Forschungsinitiative Bavaria Makes: Hightech-Allianz für Additive Fertigung

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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In Bayern entsteht ein Ökosystem aus Großindustrie, Mittelstand und Forschung mit dem Ziel, die Additive Fertigung zu industrialisieren. Zudem wird der Advanced Manufacturing Hub Garching ausgebaut.

Neuer Verein Bavaria Makes gegründet: Bayerns Hightech-Allianz für die Fertigung der Zukunft. (v.l.n.r.) Peter Mayr (TUM), Karsten Heuser (Siemens), Robert Dean (Colibrium Additive), Markus Obermeier (Siemens), Katrin Wudy (TUM), Marius Lakomiec (EOS), Marcus Giglmaier (Oerlikon), Nikolaus Adams (TUM), Christoph Hauck (toolcraft), Josip Vincic (TUM), Jürgen Kraus (MTU), Joseph Hofmann (TUM), Ines Soehngen (MTU), Matthias Konrad (Bayern Innovativ)(Bild:  Bavaria Makes/Bayern Innovativ)
Neuer Verein Bavaria Makes gegründet: Bayerns Hightech-Allianz für die Fertigung der Zukunft. (v.l.n.r.) Peter Mayr (TUM), Karsten Heuser (Siemens), Robert Dean (Colibrium Additive), Markus Obermeier (Siemens), Katrin Wudy (TUM), Marius Lakomiec (EOS), Marcus Giglmaier (Oerlikon), Nikolaus Adams (TUM), Christoph Hauck (toolcraft), Josip Vincic (TUM), Jürgen Kraus (MTU), Joseph Hofmann (TUM), Ines Soehngen (MTU), Matthias Konrad (Bayern Innovativ)
(Bild: Bavaria Makes/Bayern Innovativ)

Mit Bavaria Makes (in Gründung) entsteht in Bayern ein starkes Ökosystem zur Industrialisierung der Additiven Fertigung (Additive Manufacturing; AM). Der Verein aus Großunternehmen, Mittelstand, Hochschulen, Forschungseinrichtungen und der Innovationsagentur des Freistaats Bayern Innovativ soll Bayern innerhalb von zehn Jahren zu einem weltweit führenden Hightech-Standort für die Additive Fertigung machen. Bei der Additiven Fertigung werden Bauteile Schicht für Schicht aufgebaut und entstehen nicht wie bei herkömmlichen Verfahren durch Abtrag von Material. Das ermöglicht eine große Flexibilität und Designfreiheit, was Forschung und Industrie ungekannte Möglichkeiten eröffnet. Aktuell werden Applikationen für zahlreiche Branchen, wie Medizintechnik, Energieversorgung, Flugzeugbau, Verteidigungsindustrie, Halbleiterindustrie, Werkzeugbau, Automobil bis Bahntechnik, entwickelt oder schon eingesetzt.

Seitens des Wirtschaftsministeriums wurde die Additive Fertigung stets mit großem Augenmerk betrachtet. „Bayern ist die erste Adresse für Hightech-Unternehmen und hat sehr gute Voraussetzungen, auch in Sachen 3D-Druck vorne mitzuspielen“, unterstreicht Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger. „Mit Bavaria Makes bringen wir die besten Köpfe zusammen, die uns auf dem Weg dorthin unterstützen.“

Neuer Leuchtturm für Additive Fertigung

Die Bayerische Staatsregierung fördert das Projekt in signifikanter Höhe. Am Advanced Manufacturing Campus der Technischen Universität München (TUM) in Garching entsteht ein neuer Leuchtturm für Additive Fertigung mit Schwerpunkt auf metallischen Werkstoffen. Aktuell erforschen im akademischen Netzwerk TUM.Additive an der TUM mehr als 30 Professorinnen und Professoren zusammen mit Forscherinnen und Forschern die Zukunft der Additiven Fertigung.

„Bayern ist Pionier des 3D-Drucks. Wir sind im Bereich der additiven Fertigung bestens aufgestellt – und wir wollen noch besser werden, denn die additive Fertigung ist ein rasant wachsender Markt“, betont Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume. „Bavaria Makes bündelt das Know-how aus Fertigung und Forschung. Nach dem Prinzip ‚stützen, steigern, stärken‘ entwickeln wir so das gesamte Ökosystem der additiven Fertigung in Bayern weiter und schaffen effiziente Strukturen. Als Wissenschaftsministerium bringen wir zum Start fünf Stellen und Sondermittel in Höhe von einer Million Euro mit ein.“

Diese Stellen bilden die Grundlage für die relevanten Themenfelder und treiben die Forschung sowie die industrielle Umsetzung in diesem Bereich entscheidend voran. Ein herausragendes Beispiel für die enge Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft ist das TUM-Oerlikon Advanced Manufacturing Institute, das im Rahmen des Industry-on-Campus-Konzepts bereits heute akademische und industrielle Forschung verbindet.

Mehr als 100 Start-ups

Darüber hinaus sind auf dem Campus auch die TUM Venture Labs aktiv integriert, das bereits heute über 100 Start-ups und gründungsbegeisterte Forschende im Bereich der Additiven Fertigung unterstützen. Diese gemeinsame Initiative der TUM und UnternehmerTUM wird mitunter auch vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst gefördert.

Gegründet wurde Bavaria Makes durch Bayern Innovativ, Colibrium Additive, EOS, MTU Aero Engines, Oerlikon AM Europe, Siemens, die Technische Universität München und toolcraft. Ziel ist es, den Transfer von der Forschung in die industrielle Produktion zu beschleunigen. Geplant ist zudem der Ausbau des Advanced Manufacturing Hubs Garching mit Co-Location von Industrie und Forschung.

Eventankündigung: Vom 23. Bis 24. Oktober 2025 findet in Garching ein Kongress zu „Next Generation Manufacturing“ statt.

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