Hannover Messe 2025 Edge-Cloud-Continuum – eine sichere digitale Infrastruktur

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Auf der Hannover Messe zeigt der Fraunhofer Cluster of Excellence Cognitive Internet Technologies CCIT das Edge-Cloud-Continuum und dessen Schlüsselrolle für die digitale Infrastruktur.

Alvisto erkennt mit Hilfe von KI selbst kleinste Defekte bzw. Oberflächenschäden präzise und effizient, unabhängig vom Umgebungslicht oder der Bauteilgröße.(Fraunhofer IAIS)
Alvisto erkennt mit Hilfe von KI selbst kleinste Defekte bzw. Oberflächenschäden präzise und effizient, unabhängig vom Umgebungslicht oder der Bauteilgröße.
(Fraunhofer IAIS)

Das Edge-Cloud-Continuum (ECC) verbindet IoT-Technologien, sichere Datenräume und Methoden des maschinellen Lernens (ML) zu einem zukunftssicheren Cloudsystem für unterschiedliche Anwendungsbereiche. Zu finden sind die Exponate des Fraunhofer Clusters of Excellence Cognitive Internet Technologies CCIT zum Thema digitale Infrastruktur am Gemeinschaftsstand der Fraunhofer-Gesellschaft (Halle 2, Stand B24) im Themenbereich AI for Industrial Innovations.

Eine sichere digitale Infrastruktur ist die Grundlage für geschützten Informationsaustausch in einer digitalisierten Welt. Ihre Bedeutung nimmt – angesichts Künstlicher Intelligenz (KI), steigender Cyberkriminalität und wachsender regulatorischer Anforderungen – derzeit rasant zu. „Gerade das Thema KI verdeutlicht die Dringlichkeit sicherer Datenräume. Sie sind Wegbereiter, um die Technologie verantwortungsvoll und sicher nutzen zu können, und bilden so die Basis für neue, digitale Geschäftsmodelle“, erklärt Michael Fritz, Leiter der Geschäftsstelle Fraunhofer Cluster of Excellence Cognitive Internet Technologies CCIT. „Deutschland und Europa dürfen den Anschluss nicht verlieren. Wir brauchen Open-Source-Lösungen für eine neue, unabhängige digitale Infrastruktur. Die Hannover Messe kommt zum richtigen Zeitpunkt, um das Bewusstsein für dieses Thema weiter zu schärfen.“

Wie eine zukunftssichere (Edge-)Cloud-Infrastruktur aussehen kann, verdeutlicht der Forschungsschwerpunkt: Das Edge-Cloud-Continuum verknüpft dezentrales Edge-Computing nahtlos mit zentralem Cloud-Computing. Es ermöglicht, Daten in digitalisierten Industrieprozessen automatisch dort zu verarbeiten, wo es am effizientesten und ökonomisch sinnvollsten ist. So kann in verteilten Netzwerken eine optimale und stets souveräne Datenverarbeitung und -speicherung entstehen – vom Sensor zur Cloud bis hin zur KI. Das ECC gibt damit wichtige Impulse zur Optimierung digitaler Wertschöpfungsketten.

ECC4P – effiziente Fertigung durch datensicheres Monitoring mit KI

Ein Highlight auf der Hannover Messe ist das Edge-Cloud-Continuum for Production (ECC4P), ein vollumfängliches Monitoringsystem auf Basis einer Edge-Cloud-Infrastruktur. ECC4P verbindet neuartige Sensorik, Edge-Computing und KI-gestützte Analysen, um aus Produktionsdaten konkrete Handlungsempfehlungen abzuleiten und Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil zu bieten. Einen praxisnahen und interaktiven Einblick erhalten Messebesucherinnen und -besucher an einer Multimediawand. Zu sehen ist, wie der skalierbare und leicht adaptierbare ECC4P-Ansatz zu effizienteren Produktionsprozessen beiträgt, wie sich Ausschussraten reduzieren und nachgelagerte Prüfkosten senken sowie Maschinenstillstandzeiten und Wartungen besser planen lassen.

Digitale Infrastruktur und ihre unterschiedlichen Einsatzszenarien

SmartGRIND (Adaptives Wälzschleifen) ist ein hochsensitives, mitro-tierendes Messsystem, das bei der Hart-Feinbearbeitung von Zahnrädern zum Einsatz kommt. (Bild:  Fraunhofer IWU)
SmartGRIND (Adaptives Wälzschleifen) ist ein hochsensitives, mitro-tierendes Messsystem, das bei der Hart-Feinbearbeitung von Zahnrädern zum Einsatz kommt.
(Bild: Fraunhofer IWU)

Darüber hinaus präsentiert der Forschungscluster am Messestand weitere Exponate, die den breiten Anwendungsbereich des Edge-Cloud-Continuums veranschaulichen. Das umfasst universelle Ansätze wie die leichtgewichtige und ressourcensparende „Edge-AI-Plattform“ über Lösungen für Einzelaspekte der Industrie 4.0 – wie der intelligente Werkzeughalter „smartTOOL.NextGen“ oder „Wise-Cut“ zur KI-basierten Vorhersage von Werkzeugstandzeit und Werkstückqualität – bis hin zu produktionsfernen Einsatzszenarien wie „Smart Track“ als Grundlage für Verkehrsmanagement und -planung.

Außerhalb des Messestands – als Teil des Industrial Security Circus in Halle 16, Stand A12 (Exponat Nr. 8) – stellt Fraunhofer zudem ein neues Konzept für mehr Datensouveränität vor: Das Generalized Lightweight Usage Control Enforcement (GLUE) erlaubt es Unternehmen, vor der Weitergabe von Daten die Integrität des Empfängersystems und somit den Schutz der zu übertragenden Daten sicherzustellen.

„Die vielfältigen Exponate belegen das Potenzial des Edge-Cloud-Continuums für eine sichere und souveräne digitale Infrastruktur verschiedener Industrien“, so Michael Fritz. „Sie zeigen zudem, wie der Cluster durch seine wissenschaftlichen Erkenntnisse und Lösungskompetenz die gesamte digitale Wertschöpfungskette als neutraler Technologielieferant für Industrieunternehmen unterstützen kann.“

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