Hannover Messe: Battery Use Case Von der Batteriezelle bis zum Batterierecycling

Von Deutsche Messe 2 min Lesedauer

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Auf der Hannover Messe präsentieren rund zehn Unternehmen gemeinsam den Battery Use Case: von der Batteriezelle über die Batteriefertigung bis hin zum Recycling.

Von präzisen Produktionsschritten über intelligente Automatisierung bis hin zur finalen Qualitätskontrolle – der Battery Use Case präsentiert auf der Hannover Messe live, wie moderne Technologien die Batteriefertigung revolutionieren. (Bild:  Deutsche Messe)
Von präzisen Produktionsschritten über intelligente Automatisierung bis hin zur finalen Qualitätskontrolle – der Battery Use Case präsentiert auf der Hannover Messe live, wie moderne Technologien die Batteriefertigung revolutionieren.
(Bild: Deutsche Messe)

Bosch Rexroth zeigt auf der Hannover Messe in der Battery Use Case Area der Halle 26 Prozesslösungen für das Recycling von Elektrofahrzeugbatterien zur Reduzierung von Sicherheitsrisiken, Steigerung der Prozesseffizienz und Verbesserung der Wirtschaftlichkeit bei der Diagnose, Entladung und Demontage. Die rasche Verbreitung von Elektrofahrzeugen ist ein Eckpfeiler globaler Strategien zur Erreichung der Klimaziele. Prognosen zufolge wird sich das Recyclingvolumen der Batterien in den nächsten fünf Jahren mindestens verzehnfachen.
Dieser bevorstehende Anstieg stellt Herausforderungen an die bestehende Recyclinginfrastruktur speziell in der Handhabung und bei der Demontage, insbesondere wenn der Zustand der Batterie unbekannt ist. Bosch Rexroth bietet basierend auf dem breiten Produktbaukasten aus den Bereichen der Montagetechnik, Lineartechnik, Steuerungen und Antriebe Lösungen für die manuelle Bearbeitung bis hin zu teil- und hochautomatisierten Konzepten. Diese übertragen etablierte Prinzipien aus der Produktion auf die spezifischen Anforderungen der Demontage und Materialrückgewinnung bis hin zur möglichen Implementierung automatisierter Prozesse, die menschliche Eingriffe in kritischen Phasen minimieren.

Forschungsfertigung Batteriezelle FF auf der Hannover Messe

Die Fraunhofer-Einrichtung Forschungsfertigung Batteriezelle FFB zeigt im Battery Use Case, wie digitale Technologien und innovative Logistiklösungen zur industriellen Souveränität Europas in der Batteriezellproduktion beitragen. Gemeinsam mit der EDAG Group präsentiert die Fraunhofer FFB einen virtuellen Demonstrator der FFB PreFab.

Auf dem 17.000 m² Gelände entstand durch die PreFab eine Musterlinie, die den Produktionsprozess vollständig darstellt und entscheidende Basis für das Upscaling bietet.(Bild:  NRW.URBAN GmbH & Co. KG)
Auf dem 17.000 m² Gelände entstand durch die PreFab eine Musterlinie, die den Produktionsprozess vollständig darstellt und entscheidende Basis für das Upscaling bietet.
(Bild: NRW.URBAN GmbH & Co. KG)

Die immersive 3D-Umgebung ermöglicht eine virtuelle Standortbegehung der Forschungsfertigung in Münster – inklusive Rein- und Trockenräumen. Die gesamte Prozesskette der Batteriezellproduktion wird anschaulich visualisiert: von der Elektrodenfertigung über die Zellassemblierung bis hin zur Formierung. Damit werden komplexe, großskalige Fabrikstrukturen intuitiv erfahrbar und die industrielle Skalierung neuer Technologien transparent nachvollziehbar.
Ergänzend stellt die FFB-Ausgründung Syvairo ihre Mini-Environment-Transportbox vor. Das gasdichte Containersystem mit kontinuierlicher Atmosphärenüberwachung ermöglicht den geschützten Transport sensibler Batterie-Zwischenprodukte unter kontrollierten Bedingungen, etwa mit Argon oder Stickstoff. Die Lösung reduziert Qualitätsverluste, erhöht die Prozesssicherheit und unterstützt resiliente, standortübergreifende Produktionsnetzwerke.

Schunk: Automatisierte Handhabung in der Batteriezellfertigung

Die Batteriezellfertigung ist das Herz der Energiewende – und gleichzeitig eine der anspruchsvollsten industriellen Disziplinen unserer Zeit. Prozesse müssen extrem sauber, präzise und schnell sein, um qualitativ hochwertige und kosteneffiziente Zellen zu liefern. Automatisierungslösungen, die diesen Dreiklang meistern, sind der Schlüssel zum Erfolg. Schunk hat sich in diesem Umfeld als verlässlicher Technologiepartner etabliert. Mit tiefem Verständnis für die physikalischen, chemischen und mechanischen Anforderungen der Zellfertigung entwickelt das Unternehmen Systeme, die in Rein- und Trockenräumen ebenso zuverlässig funktionieren wie in Hochgeschwindigkeitslinien.
Hochwertige Materialien, intelligente Sensorik, präzise Mechanik und modulare Bauweise – all das trägt dazu bei, dass Hersteller weltweit ihre Prozesse stabilisieren und skalieren können. Im „Battery Use Case“ veranschaulicht Schunk verschiedene Prozessschritte für die effiziente Handhabung prismatischer Batteriezellen bei der Be- und Entladung in Schweißanlagen – von der Entnahme mehrerer Zellen bis zur neu definierten Positionierung in einer nachgelagerten Schweißzelle sowie der anschließenden Entnahme der verschweißten Zellen.

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