IFS hat auf der Connect DACH 2026 in München eine KI-gestützte Logistics-Intelligence-Plattform angekündigt. IFS.ai Logistics wurde speziell für Unternehmen mit komplexen Netzwerken bei der Lieferkette entwickelt und erweitert den Einsatz von industrieller KI auf den Transport von Materialien und Gütern.
Die Einführung von IFS.ai Logistics setzt die Expansion von IFS-Lösungen über die Lieferkette fort.
(Bild: IFS)
Die neue Plattform IFS.ai Logistics soll die IFS Cloud um eine Schicht für logistische Intelligenz ergänzen, die operative Entscheidungen mit ihren finanziellen Ergebnissen über die gesamte Lieferkette hinweg verknüpft. Die Lösung baut auf der Technologie des 2025 von IFS erworbenen Unternehmens 7bridges auf und bietet einen geschlossenen operativen Kreislauf, der Transportplanung, automatisierte Ausführung, Fracht-Audit, Kostenkontrolle und kontinuierliche Netzwerkoptimierung umfasst. Sie läuft nativ in der IFS Cloud neben deren Lösungen für Enterprise Asset Management, Field Service Management, Enterprise Resource Planning und Supply Chain Management und ist auch mit Plattformen von Drittanbietern kompatibel. Das vereinfacht die Einführung für Unternehmen, die komplexe Multisystem-Umgebungen betreiben.
Lieferkette: Kostspielige blinde Flecken in der Logistik überwinden
IFS.ai Logistics wurde erstmals auf der IFS Connect DACH am 10. März 2026 in München vorgestellt.
(Bild: Stefan Girschner)
Unternehmen geben heute fünf bis zehn Prozent ihres Umsatzes für Transport aus, doch die Logistik ist einer der am schwierigsten zu kontrollierenden Kostenfaktoren. Die erforderlichen Daten sind oft über verschiedene Spediteure, Regionen, Altsysteme und Tabellenkalkulationen verteilt. Teams im Logistikbereich können deshalb nicht aktiv agieren und viele Informationen aus der Lieferkette nicht nutzen, weil sie sie entweder gar nicht sehen, ihnen nicht vertrauen oder sie nicht vergleichen können.
Für große Industrieunternehmen und Logistikdienstleister kann eine Ineffizienz von einem Prozent bei den Frachtkosten jedes Jahr vermeidbare Kosten in Höhe von mehreren zehn oder hundert Millionen Euro bedeuten. Angesichts eines Markts, der heute ein Volumen von über acht Billionen Euro hat und innerhalb eines Jahrzehnts voraussichtlich über 17 Billionen Euro erreichen wird, benötigt die Branche eine strukturelle Transformation und keine schrittweise Automatisierung. Die neue Plattform IFS.ai Logistics soll dieses Problem mit vier wichtigen Funktionen beheben:
Die KI-gesteuerte Transportplanung und Auswahl von Spediteuren ersetzt manuelle Entscheidungen durch intelligente Optimierung über verschiedene Verkehrsträger, Etappen und Handelswege hinweg.
Die automatisierte Ausführung ohne manuellen Eingriff eliminiert Buchungsfehler und operative Gemeinkosten durch Echtzeit-Transparenz über die Sendungen und eine intelligente Ausnahmebehandlung.
Die finanzabteilungstaugliche Frachtaudit-Engine validiert jede Rechnung auf Einzelpostenebene, nimmt eine automatisierte Kontierung auf Sachkonten vor, deckt Abrechnungsdiskrepanzen auf und verwaltet Streitfall-Workflows.
Eine Schicht für Netzwerkintelligenz und Simulation ermöglicht die kontinuierliche Modellierung von Was-wäre-wenn-Szenarien: von der Spediteurstrategie und Kostenprognose bis hin zur Emissionsplanung und Beschaffungskonsolidierung.
All diesen Funktionen liegt ein logistikspezifisches Datenmodell zugrunde, das fragmentierte Transportdaten standardisiert, harmonisiert und in einer einzigen Intelligenz-Schicht zusammenführt. Dadurch steht eine zentrale, ganzheitliche und vertrauenswürdige Quelle für Berichte, Prognosen und die kontinuierliche Optimierung des Netzwerks zur Verfügung.
Logistik – ein großer Kostenfaktor für die Industrie
Philip Ashton, President von IFS.ai Logistics, erklärt: „Die Logistik ist einer der größten Kostenfaktoren der weltweiten Industriebranche. Gleichzeitig ist sie sehr oft von Störungen betroffen und kann von Unternehmen nur schlecht gesteuert werden. Die Folgen zeigen sich unmittelbar im EBITDA. In den letzten fünf Jahren haben wir gesehen, dass der breite Einsatz von KI direkt in den Logistikabläufen eines Unternehmens innerhalb weniger Wochen dazu beitragen kann, Margen zu sichern, die Zuverlässigkeit der Dienstleistungen zu verbessern und die operative Agilität zu steigern. Mit IFS.ai Logistics bieten wir Unternehmen eine KI-gestützte Plattform, die den Kreis zwischen jeder operativen Logistikentscheidung und ihren finanziellen Konsequenzen schließt. Das ist industrielle KI, die dort eingesetzt wird, wo sie am wertvollsten ist.“
Die Logistik ist einer der größten Kostenfaktoren der weltweiten Industriebranche. Gleichzeitig ist sie sehr oft von Störungen betroffen und kann von Unternehmen nur schlecht gesteuert werden.
Philip Ashton, IFS.ai Logistics
Die Einführung von IFS.ai Logistics führt die kontinuierliche Expansion der Lösungen von IFS über die Lieferkette fort. Neben IFS Softeon für Lagerverwaltung und Auftragsabwicklung führt IFS.ai Logistics eine Intelligenzschicht ein, die wichtige Bereiche der Lieferkette, wie Transportplanung, automatisierte Ausführung, Frachtaudit und Netzwerkoptimierung miteinander verbindet. Zusammen helfen die beiden Lösungen Unternehmen dabei, einen besser vernetzten Material- und Warenfluss vom Lagerbetrieb bis zur endgültigen Lieferung zu schaffen. Dadurch können sie fundierte Entscheidungen in Bezug auf Lagerbestand, Auftragsabwicklung, die Auswahl von Spediteuren, die Transportdurchführung und das Frachtkostenmanagement treffen.
Lieferkette: IFS.ai Logistics schließt Marktlücke bei Software
Keith Kirkpatrick, VP & Research Director bei The Futurum Group, kommentiert: „Die Untersuchungen von Futurum zeigen, dass fast die Hälfte der Entscheidungsträger in Unternehmen den Einsatz von agentenbasierter KI im Lieferkettenmanagement plant und dass das Segment der Software für die Lieferkette bis 2031 ein zweistelliges jährliches Wachstum verzeichnen wird. Dennoch wird die aktuelle Anbieterlandschaft nach wie vor von älteren Planungs- und Ausführungs-Tools dominiert, die nie für KI-native Intelligenz konzipiert wurden. IFS.ai Logistics schließt eine echte Marktlücke und vereint KI für die Planung, Ausführung, Prüfung und Optimierung des Transports in einem geschlossenen Kreislauf auf einer einzigen Plattform. Für Industrieunternehmen, die fünf bis zehn Prozent ihres Umsatzes für Fracht und Transport ausgeben, hat die Möglichkeit, jede logistische Entscheidung mit ihren finanziellen Konsequenzen zu verknüpfen, eine transformative Kraft.“
Stand: 16.12.2025
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