Laser-Powder-Bed-Fusion Einstieg in die additive Fertigung: DN Solutions launcht DLX-Serie

Quelle: DN Solutions 4 min Lesedauer

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DN Solutions steigt  mit dem industrietauglichen LPBF-Metall-3D-Drucker in die additive Fertigung ein. Auf der hauseigenen International Machine Tool Fair stellte der Werkzeugmaschinenhersteller das neue Modell erstmals vor.

DN Solutions‘ International Machine Tool Fair (DIMF) fand Anfang April in Busan statt.(Bild:  DN Solutions)
DN Solutions‘ International Machine Tool Fair (DIMF) fand Anfang April in Busan statt.
(Bild: DN Solutions)

DN Solutions, das weltweit drittgrößte und Koreas führendes Werkzeugmaschinenunternehmen, hat vom 2. bis zum 5. April 2025 die 15. DN Solutions' International Machine Tool Fair (DIMF) ausgerichtet. Die Veranstaltung findet alle zwei Jahre statt und bietet exklusive Einblicke zu den wichtigsten Maschinen, Gesamtlösungen und Innovationen von DN Solutions.  Dieses Jahr wurde die neue DLX-Serie vorgestellt. Damit steigt DN Solutions offiziell in den industriellen Laser-Powder-Bed-Fusion (LPBF)-Markt ein.

Weltneuheit: DLX-Serie für additive Fertigung

Die 15. Hausmesse stand unter dem Motto „Plattform für Automatisierungslösungen in allen Bearbeitungsprozessen“ und zog über 5.000 Besucher an, darunter 1.000 internationale Partner und Kunden. Die Ausstellung präsentierte Automatisierungssysteme, intelligente Software, Anlagen für die additive Metallbearbeitung (AM) und mehr als 50 Maschinen der nächsten Generation. Dazu zählen Weiterentwicklungen etablierter Modelle, wie der DVF-Serie (5-Achsen-Bearbeitungszentrum), der DNM-Serie (Bearbeitungszentrum) und der DNX-Serie (Multitasking-Maschine). Zusätzlich wurde eine Weltneuheit präsentiert: die DLX-Serie für additive Fertigung. Sie ermöglicht stark verkürzte Markteinführungen, senkt die Kosten durch Bauteilintegration und eröffnet Designmöglichkeiten, die zuvor als unmöglich galten. Von komplexen Geometrien, Integration von Funktionen wie innenliegenden konturnahen Kühlkanälen bis hin zu hochgradig individuellen Bauteilen sind die Möglichkeiten nahezu grenzenlos.

Industrietauglicher LPBF-Metall-3D-Drucker

Wonjong Kim: "Bis 2030 wollen wir die Synergien zwischen additiven und der im Falle von Funktionsflächen stets notwendigen subtraktiven Fertigungstechnologien maximieren.“(Bild:  DN Solutions)
Wonjong Kim: "Bis 2030 wollen wir die Synergien zwischen additiven und der im Falle von Funktionsflächen stets notwendigen subtraktiven Fertigungstechnologien maximieren.“
(Bild: DN Solutions)

Bei der DLX-Serie handelt es sich um den ersten industrietauglichen LPBF-Metall-3D-Drucker von DN Solutions. Das Flaggschiff DLX 450 wurde live vorgeführt und fertigt komplexe Bauteile bis zu 450 × 450 × 450 mm aus schweißbaren Metallen wie Aluminium, Stahl, Inconel und Titan.
Das System unterstützt Einzel- bis Vierfach-Faserlaser (500W/ 1000W), mit einer Schichtdicke von 30-90 μm und Baugeschwindigkeiten von 20 cm³/Stunde und höher. Es ist mit einem Permanent-Filtersystem für die Schutzgasversorgung mit wahlweise Argon- oder Stickstoff ausgestattet, verfügt über eine Auspackstation zur Wiederverwendung des überschüssigen Metallpulvers sowie einem optional automatisiert wechselbaren Baucontainer für minimale Nebenzeiten.

