KI-basiertes Bedienerassistenzsystem im Wertstoffkreislauf Papier

Verantwortlicher Redakteur:in: Rainer Trummer 1 min Lesedauer

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Mit 3,2 Millionen Euro unterstützt das Bundesministerium für Wirtschaft das Projekt „KIBAPap“. Entwickelt wird ein KI-basiertes Bedienerassistenzsystem im Wertstoffkreislauf Papier. In dem Projekt der Hochschule München (HM) werden Beiträge zur Digitalisierung des Wertstoffkreislaufes Papier, zur Erhöhung der Effizienz der Produktionsprozesse und der signifikanten Einsparung von Ressourcen erarbeitet.

(Quelle:  Leipa Group)
(Quelle: Leipa Group)

Die Ressourcen- und Energieintensität der Prozessindustrie in Deutschland erfordert in den nächsten Jahren entscheidende Innovationssprünge. Das betrifft sowohl den ökologischen Fußabdruck als auch die Produktionseffizienz. In diesem Sinne hat Deutschlands Papier-Industrie mit der kontinuierlichen Steigerung der Altpapier-Einsatzquote in den letzten Jahren sehr große Erfolge in der Nachhaltigkeit erzielt. Dennoch bleibt die Herstellung von Recyclingpapier – mit Altpapier als wichtigstem Rohstoff – ein sehr ressourcenintensiver Prozess.

Von Seiten der HM wird das Projekt von Prof. Dr. Jürgen Belle aus der Studienrichtung Material Science and Product Design geleitet. „Uns geht es vor allem um die Verknüpfung von Expertenwissen mit Online- und Labordaten zur Simulation und Optimierung des Wertstoffkreislaufs Papier“, erläutert Belle. Ziel ist die sichere Skalierbarkeit eines KI-basierten Assistenzsystems für Bedienende einer Papier-Maschine. Dies soll mit umfangreichen Versuchen an der Papiermaschine, Gesprächen mit den Maschinenbedienenden sowie ergänzenden Laboruntersuchungen erreicht werden.

Konsortium aus Papier-Industrie und Forschung

An dem dreijährigen Projekt sind die Hochschule München, Veolia Umweltservice, die Unis Siegen und Aachen, Leipa Group, Fraunhofer-Institute sowie Propakma und Consultingtalents beteiligt. Die Nachhaltigkeit der deutschen Kreislaufwirtschaft im Bereich Papier wird mit dem Projekt deutlich gestärkt. Zudem erlaubt sie umfassende Prozess- und Produktinnovationen, die die Krisenstabilität von Deutschland fördern.

Vorbild Papier-Industrie

„Wir haben ein Interesse daran, weiterhin eine starke Grundstoffindustrie in Deutschland zu haben. Deshalb unterstützen wir diese Initiative. Die Papierindustrie ist ein Aushängeschild für Circular Economy.“ Das sagte Michael Kellner, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, bei der Übergabe der Förderbewilligung. Das Projekt trage dazu bei, Kosten zu sparen, aber auch mit natürlichen Ressourcen schonender umzugehen.

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