Preisgekrönter Lackapplikator Lackieren: ABB realisiert filigrane Designs für den Maybach

Quelle: ABB 3 min Lesedauer

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Mit über 1.000 Düsen erlaubt die PixelPaint-Technologie von ABB das automatisierte Lackieren filigraner Designs im Mercedes-Benz Werk in Sindelfingen.

Zunächst kommt die Lösung für die Mercedes-Maybach SL 680 Monogram Series zum Einsatz. Die obsidianschwarze Haube des Modells ist auf Kundenwunsch mit einem filigranen Maybach-Muster erhältlich.(Bild:  ABB)
Zunächst kommt die Lösung für die Mercedes-Maybach SL 680 Monogram Series zum Einsatz. Die obsidianschwarze Haube des Modells ist auf Kundenwunsch mit einem filigranen Maybach-Muster erhältlich.
(Bild: ABB)

Die PixelPaint-Technologie von ABB kommt in Sindelfingen ergänzend zu den herkömmlichen Lackierprozessen eingesetzt. Die nachhaltige und ressourcenschonende Technologie ist seit 2025 im Einsatz und ermöglicht dem Hersteller die Entwicklung neuer personalisierter Optionen für seine exklusivsten Modelle.

Ähnlich wie ein Tintenstrahldrucker

„PixelPaint nutzt einen preisgekrönten Lackapplikator, der ähnlich wie ein Tintenstrahldrucker arbeitet und sowohl große farbige Flächen als auch kleinste Details mit höchster Präzision lackieren kann“, sagt Jörg Reger, Leiter der Business Line Automotive bei ABB Robotics. „In einem gänzlich automatisierten Prozess, der kein manuelles Eingreifen erfordert, eröffnet die Technologie neue Möglichkeiten für Fahrzeughersteller, die dem zunehmenden Wunsch der Kunden nach mehr Personalisierung begegnen und gleichzeitig ihre Emissionen senken möchten. Wir freuen uns, dass wir Mercedes-Benz dabei helfen konnten, diese außergewöhnlichen Design-Visionen zu verwirklichen.“

Mehr als 1000 einzeln gesteuerte Düsen lackieren mit hoher Wiederholgenauigkeit

Dr. Julia Schuchardt, Leiterin Verfahrensentwicklung, Beschichtungstechnik und Korrosionsschutz, Mercedes-Benz AG, Jörg Reger, Leiter der Business Line Automotive, ABB Robotics.(Bild:  ABB)
Dr. Julia Schuchardt, Leiterin Verfahrensentwicklung, Beschichtungstechnik und Korrosionsschutz, Mercedes-Benz AG, Jörg Reger, Leiter der Business Line Automotive, ABB Robotics.
(Bild: ABB)

PixelPaint besteht aus einem Lackapplikator mit über 1.000 winzigen, einzeln gesteuerten Düsen. Er kann an einem ABB-Roboter wie dem Lackierroboter IRB 5500 angebracht werden. In Kombination mit dem 3D-Bildverarbeitungssystem von ABB und koordiniert von der Simulations- und Programmiersoftware ABB RobotStudio bewegt sich der Applikator eng an der Fahrzeugkarosserie entlang, um sicherzustellen, dass 100 Prozent des Lacks aufgetragen werden, ohne dass Overspray oder überschüssiger Lacknebel entsteht. Dadurch ist kein aufwändiges Maskieren und wiederholtes Durchlaufen der Lackierstraße erforderlich. Es entsteht kein Abfall, Umweltbelastungen werden reduziert und die Emissionen insgesamt gesenkt.

Hohe Wiederholgenauigkeit durch 3D-Bildverarbeitungssystem 

Die Technologie ist in der Lage, selbst hochkomplexe Designs mit unübertroffener Präzision umzusetzen. Gleichzeitig sorgt das 3D-Bildverarbeitungssystem von ABB für eine hohe Wiederholgenauigkeit. So ist sichergestellt, dass jedes lackierte Karosserieteil dem anderen gleicht.

