Trends  KI in der Robotik: IFR veröffentlicht Positionspapier 

Quelle: IFR 3 min Lesedauer

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Eine neue Generation KI-gestützter Roboter verlässt aktuell die Forschungslabors. Die International Federation of Robotics hat dazu ein Positionspapier veröffentlicht.

Sechs Schlüsseltechnologien, die KI nachhaltig verändern wird.(Bild:  IFR)
Sechs Schlüsseltechnologien, die KI nachhaltig verändern wird.
(Bild: IFR)

Für die neue Generation KI-gestützter Roboter, die derzeit den Schritt aus den Forschungslaboren in die Praxis vollzieht, prognostizieren Technologieunternehmen und Analysten einen künftigen Marktwert in Billionenhöhe. Ziel ist es, künstlicher Intelligenz eine physische Gestalt zu verleihen. Die International Federation of Robotics (IFR) hat hierzu ein neues Positionspapier veröffentlicht, das Trends, Herausforderungen und kommerzielle Anwendungen von „KI in der Robotik“ beleuchtet.

„KI verändert die Robotik rasant“, sagt Takayuki Ito, Präsident der International Federation of Robotics. „Mit der Integration von KI in die Robotik lassen sich Fähigkeiten verbessern, Effizienzen steigern und Anpassungsfähigkeit erhöhen. Diese Entwicklung verwandelt KI von einer unterstützenden Technologie in einen leistungsstarken Wegbereiter und öffnet damit Türen für einen breiteren Einsatz von Robotik über alle Branchen hinweg.“

Schlüsselbranchen für KI-gestützte Roboter

Derzeit gibt es mehrere Schlüsselbranchen, die bei der Integration von KI und Robotik eine Vorreiterrolle einnehmen:  

Logistik- und Lagerhaltung werden häufig als führender Bereich genannt. Dies ist auf die hohe Nachfrage, verfügbare Investitionen und relativ kontrollierbare Umgebungen zurückzuführen. Zu den Anwendungsbereichen gehören Logistik, Lagerhaltung und Intralogistik sowie die weitere Lieferkette. Aufgrund seiner Widerstandsfähigkeit und seines Wachstumspotenzials zieht der Sektor verstärkte Aufmerksamkeit auf sich.  

Die Fertigungs- und Industrieautomation bildet einen weiteren Investitionsschwerpunkt: Da Unternehmen bestrebt sind, ihre Abläufe zu rationalisieren und die Produktionsqualität zu verbessern, spielen KI und Robotik eine immer zentralere Rolle in modernen Fertigungsstrategien. Der Sektor umfasst eine Vielzahl von Branchen wie die Automobilindustrie, die Elektronikindustrie und allgemeine Industriezweige wie die Pharmaindustrie. Schwerpunkte liegen auf hochqualifizierten Produktionsprozessen, Fabrikautomatisierungssystemen und präzisen Montageaufgaben.  

Der Dienstleistungssektor gehört ebenfalls zu den führenden Kundenbranchen, die KI und Robotik einsetzen. KI unterstützt hier unter anderem die Mensch-Roboter-Interaktion, ermöglicht unter anderem eine natürliche Kommunikation und macht die Roboter personalisierter und benutzerfreundlicher. Die Nachfrage wird von steigenden Kosten und den Arbeitskräftemangel getrieben. Das gilt insbesondere in Bereichen, in denen nach der Pandemie offene Stellen nicht mehr besetzt werden können. Restaurantbetriebe experimentieren zum Beispiel mit Roboter-Kellnern und Küchenassistenzrobotern. Die Zukunft liegt in hybriden Modellen, bei denen Roboter repetitive Aufgaben übernehmen und Menschen für die persönliche Ansprache sorgen.

Neue Vision für KI in der Robotik

Roboter- und Chiphersteller investieren derzeit verstärkt in spezielle Hard- und Software, die reale Umgebungen simulieren. Diese sogenannte „physische KI“ ermöglicht es Robotern, sich in virtuellen Umgebungen selbst zu trainieren und anhand ihrer Erfahrungen zu agieren, anstatt für Einzelaufgaben programmiert zu werden. Die Begeisterung für diese „Embodied AI“ hat das Interesse großer Technologieunternehmen und Regierungen auf der ganzen Welt auf sich gezogen.  

In den USA kündigten Unternehmen wie Amazon, Tesla und Nvidia Rekordinvestitionen an. Das Risikokapital fließt in ein wachsendes Ökosystem von Start-ups, die sich auf spezialisierte Roboteranwendungen konzentrieren. In Europa unterzeichnete ABB jüngst eine Vereinbarung zur Veräußerung seines Robotikbereichs an die japanische SoftBank Group. Mit dem Zusammenschluss sollen die Kompetenzen im KI-Bereich von ABB Robotics mit denen von SoftBank gebündelt werden. In China kündigte das Ministerium für Industrie und Informationstechnologie (MIIT) einen speziellen Aktionsplan zur Beschleunigung der „Embodied AI“ an und hat diese als „Zukunftsindustrie“ eingestuft, die für Chinas wirtschaftliche Transformation von entscheidender Bedeutung sein soll.

Ausblick: Schnellerer ROI durch KI erwartet 

In den kommenden fünf bis zehn Jahren wird KI voraussichtlich in verschiedenen Robotikanwendungen breit eingesetzt werden. Durch Effizienzsteigerung, Fehlerreduktion und Senkung von Wartungskosten, verspricht es Unternehmen im Vergleich zu Nicht-KI-Systemen oft einen schnelleren Return on Investment (ROI).

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Das IFR-Positionspapier “AI in Robotics” kann in englischer Sprache hier kostenfrei heruntergeladen werden.