Vom 8. bis 10. Oktober ist das Messezentrum Nürnberg für Experten wieder das „Home of IT Security“, wo sie sich über Trends in der Cybersicherheit austauschen können. 750 Aussteller – 2018 waren es 698 – aus 25 Ländern präsentieren in vier Hallen ihre Lösungen und Services für IT-Sicherheit.
(Quelle: NürnbergMesse)
Neben der Fachmesse it-sa mit rund 350 Forenvorträgen gibt es in diesem Jahr das Kongressprogramm Congress@it-sa mit rund 30 Veranstaltungen, bei denen Verbände, Organisationen und IT-Sicherheitsanbieter unter anderem über den Nutzen von künstlicher Intelligenz, Datenschutz und -sicherheit sowie IT-Security für den Mittelstand oder in der industriellen Produktion informieren.
Außerdem findet der IT-Grundschutz-Tag des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und die Jahrestagung der IT-Sicherheitsbeauftragten in Ländern und Kommunen unter dem Dach von Congress@it-sa statt. Am 7. Oktober konnten zwölf Start-upas bei dem UP19@it-sa Award die Aufmerksamkeit von Investoren zu gewinnen.
it-sa: Zuwachs der Aussteller um 50 Prozent seit 2017
Die it-sa findet als eigenständige Veranstaltung seit 2009 am Messeplatz Nürnberg statt. Innerhalb der letzten drei Jahre konnte sie ein Ausstellerwachstum um mehr als 50 Prozent verzeichnen. Die Besucherzahlen im gleichen Zeitraum vor der letzten Veranstaltung sind um 60 Prozent auf zuletzt 14.290 gestiegen.
Zum ersten Mal präsentieren sich die Aussteller in vier Hallen. Neben den Hallen 9, 10.0 und 10.1 erweitert die Halle 11.0 die Ausstellungsfläche. Frank Venjakob, Director it-sa bei der NürnbergMesse, erklärt zur Vergrößerung: „Die it-sa ist das Home of IT Security. Im Verbund mit dem begleitenden Kongress ist die it-sa die zentrale Informationsplattform für alle IT-Sicherheitsverantwortlichen auf allen Entscheidungsebenen.“
In diesem Jahr präsentieren sich auf der it-sa 750 Aussteller aus 25 Ländern .
(Quelle: NürnbergMesse)
Aussteller aus 25 Ländern und vier internationale Gemeinschaftsstände
Unternehmen aus 25 Ländern stellen in Nürnberg aus und bieten einen internationalen Marktüberblick. Mit dabei sind Firmen aus Europa, Asien und Amerika. Besondere Aufmerksamkeit verdienen die vier Gemeinschaftsstände: Die Niederlande in Halle 10.0, Österreich in Halle 11.0, die Tschechische Republik in Halle 10.1 und das Baskenland in Halle 9 präsentieren sich auf der it-sa als IT-Security-Hotspots. „IT-Sicherheit kennt keine Grenzen. Die it-sa spiegelt die Dynamik der internationalen IT-Sicherheitsindustrie wider und zeigt innovative Lösungsansätze aus den unterschiedlichsten Ländern“, so Frank Venjakob. Auch Baden-Württemberg (Halle 10.0) Bayern (9) und das Saarland (9) rücken das Thema IT-Sicherheit in den Mittelpunkt.
it-sa: Forenprogramm mit 350 Vorträgen und „it-sa insights“
Etwa 350 Vorträge, darunter als „it-sa insights“ ausgewiesene Diskussionsrunden und produktunabhängige Beiträge, beinhaltet das diesjährige Programm der fünf offenen Foren. Zu den Themen aus Management und Technik zählt unter anderem der Einsatz Künstlicher Intelligenz, Cyber-Resilienz und der Mensch als Risikofaktor. In den offenen Foren diskutieren auch hochrangige Vertreter aus Behörden und Organisationen den aktuellen Status Quo der IT-Security.
Auf fünf offenen Foren gibt es rund 350 Vorträge, darunter als „it-sa insights“ ausgewiesene Diskussionsrunden.
(Quelle: NürnbergMesse)
it-sa: Special Keynote von Misha Glenny am 10. Oktober
Die frei zugänglichen Vortragsbühnen verteilen sich über die vier Hallen, wobei das englischsprachige International Forum eine besondere Erwähnung verdient: Hier hält der britische Investigativjournalist und Bestsellerautor Misha Glenny am dritten Messetag die Special Keynote um 12:00 Uhr. In seinem Vortrag „The Vitruvian Paradox: The Changing Face of the Human in Cyber Security“ beleuchtet Glenny den Kampf gegen die organisierte Cyberkriminalität auf eindrückliche und zugleich unterhaltsame Weise. Seine These: Nicht der Mensch ist das schwächste Glied der IT-Sicherheitskette, sondern die zunehmende Komplexität digitaler Systeme.
