Konsortium aus Wissenschaft und Industrie Carbon-Footprint-Trackingsystem verringert CO2-Emmissionen

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Die Reduktion von CO2-Emmissionen ist eine große Herausforderung für die Industrie. Nun haben im it’s OWL-Projekt Partner aus Wissenschaft und Industrie ein Carbon-Footprint-Trackingsystem entwickelt.

Auf dem Weg zur Klimaneutralität bedarf es einer ganzheitlichen Herangehensweise, die eine präzise Bewertung der Treibhausgasemissionen gewährleistet. (Bild:  © NicoElNino/stock.adobe.com)
Auf dem Weg zur Klimaneutralität bedarf es einer ganzheitlichen Herangehensweise, die eine präzise Bewertung der Treibhausgasemissionen gewährleistet.
(Bild: © NicoElNino/stock.adobe.com)

Maßnahmen zum Klimaschutz, die die gesamte Wertschöpfungskette abdecken, sind mit hohen Kosten verbunden. Weil Produktions-, Energie- und Informationstechnik aufeinander abgestimmt werden müssen, kommt es zu Wechselwirkungen, die sich auf die Identifikation und den Preis der Maßnahmen auswirken. Im it’s OWL-Projekt „Climate bOWL“ („Climate neutral Business in Ostwestfalen-Lippe“) haben Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft jetzt ein intelligentes Assistenzsystem zur Reduktion von CO2-Emmissionen entwickelt. Das Forschungsprojekt mit einem Gesamtvolumen von rund 3,16 Millionen Euro wurde nach dreijähriger Laufzeit Ende März abgeschlossen. Das Ergebnis ist ein produktspezifisches Carbon-Footprint-Trackingsystem, das Unternehmen durch eine automatisierte Datenverarbeitung Aufschluss über ihre Emissionen gibt und die Transparenz erhöht. Projektpartner waren die Universität Paderborn, der SICP – Software Innovation Campus Paderborn, die Universität Bielefeld, NTT Data Business Solutions, GEA Westfalia Separator Group, Miele & Cie. sowie Phoenix Contact Smart Business. Zu den Förderern zählte neben dem it’s OWL Spitzencluster auch das damalige MWIDE.NRW, heute das Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie Nordrhein-Westfalen (MWIKE.NRW).

Zuerst die Quellen der CO2-Emmissionen identifizieren

CO2-Emmissionen fallen entlang der gesamten Wertschöpfungskette in der industriellen Produktion an. Um CO2-Emissionen zu reduzieren, ist es zunächst notwendig, deren Quellen zu identifizieren. Aufgrund der Wechselwirkungen verschiedener Industriebereiche und Produktionsprozesse ist dieser Schritt jedoch komplex und kostenintensiv. Auf dem Weg zur Klimaneutralität bedarf es deshalb einer ganzheitlichen Herangehensweise, die eine präzise Bewertung der Treibhausgasemissionen gewährleistet. Dieser Herausforderung nahm sich das interdisziplinäre Projektteam von „Climate bOWL“ an. „Als Projektergebnis ist ein produktspezifisches Carbon-Footprint-Trackingsystem entstanden, das Wissen durch eine konsistente, automatische und ortsunabhängige Datenverwaltung generiert. Darauf aufbauend haben wir die assistierte Entwicklung von Klimaschutz- und Energieeffizienzmaßnahmen durch ein Unterstützungssystem umgesetzt, das Treibhausgasemissionen ihren Verbrauchern auf Basis von Energie- und Stoffstromdaten zuordnet. So können Energieeffizienzpotenziale erkannt und Vermeidungsmöglichkeiten ermittelt werden“, erklärt Prof. Dr.-Ing. Henning Meschede, wissenschaftlicher Leiter des Projekts sowie Professor für Energiesystemtechnik an der Fakultät für Elektrotechnik, Informatik und Mathematik der Universität Paderborn.

„Ein wesentlicher Fortschritt ist es, diese Informationen transparent für jedes Produkt und alle beteiligten Akteure abzubilden“, so Prof. Meschede weiter. Gegenwärtig existiere keine vergleichbare Lösung, auch im Hinblick auf die assistierte Ableitung geeigneter Maßnahmen entlang der Wertschöpfungskette. „Das Unterstützungssystem, das wir im Projekt entwickelt haben, schließt diese Lücke und hilft Unternehmen dabei, Klimaziele mithilfe gezielter Effizienzmaßnahmen zu erreichen. Klimaneutralität kann nur erzielt werden, wenn Unternehmen nicht auf Kompensation, sondern auf reale Vermeidung von Treibhausgasemissionen setzen“, fasst Prof. Meschede zusammen.

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