„Mit PixelPaint setzen wir neue Maßstäbe in der Lackiertechnik“, sagt Arno van der Merwe, Leiter der Produktionsplanung bei der Mercedes-Benz AG. „Das Zusammenbringen von höchster Designqualität und Präzision mit innovativen technischen Lösungen ist ein Meilenstein für die Lackierung unserer Topmodelle im Werk Sindelfingen. Diese zukunftsweisende Technologie hebt uns bei den individuellen Lackierungen auf ein neues Level, denn sie ermöglicht exklusive Produktergebnisse für unsere anspruchsvollen Kunden.“

Erster Einsatz für die Mercedes-Maybach SL 680 Monogram Series

PixelPaint besteht aus einem Lackapplikator mit über 1.000 einzeln gesteuerten Düsen. Der Applikator bewegt sich eng an der Fahrzeugkarosserie entlang, um sicherzustellen, dass 100 Prozent des Lacks aufgetragen werden, ohne dass Overspray oder überschüssiger Lacknebel entsteht.(Bild:  ABB)
PixelPaint besteht aus einem Lackapplikator mit über 1.000 einzeln gesteuerten Düsen. Der Applikator bewegt sich eng an der Fahrzeugkarosserie entlang, um sicherzustellen, dass 100 Prozent des Lacks aufgetragen werden, ohne dass Overspray oder überschüssiger Lacknebel entsteht.
(Bild: ABB)

Zuerst wird Mercedes-Benz die PixelPaint-Technologie für die Mercedes-Maybach SL 680 Monogram Series nutzen. Um dem Modell noch mehr Exklusivität zu verleihen, ist die obsidianschwarze Haube auf Wunsch mit einem filigranen Maybach-Muster in kontrastierendem Graphitgrau erhältlich. Dieses außergewöhnliche Design ließe sich mit einem herkömmlichen Prozess nicht realisieren.

„Den Erfolg dieses Projekts haben wir der engen Zusammenarbeit zwischen ABB, dem Qualitätslack-Lieferanten PPG und dem Projektteam von Mercedes-Benz zu verdanken“, betont Dr. Julia Schuchardt, Leiterin Verfahrensentwicklung, Beschichtungstechnik und Korrosionsschutz bei der Mercedes-Benz AG. „Mit Blick auf die Zukunft arbeiten wir bereits an der Weiterentwicklung der Anwendung, um unseren Kunden mehr Farbkombinationen und Motive anbieten zu können.“

Das letzte Puzzleteil in der Digitalisierung der Automobilherstellung

Enge Zusammenarbeit: Arno van der Merwe, Leiter der Produktionsplanung, Mercedes-Benz AG, Dr. Julia Schuchardt, Leiterin Verfahrensentwicklung, Beschichtungstechnik und Korrosionsschutz, Mercedes-Benz AG, Jörg Reger, Leiter der Business Line Automotive, ABB Robotics.(Bild:  ABB)
Enge Zusammenarbeit: Arno van der Merwe, Leiter der Produktionsplanung, Mercedes-Benz AG, Dr. Julia Schuchardt, Leiterin Verfahrensentwicklung, Beschichtungstechnik und Korrosionsschutz, Mercedes-Benz AG, Jörg Reger, Leiter der Business Line Automotive, ABB Robotics.
(Bild: ABB)

PixelPaint ist nur ein Beispiel dafür, wie intelligente Technologien von ABB den Lackiervorgang transformieren und das letzte Puzzleteil in der Digitalisierung der Automobilherstellung komplettieren. Mit Lösungen wie dem digitalfähigen Lackzerstäuber RB1000i-S – der einen Auftragswirkungsgrad von bis zu 99 Prozent erreicht und so den Lack- und Materialverbrauch senkt – hilft ABB den Herstellern dabei, nachhaltiger, effizienter und wettbewerbsfähiger zu werden.

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