehr als 90 Jahren steht der Name Wöhler für Qualität und Innovation in den Bereichen Mess- und Prüftechnik, technische Bürsten und Spezialmaschinen zur Herstellung von Farbrollern und Pinseln.

Ursprünglich wurden nur Dienstleistungen und Lösungen für die Muttergesellschaft angeboten. Doch sowohl das Produktportfolio als auch die Anzahl der Märkte werden nun erweitert.

Direkte Zusammenarbeit mit Keba bescherte Vorteile

Brüder: Jan Markvart (li.) und CEO Ing. und Jaroslav Markvart.(Bild:  KEBA)
Brüder: Jan Markvart (li.) und CEO Ing. und Jaroslav Markvart.
(Bild: KEBA)

Bisher bezog Wöhler HMI-Geräte von Keba über einen anderen Anbieter, die mit dessen Logo versehen waren. Jaroslav Markvart, CEO Wöhler Bohemia, erklärt: „Wir mussten uns nach Alternativen umsehen, da unser bisheriger Anbieter die Keba-Produkte nicht mehr lieferte.“ Auf der Fachmesse automatica 2020 kam das Wöhler-Team mit Keba in Kontakt und entschied sich für eine direkte Zusammenarbeit. „Das war für uns von Vorteil. Wir haben das gesamte Produktportfolio kennengelernt und während dieser Gespräche auch das Safe-Wireless-Konzept von Keba entdeckt. Das war uns zuvor nicht bekannt.“

Warum ist Safe-Wireless-Technologie wichtig?

Für Wöhler ist die Flexibilität für den Bediener von großer Bedeutung. Die Ingenieure in Pelhřimov entwickeln derzeit eine neue Maschine mit einem Delta-Roboter. Bei der Inbetriebnahme eines neuen Produkts muss sich der Bediener frei in der Zelle bewegen können, um den Delta-Roboter über das HMI-Gerät einzurichten und zu programmieren und dabei die Stellen im Blick zu behalten, an denen Änderungen erforderlich sind. „Ein Kabel wäre eine echte Belastung für den Bediener, da es die Flexibilität einschränken und die Bewegungsfreiheit behindern würde“, erklärt Markvart.

Safe Wireless-Konzept als Zubehör für jede Maschine

Jan Markvart testet das KeTop Safe Wireless in der Produktion.(Bild:  KEBA)
Jan Markvart testet das KeTop Safe Wireless in der Produktion.
(Bild: KEBA)

Das Safe Wireless-Konzept von Keba hat das Wöhler-Team voll und ganz überzeugt. Markvart sagt: „Die Vorteile des Safe Wireless-Konzepts liegen auf der Hand. Wir werden es als Option, quasi als Zubehör, für jede Maschine anbieten. Wir bieten ausschließlich HMIs von Keba an, keine Produkte anderer Marken. Das Safe Wireless-Panel hat gute Chancen, sich als neuer Standard durchzusetzen.“ Keba hat für seinen Anwendungsfall eine einzigartige Position und ein einzigartiges Produkt. „Kein anderer Anbieter kann eine Lösung liefern, die so einfach zu installieren und zu bedienen ist und zudem über ein sicheres Wireless-Konzept verfügt. Als wir das erste HMI erhielten, mussten wir lediglich den Strom anschließen, die IP-Adresse einrichten und die Visualisierung auf dem HMI konfigurieren – schon war es betriebsbereit. Das nennen wir einfach zu bedienen.“ Auch die Anpassungsmöglichkeit, mit der sich die KeTop-Panels von Keba an das Corporate Design, das Branding und die funktionalen Anforderungen eines Unternehmens anpassen lassen, wird als bedeutender Vorteil angesehen, wenngleich sie für Wöhler, der in der Regel Einzelmaschinen oder kleine Stückzahlen anbietet, keine oberste Priorität hat. „Damit dies attraktiv wird, braucht man andere Stückzahlen. Das könnte zu unserer zukünftigen Strategie passen, wenn wir unsere Produktpalette weiterentwickeln“, fügt Markvart hinzu.

Ein Kabel wäre eine echte Belastung für den Bediener, da es die Flexibilität einschränken und die Bewegungsfreiheit behindern würde.

Jaroslav Markvart

Fast jede Maschine ein Unikat

Für Wöhler ist die Flexibilität für den Bediener von großer Bedeutung.(Bild:  KEBA)
Für Wöhler ist die Flexibilität für den Bediener von großer Bedeutung.
(Bild: KEBA)

Und tatsächlich plant Wöhler, das Geschäft weiter auszubauen. „Die aktuellen Markttrends zwingen uns dazu“, erklärt Markvart. Wöhler Bohemia sieht sich einem starken Wettbewerb durch chinesische Hersteller ausgesetzt. Markvart ergänzt: „Der Preisunterschied beträgt etwa 30 %, ich bin mir jedoch sicher, dass der Qualitätsunterschied darunter liegt. Hier haben wir also eine Lücke, auf die wir mit neuen Produkten und Innovationen reagieren müssen.“ Ein großer Vorteil von Wöhler ist dabei die Möglichkeit, hochgradig kundenspezifische Maschinen anzubieten – fast jede Maschine wird zu einem Unikat.

Mit kleineren Maschinen neue Märkte erschließen

Ein weiterer Markttrend ist, dass Unternehmen derzeit bei ihren Kaufentscheidungen sehr vorsichtig sind. „Die Maschinen und Lösungen von Wöhler sind für große Volumina und hohe Durchsätze ausgelegt und auf die Bedürfnisse der Zulieferer der Bauindustrie zugeschnitten. Hier werden Projekte auf Eis gelegt oder verschoben, was die Planung sehr erschwert“, sagt Markvart. „Deshalb erweitern wir unser Portfolio um kleinere Maschinen mit weniger komplexen Konstruktionen und Technologien und erschließen gleichzeitig neue Märkte.“ Wöhler steht hier vor einer echten Herausforderung, da die Kunden die Qualitätsanforderungen an die Bürsten sowie die zu erreichenden Maschinenzykluszeiten selbst festlegen. Markvart ergänzt: „Es ist unsere Aufgabe, dies auf möglichst intelligente Weise zu lösen.“

Markvart sieht darüber hinaus auch in der Bereitstellung von Automatisierungs- und Montagelösungen für andere Branchen ein erhebliches Potenzial. Dabei stützt er sich auf die umfassende Erfahrung von Wöhler im Maschinenbau und in der Prozessoptimierung. Die Integration von Robotik ist ebenfalls Teil der Wachstumsstrategie.

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