Quo vadis IT-Sicherheit: Trendbarometer liefert Antworten
Die NürnbergMesse hat im Vorfeld der it-sa die Aussteller zu aktuellen Trends im IT-Security-Markt befragt. Hier die Ergebnisse des Trendbarometer 2019:
Warum wird in IT-Sicherheit investiert?
Meist sind konkrete Sicherheitsvorfälle der Anlass für Investitionen in IT-Sicherheit. 61 Prozent der Aussteller gaben dies an, nur 39 Prozent, dass proaktives Handeln bei ihren Kunden dafür der Anlass sei. Die wichtigsten Treiber für den proaktiven Aufbau von Sicherheitsmechanismen wiederum sind die Einführung eines IT-Sicherheitskonzeptes, IT-Security als Teil der Digitalisierungsstrategie und der Wunsch, Haftungsrisiken zu minimieren.
Besteht noch Handlungsbedarf in Sachen DSGVO?
Seit 25. Mai 2018 ist die EU-Datenschutz-Grundverordnung anzuwendendes Recht. Bei der Umsetzung sehen die Aussteller der it-sa bei ihren Kunden noch Handlungsbedarf: Beispielsweise erkennen 23 Prozent der Unternehmen mittlerer Größe „sehr hohen Handlungsbedarf“, 66 Prozent „hohen Handlungsbedarf“ und elf Prozent geringen oder keinen Anlass.
Stand: 16.12.2025
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Welche Rolle spielt die Unternehmensgröße?
Zum dritten Mal in Folge sind die Budgets für IT-Sicherheitsinvestitionen insgesamt gewachsen. Verantwortlich dafür ist vor allem die Entwicklung bei mittleren und insbesondere bei großen Unternehmen (ab 250 Mitarbeitern). Erneut zeigt sich aber, dass bei kleinen Unternehmen (unter 50 Mitarbeiter) die Budgets noch immer mehrheitlich unverändert sind. Einen eigenen Verantwortungsbereich in der Unternehmensführung für IT-Sicherheitsbereich haben weniger als die Hälfte der kleinen und mittleren Unternehmen, lediglich bei großen Firmen liegt der Anteil mit 56 Prozent darüber.
Wo sehen Aussteller der it-sa den größten Handlungsbedarf?
Die Kunden gewähren ihnen Einblick in ihre Systeme – also müssen es die Aussteller der it-sa am besten wissen: Den höchsten Handlungsbedarf sehen sie in den Segmenten Gesundheitswesen, Verwaltung, Industrie, Kredit- und Finanzwesen sowie bei den Energieversorgern. Gleichzeitig erwarten die Aussteller der it-sa aus den genannten Branchen auch in Zukunft den höchsten Anstieg der Nachfrage. Im Vergleich zur letzten Befragung hat sich die erwartete Nachfrage aus dem behördlichen Bereich um drei Positionen nach oben verschoben, während der Bereich Kredit- und Finanzwirtschaft dafür nach unten wanderte.
Aus welchen Branchen ist die aktuelle Nachfrage tatsächlich am größten?
Das Gesundheitswesen führt die Spitze des Nachfrage-Rankings weiter an. Von zuletzt Rang vier auf Platz zwei nach oben gewandert sind Behörden und öffentliche Verwaltung. Es folgt der Bereich Rechenzentren, der 2018 noch auf Platz sieben lag. Energieversorger sowie Produktion und Industrie, 2018 auf den Rängen zwei und drei, belegen jetzt die Plätze vier beziehungsweise sechs.
Wie trotzt die IT-Sicherheitsbranche der Konjunkturentwicklung?
Während klassische Konjunkturindikatoren wie der ifo-Geschäftsklimaindex auf ein Abkühlen der Konjunktur hindeuten, bewerten die Aussteller der it-sa ihre Lage überwiegend positiv: 74 Prozent der Befragten geben an, dass sich die Branchensituation positiv entwickelt, nur sechs Prozent erwarten eine Abschwächung.
Wie entwickeln sich die Mitarbeiterzahlen in der IT-Security?
Die IT-Sicherheitsbranche ist nach wie vor ein Job-Motor: Drei Viertel der Aussteller gaben an, dass sich die Beschäftigtenzahl im Bereich IT-Sicherheit seit der letzten it-sa nach oben entwickelt hat. Bemerkenswert: In keinem einzigen Fall wurden Stellen abgebaut. Im Vergleich zu den Befragungsergebnissen der Vorjahre zeichnet sich damit, ausgehend von einem bereits sehr hohen Niveau, ein weiterer geringfügiger Aufwärtstrend ab.