RFID-Technologie Kick-Start für den DPP

Von Dominik Steickert 3 min Lesedauer

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Der Digitale Produktpass (DPP) wird in der EU bald verpflichtend. Das RFID-Konsortium zeigt, wie Unternehmen die Vorgabe nicht als bürokratische Last, sondern als strategischen Vorteil nutzen können und liefert mit seinem „DPP-KickStart“-Paket auf Basis von RFID-Technologie einen praxisnahen Einstieg.

Eine frühzeitige Auseinandersetzung mit dem DPP ist entscheidend.(Bild:  © AminaDesign/stock.adobe.com (generiert mit KI))
Eine frühzeitige Auseinandersetzung mit dem DPP ist entscheidend.
(Bild: © AminaDesign/stock.adobe.com (generiert mit KI))

Der DPP bildet den kompletten Lebenszyklus eines Produktes - von der Fertigung bis zum Recyclingprozess - in Form eines „digitalen Ausweises“ ab. Hierfür muss ein Digitaler Zwilling erstellt werden, der eine Reihe von Daten speichert, die von der EU vorgeschrieben sind. Dazu gehören unter anderem Materialzusammensetzung, Reparierbarkeit, CO2-Fußabdruck, Konformitätsnachweise (CE, RoHs), Produktlebensdauer, Sicherheitshinweise und Entsorgung. „Viele Unternehmen empfinden die Einführung des DPP zunächst als bürokratische Hürde. Wir zeigen ihnen, wie sie daraus echten Mehrwert generieren: durchgängige Digitalisierung, höhere Transparenz und eine gestärkte Wettbewerbsfähigkeit“, sagt Thomas Heijnen, verantwortlich für Marketing und Vertrieb beim RFID Konsortium. „Wer früh beginnt, verschafft sich einen Vorsprung, technologisch und strategisch.“

RFID-Technologie: Digitale Zwillinge aus der Praxis

Die Akteure: Endverbraucher, Reparaturservices, Abfallwirtschaft, Rohstofflieferanten, Produzenten und der Handel liefern Daten für DDP bzw. haben Informationsbedarf, der durch den DDP erfüllt wird.(Bild:  RFID Konsortium GmbH)
Die Akteure: Endverbraucher, Reparaturservices, Abfallwirtschaft, Rohstofflieferanten, Produzenten und der Handel liefern Daten für DDP bzw. haben Informationsbedarf, der durch den DDP erfüllt wird.
(Bild: RFID Konsortium GmbH)

Das RFID-Konsortium unterstützt Unternehmen seit vielen Jahren bei der digitalen Kennzeichnung ihrer Produkte mittels RFID – und damit bei der Erstellung Digitaler Zwillinge. Die Technologie ermöglicht eine automatisierte und gesetzeskonforme Erfassung relevanter Produktdaten direkt am Ort der Entstehung, etwa in der Fertigung. Über RFID-Tags (Transponder oder Etiketten) erhält jedes Produkt eine eindeutige ID, die seine Nachverfolgung über den gesamten Lebenszyklus hinweg gewährleistet. Diese Produkt ID verknüpft alle erfassten Informationen und macht sie auch bei dezentraler Speicherung jederzeit klar zuordenbar. Über stationäre oder mobile RFID-Leseeinheiten erfasste Daten lassen sich mittels standardisierter Schnittstellen direkt in Fertigungs- und Produktdatenbanken übertragen. So entsteht ein vollständiger Digitaler Zwilling, mit dem sich sämtliche Anforderungen der EU an den Digitalen Produktpass zuverlässig abbilden lassen, einschließlich Rückverfolgbarkeit, Produktionsdaten und wichtiger produktspezifischer Informationen wie Materialzusammensetzung, Fertigungsdetails oder eingesetzte Komponenten.

KickStart: In vier Monaten zum ersten DPP

Der DPP liefert alle Produktinformationen digital auf einen Blick. (Bild:  RFID Konsortium GmbH)
Der DPP liefert alle Produktinformationen digital auf einen Blick.
(Bild: RFID Konsortium GmbH)

Mit dem DPP-KickStart-Paket bietet das RFID Konsortium einen strukturierten Einstieg: Innerhalb von vier Monaten wird für ein individuell ausgewähltes Produkt der digitale Produkt Pass exemplarisch in einem Pilotprojekt definiert, inklusive Analyse, Beratung, Technologiekonzept und dessen spätere Umsetzungs-Roadmap gemäß EU-Vorgaben. Das Ziel: Unternehmen erhalten einen realistischen Einblick, wie die vollständige Einführung des DPP in ihrem gesamten Produktportfolio gelingen kann.Dazu Thomas Heijnen: „Klar ist: Die Einführung des DPP ist kein „nice-to-have“, sondern absehbare Pflicht. Bei Nichterfüllung drohen Sanktionen durch die EU. Gleichzeitig bietet der DPP die Chance, Prozesse zu digitalisieren, ökologische Transparenz zu schaffen und Kundenbedürfnisse nach mehr Nachhaltigkeit aktiv zu adressieren. Das RFID Konsortium ist der Partner an der Seite von Unternehmen, die diesen Wandel aktiv gestalten wollen."

Vom Pflichtprogramm zum Wettbewerbsvorteil

Unternehmen können die vermeintliche Pflichtübung, auferlegt durch die EU, als Chance für das eigene Geschäft begreifen. Allen voran die „Automatisierung“ interner Prozesse. Der digitale Zwilling beschleunigt Abläufe, macht sie fehlerfreier und effizienter. Knappen und kostbaren Ressourcen mit dem Konzept des „Repair, Reuse, Recycle“ zu begegnen, liefert Daten zur nachhaltigen Wiederverwendung und zur Reduktion von CO2-Emissionen. Daraus ergeben sich wiederum neue Geschäftsmodelle wie Reparaturservices oder „Share and Rent“.  

Der DPP macht Produkte in ihrem ökologischen Fußabdruck für zunehmend kritische Verbraucher vergleichbar und eröffnet neue Möglichkeiten für Kundenbindung. Die mit dem DPP gewonnenen Daten sind gleichzeitig wertvolle Insights für Produktstrategie und Weiterentwicklung. RFID ist somit eine geeignete Technologie, um die Anforderungen der DPP-Verordnung zu erfüllen und gleichzeitig Mehrwert für Intralogistik, Fertigung und Lieferkette zu schaffen.  

Dominik Steickert ist Entwicklungsleiter bei der RFID Konsortium GmbH.

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