AM-Software unterstützt End-to-End-Workflow 

Die DLX-Serie verfügt über die AM-Software-Suite von DN Solutions, die einen vollständigen End-to-End-Workflow unterstützt:

  • Identifizierung von AM-geeigneten Bauteilen
  • Berechnung der Herstellungskosten pro Bauteil
  • Vorbereitung der Bauteildaten für den Druckprozess
  • Minimierung von Stützstrukturen für verbesserte Materialausnutzung und Reduktion des Nachbearbeitungsaufwands
  • Simulation und Kompensation von Verformungen
  • Anpassung bestehender Prozessparameter sowie beschleunigte Identifikation für neuartige Materialien

Dieser integrierte Ansatz gewährleistet hohe Präzision, Wiederholbarkeit und eine erleichterte Einführung für Kunden, die in die additive Metallbearbeitung einsteigen oder ihre bestehenden Kapazitäten ausbauen.

Globaler Rollout und bewährte Leistung

Um die Technologie zu validieren, hat DN Solutions die Frontkappe eines Spindelzylinders für seine Multitasking-Maschine mithilfe der Methode Design for Additive Manufacturing (DfAM) neu gestaltet. Das Ergebnis: ein Leistungszuwachs von 20 Prozent durch eine funktions- anstatt fertigungsgerechte Auslegung der innenliegenden Kanäle zur Medienversorgung sowie eine vereinfachte Montage durch Bauteilintegration.

DN Solutions kündigte außerdem die Eröffnung seines Additive Manufacturing Solution Center (ASC) in Deutschland an. Weitere Standorte sind in Südkorea und den Vereinigten Staaten geplant. Diese Zentren werden Unterstützung für Anwendungstechnik, Beratung, Schulung, Anlaufunterstützung sowie Service im Bereich AM anbieten.

„Die additive Fertigung von Metallen bietet ein enormes Potenzial“, sagt Wonjong Kim, CEO DN Solutions. „Sie ermöglicht die Herstellung komplexer Geometrien und von Leichtgewichtstrukturen, die durch konventionelle Bearbeitung nicht erreicht werden können. Bis 2030 wollen wir die Synergien zwischen additiven und der im Falle von Funktionsflächen stets notwendigen subtraktiven Fertigungstechnologien maximieren.“

Automatisierungs- und Softwarelösungen

Auch der Einsatz von Künstlicher Intelligenz und eines Digitalen Zwillings in der Fertigung wurde auf der DIMF 2025 gezeigt. Die Automatisierungslösungen von DN Solutions stellen sich den kritischen Herausforderungen der Branche wie Arbeitskräftemangel und steigenden Arbeitskosten. Durch die Automatisierung der Materialversorgung und des Produkttransfers zwischen den Prozessen minimiert DN Solutions menschliche Eingriffe und ermöglicht es den Maschinen, auch nachts und an Feiertagen kontinuierlich zu arbeiten, was die Effizienz erheblich steigert. Das Unternehmen ist im Bereich Automatisierung führend und bietet unter anderem Palettenpoolsysteme, Stangenlader, Portallader und automatische Werkstückwechsler an.

Ein weiterer Aspekt der holistischen Fertigung sind kundenspezifische, fortschrittliche Softwarelösungen. DN Production Management System (DPMS) beispielsweise hilft den Bediener:innen bei der Registrierung von Informationen über Teile, der Erstellung von Produktionsplänen und der Verwaltung von Bearbeitungssequenzen. Es prognostiziert auch die Werkzeugbedingungen, überwacht die AMR-Aktivität und verfolgt die Systemleistung und Warnmeldungen. Danke des AI Remote Monitoring Systems können Kund:innen den Status ihrer Maschinen in Echtzeit überwachen und so Betriebsstabilität und Effizienz sicherstellen. Das Customized User-Friendly Flexible Operating System (CUFOS) verfügt über eine intuitive Smartphone-ähnliche Benutzeroberfläche, die auf Einfachheit und leichte Anpassbarkeit ausgelegt ist.

„In den letzten fünf Jahrzehnten hat DN Solutions weltweit mehr als 290.000 Werkzeugmaschinen ausgeliefert. Dieses dauerhafte Vertrauen unserer Kunden inspiriert uns dazu, uns über die traditionellen Werkzeugmaschinen hinaus weiterzuentwickeln und umfassende Lösungen anzubieten, die den gesamten Fertigungsprozess durch Automatisierungsplattformen und additive Fertigungstechnologien für die heutigen Industrien verbessern“ sagt Wonjong Kim.

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