Die Baumann Maschinenfabrik GmbH ist ein Lohnfertiger, der seine Prozesse lange Zeit mit einer eigenprogrammierten Software steuerte. Wie so oft in mittelständischen Betrieben wurde deren Pflege spätestens dann zu einem Risiko, als der Mitarbeiter, der sie entwickelt hatte, in Rente ging. Daher initiierte Geschäftsführer Andreas Baumann die Suche nach einem neuen ERP-System.
(Quelle: ams.Solution AG)
ERP-Einführung in der Praxis: Die Baumann Maschinenfabrik GmbH aus dem fränkischen Thiersheim ist spezialisiert auf die Verarbeitung von Blechen und Rohren. Die Kunden stammen vor allem aus dem Stahlwerksbereich, der Automobil- und Glasindustrie und der Lebensmittelindustrie. Darüber hinaus haben es die innovativen Produkte der Oberfranken sogar bis ins All geschafft. So fertigte Baumann für die Europäische Weltraumorganisation ESA zwei redundante Waagen für die Betankungsanlage der Trägerrakete Ariane 5. Grund genug, die Prozesse auf eine professionelle Software zu stützen.
ERP-Einführung leicht gemacht
Im Rahmen seiner Recherche erstellte der Geschäftsführer Andreas Baumann eine Auswahlliste mit infrage kommenden ERP-Systemen, von denen er drei näher unter die Lupe nahm. „Bei ams.erp hatten wir letztlich das beste Gefühl“, berichtet er. Dieses Gefühl begründet er damit, dass anders als bei den anderen begutachteten Lösungen weder zusätzliche Software (zum Beispiel Linux als Betriebssystem) noch Anpassungen notwendig waren, um die Lösung gewinnbringend im Unternehmen einzusetzen. „Wenn man wie wir zuvor eine Eigenentwicklung im Einsatz hatte, die zu einhundert Prozent auf uns zugeschnitten war, laufen die Prozesse natürlich exakt so, wie man sie braucht. Mit ams.erp sind wir davon allerdings nicht weit entfernt, denn wir besaßen von Beginn an 90 Prozent der Funktionalität, die wir im Vorfeld als notwendig für unsere Abläufe definiert hatten.“
Keine zusätzliche Programmierung erforderlich
Andreas Baumann räumt ein, dass für sein aus rund 30 Mitarbeitern bestehenden Unternehmen, von denen sechs regelmäßig mit ams.erp arbeiten, teilweise zu viele Funktionen vorhanden seien. Dies sieht er allerdings nicht als Nachteil, weil ihm dieser Umstand Luft nach oben lässt. Tatsache ist: Ohne kostspielige und aufwendige zusätzliche Programmierung bewegt er sich im Software-Standard und deckt dabei 90 Prozent der Anforderungen ab. „Wenn man nicht viel zu kritisieren hat, dann muss das System prinzipiell ja passen“, ist er überzeugt und betont „dass die Funktionalitäten Hand und Fuß haben.“
Zwischen zehn und 30 Projekte wickelt das Unternehmen am einzigen Produktionsstandort Thiersheim pro Jahr ab, die Laufzeiten liegen zwischen sechs Wochen und einem halben Jahr. Im Vergleich zu der Prozessabwicklung mit der äußerst pflegeintensiven Eigenlösung zuvor hat das Metallbauunternehmen deutlich an Struktur gewonnen. „Wenn sich früher einmal jemand in der Fertigung falsch gestempelt hatte, war die Bereinigung solcher Fehler äußerst umständlich. Das geht heute viel einfacher, denn wir sind deutlich professioneller aufgestellt“, erklärt der Geschäftsführer.
(Die Kunden der Baumann Maschinenfabrik kommen zumeist aus dem Stahlwerksbereich sowie der Automobil- und Glasindustrie. Bild: Baumann Maschinenfabrik GmbH)
Optimaler Aufbau der Stücklisten
Als Vorteile von ams.erp nennt Andreas Baumann zunächst die sauber durchstrukturierte Oberfläche. Die Darstellung der Arbeitsbereiche erachtet er als optimal gelöst, speziell die Verknüpfungen der Tabellen. „Auch der gesamte Aufbau der Stücklisten und die Trennung zwischen Auftrag und Fertigung ist optimal umgesetzt“, sagt Baumann. Dort, wo im Standard doch einmal etwas fehlen sollte, kann er selbst einzugreifen, um entsprechende Reports, Scripts oder auch Zusatzfunktionen zu erstellen. Als Beispiel führt er an, mehrere Stücklistenpositionen gleichzeitig freigeben zu können, was in der Standardversion zunächst nicht möglich war. Es ließ sich entweder eine Position freigeben oder gleich eine ganze Liste. Hier besserte Baumann für seine Zwecke nach, was zeigt, dass ams.erp flexibel genug ist, solche kleineren Anpassungen ohne Weiteres und ohne kostspielige Beratung zuzulassen.
Keine zusätzliche Beratung für ERP-Einführung erforderlich
Wenn, wie bereits mehrfach geschehen, einige dieser Funktionalitäten dann mit einem Update in der Standardversion von ams.erp verfügbar sind, entfernt Andreas Baumann die Anpassungen wieder. Zugute kommt ihm bei seinen Systemanpassungen die umfangreiche Hilfe-Funktion, die eine Kontaktaufnahme beim Support in den allermeisten Fällen unnötig macht. „Und wenn ich doch einmal mit einer Anfrage beim Support anrufen muss, helfen die Mitarbeiter immer schnell, ohne direkt eine Beratungsleistung in Rechnung stellen zu wollen.“
Auftragszeiten werden bei Baumann mit der integrierten Zeitwirtschaftslösung ams.time gestempelt, die Eingaben erfolgen über die Terminalsoftware ams.terminal, für die ein PC mit Touchscreen ausreicht. Damit ist der Einsatz um ein Vielfaches günstiger als mit Lösungen von Spezialanbietern in diesem Bereich. Geplant ist die Umstellung der Buchhaltung, wo die bislang eingesetzte Software abgelöst werden soll, um einen durchgängigen Prozessablauf zu erreichen. Erwogen wird der Einsatz der ebenfalls integrierbaren Lösung ams.finance.
Software immer auf dem aktuellen Stand
Grundsätzlich verfolgt Andreas Baumann das Ziel, möglichst die aktuelle Version von ams.erp zu nutzen. Den aufgrund der wenigen Anpassungen sind Release-Wechsel mit wenig Aufwand verbunden: „Dadurch, dass wir uns sehr nah am Softwarestandard bewegen, müssen wir nicht langwierig testen. Meist geht es nur um einige Kleinigkeiten“, berichtet der Firmenchef.
Die ERP-Einführung von ams.erp bei der Baumann Maschinenfabrik ist ein gutes Beispiel dafür, dass ein professionelles ERP-System auch in einem mittelständischen Betrieb seine volle Wirkung erzielen und den Anwender auf ein deutlich solideres Prozessniveau heben kann.
Stand: 16.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die WIN-Verlag GmbH & Co. KG, Chiemgaustraße 148, 81549 München einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://kontakt.vogel.de/de/win abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.
Der Autor Florian Engels ist Senior Consultant bei der ams.Solution AG.