Die Fertigungsindustrie befindet sich im Umbruch: Hoher Wettbewerbsdruck, sich schnell ändernde Kundenbedürfnisse und steigende Kosten erhöhen den Druck zur digitalen Transformation. In diesen disruptiven und unsicheren Zeiten bietet die Digitalisierung den Unternehmen aber auch eine große Chance, ihre Effizienz und Produktivität auf ein neues Niveau zu heben.
(Quelle: Pixabay)
Kaum ein anderes Thema hat mit seiner enormen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Sprengkraft vergleichbare Auswirkungen auf Arbeitsweisen und unseren Alltag wie die Digitalisierung. Dabei steht auch das produzierende Gewerbe vor einer historischen Zäsur, die mit dem disruptiven Charakter der digitalen Transformation völlig neue Chancen und Arbeitsweisen verspricht. Der Tenor ist klar: Wer den Sprung in die digital getriebene Zukunft verpasst, wird in einem sich schnell entwickelnden und hart umkämpften Markt nicht mehr bestehen können. Faktoren wie Anpassungsfähigkeit, schnelle Reaktionszeiten und die effiziente Auswertung riesiger Datenmengen rücken auch in der Fertigungsbranche immer mehr in den Fokus – und bringen eine Reihe von Herausforderungen mit sich.
Nächsten Jahre richtungsweisend für digitale Transformation der Fertigungsbranche
Gleichzeitig haben sich sowohl das Kundenverhalten als auch zahlreiche wirtschaftliche Faktoren drastisch verändert. Von der produzierenden Industrie wird erwartet, dass sie sich noch schneller an die sich rasch ändernden Anforderungen und Wünsche eines immer variableren Marktes anpasst, gleichzeitig sehen sich die Unternehmen mit steigenden Energiekosten, Engpässen in der Lieferkette und einem Mangel an Fachkräften konfrontiert. Diese Entwicklungen unterstreichen den Bedarf an technologischen Lösungen und Investitionen in innovative Prozesse, die sowohl Antworten auf aktuelle Fragen geben als auch die Herausforderungen von morgen bereits im Blick haben.
Die nächsten Jahre werden richtungsweisend für die digitale Transformation der produzierenden Industrie sein. Mit dem Aufkommen neuer Technologien und Lösungen wird den Unternehmen eine Vielzahl von Möglichkeiten zur Verfügung stehen – über Erfolg oder Misserfolg entscheidet neben dem Faktor Investition vor allem die Bereitschaft, über die Optimierung der Kernprozesse hinauszugehen und sich auf entscheidende Schlüsselstrategien zu konzentrieren.
In Cloud-Technologien und Analysetools investieren
In Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut IDC hat IFS als globaler Anbieter von Business-Software-Lösungen in der Studie Global Future of Manufacturing unter anderem untersucht, welche Auswirkungen der digitale Reifegrad auf die Fertigungsindustrie hat. Ein zentrales Ergebnis der Befragung von 160 Unternehmen weltweit: Hersteller, die sich selbst als digital fortgeschritten bezeichnen, konnten ihre Gewinne im vergangenen Geschäftsjahr stabil halten oder sogar steigern. Die Notwendigkeit zur Transformation ist dabei weder ein Geheimnis noch ein versteckter Trend – vielmehr geht es um die Bereitschaft, in neue Geschäftsanwendungen und die dafür notwendige technologische Basis zu investieren. Wie die Studie weiter zeigt, ist diese Bereitschaft im produzierenden Gewerbe durchaus vorhanden. Während bereits 47 Prozent der befragten Unternehmen einen hohen Anteil ihres IT-Budgets in Cloud-Technologien und moderne Analysetools investieren, holen auch diejenigen auf, die bisher eher zurückhaltend auf die neuen Entwicklungen reagiert haben.
(Die drei Dimensionen Skalierung, Vertrauen und Wachstum sind entscheidend für Digitalisierungsstrategien mit langfristigem Wachstum. Bild: IFS)
Fertigungsbranche: Technologien für den Fortschritt
Welche Technologien stehen dabei im Vordergrund? Unter den an der Studie teilnehmenden Herstellern zeichnet sich ein klares Bild ab: Wenig überraschend sind es vor allem Cloud-First-Strategien, die bei digital fortgeschrittenen Unternehmen im Trend liegen und zu langfristigem Umsatz- und Gewinnwachstum beitragen. Dazu tragen die vergleichsweise einfache Bereitstellung sowie die hohe Skalierbarkeit maßgeblich bei, aber auch Ansätze wie Edge-to-Cloud-Architekturen versprechen durch Zero-Latency-Performance einen erheblichen Mehrwert. Die Cloud hat sich damit zu einer Schlüsseltechnologie entwickelt, die Anwendungsintegrationen vereinfacht und eine gemeinsame und effiziente Nutzung von Daten ermöglicht. Eng damit verbunden ist der Einsatz moderner Technologien und Funktionalitäten wie Künstliche Intelligenz, Machine Learning oder auch fortschrittlicher Sicherheitstools.
Die digitale Transformation muss holistisch sein
Auf der Suche nach geeigneten IT-Strategien legen Unternehmen der Fertigungsbranche darüber hinaus einen weiteren Schwerpunkt auf modulare Funktionalitäten innerhalb einer Unternehmenslösung. Nicht selten haben sich in den eigenen Systemen komplexe Ökosysteme aus Geschäftsanwendungen und individuell angepassten Tools gebildet – häufig unter Einbeziehung von Excel-Tabellen als Datenspeicher. Diese meist auf einzelne Prozesse ausgerichteten Anwendungen haben nicht nur zu einer immensen Komplexität geführt, sie neigen auch dazu, als Datensilos zu fungieren. Im Hinblick auf übergreifende Digitalisierungsmaßnahmen ergibt sich daraus das Problem, dass diese Anwendungen zwar ihre einzelnen Aufgaben erfüllen, aber an der nahtlosen Datenübergabe in andere Bereiche scheitern. Die Mittel der Wahl sind daher modulare Funktionalitäten für einen optimalen Datentransfer sowie eine übergreifende Vereinfachung der Gesamtprozesse.
Stand: 16.12.2025
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Der Erfolg der Digitalisierung hängt von einer Reihe von Faktoren ab. Der Einsatz neuer Technologien ist ein Mittel zur Lösung betrieblicher Herausforderungen, aber kein Selbstzweck – wer sich ausschließlich auf innovative neue Tools verlässt, vernachlässigt die Notwendigkeit, das gesamte unternehmerische Denken an die neuen Anforderungen anzupassen. Digitalisierung muss daher als ganzheitlicher Prozess verstanden werden, der über neue Maschinen und Software hinausgeht. Im Kern bedeutet dies, dass Hersteller neben der starken Fokussierung auf Bereiche wie Operational Excellence, Agilität und Innovation ihre Prioritäten im Rahmen einer ganzheitlichen Digitalisierungsstrategie erweitern müssen.
Der Autor Clemens Mittnacht ist Industry Director GCS DACH bei IFS.