Digitalisierungsstrategie: Das bringt der Einsatz einer MES-Lösung

Verantwortlicher Redakteur:in: Rainer Trummer 4 min Lesedauer

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Kelvion, Hersteller von Wärmetauschern, setzt bei seiner Digitalisierungsstrategie in Deutschland auf cronetwork MES. Die Lösung stellt neben SAP die wichtigste Software am Shopfloor dar. Die erfolgreiche Einführung wurde durch den hohen Individualisierungsgrad der Standardsoftware unterstützt. An sechs Standorten ist cronetwork MES bereits im Einsatz.

(Quelle:  Kelvion)
(Quelle: Kelvion)

Digitalisierungsstrategie in der Praxis: Wer Wärmetauscher sagt, muss auch Kelvion sagen. Der weltweit tätige Hersteller von industriell genutzten Wärmetauschern mit 50 Standorten weltweit, davon acht in Deutschland, versorgt mit mehr als 5.000 Mitarbeitern Kunden aus unterschiedlichen Branchen wie dem Energiesektor, Rechenzentren, erneuerbare Energien, Kälte- und Klimatechnik und der Nahrungsmittelbranche. Kelvion ist Spezialist für die Bereitstellung kundenspezifischer Produkte und Serviceleistungen und bedient seine Kunden über ein weltweit verfügbares Fertigungs-, Vertriebs- und Servicenetzwerk.

Viele Fertigungsstandorte, eine Digitalisierungsstrategie

Alleine in Deutschland wird an acht Standorten gefertigt, mit teils sehr unterschiedlichen Prozessen und Fertigungsbereichen. „Wir haben eine gewisse Varianz in unseren Standortanforderungen. Während sich die grobe Ausrichtung tendenziell gleich gestaltet, kommen bei genauerem Hinsehen doch wichtige Unterschiede zum Tragen“, beschreibt Dr. Karl Magdans, Project Lead und Hauptkoordinator für die Digitalisierungsprojekte der Kelvion Holding am Shopfloor, die Ausgangssituation. „Für uns war es daher wichtig, nur auf Systeme zu setzen, die auch eine gewisse Flexibilität mit sich bringen und die Unterschiede in der Fertigungstiefe einheitlich abbilden können“, so Magdans weiter.

Seit mittlerweile fünf Jahren ist cronetwork MES bei Kelvion im Einsatz und hat sich neben SAP als wichtigste Software am Shopfloor etabliert. „Das liegt einerseits an der hohen Integrationsfähigkeit der Software vor allem hinsichtlich ERP-Systemen und andererseits an den Individualisierungsmöglichkeiten, die trotz der Update-Sicherheit von cronetwork gegeben sind. Das gibt uns Planungssicherheit auch für das Ausrollen an weiteren Produktionsstandorten“, erläutert Magdans. Darüber hinaus realisiert Kelvion aktuell gemeinsam mit Industrie Informatik einen Connector zwischen cronetwork MES und der SAP Public Cloud – ein weiterer Indikator für eine zukunftssichere Partnerschaft.

(Über 1.000 Mitarbeiter nutzen bei Kelvion die Funktionalitäten von cronetwork MES. Bild: Kelvion)
(Über 1.000 Mitarbeiter nutzen bei Kelvion die Funktionalitäten von cronetwork MES. Bild: Kelvion)

Einsatz des MES an allen Produktionsstandorten

Schon bei der MES-Auswahl vor mehreren Jahren war Kelvion überzeugt, dass nur ein Komplettanbieter in Frage kommen werde, da man das Thema nach und nach ganzheitlich angehen würde. So wurden bis heute Maschinen- und Betriebsdatenerfassung, Business Intelligence und Personalzeiterfassung in bis zu sechs Werken eingeführt. Mit Feinplanung APS befindet man sich zudem an mehreren Standorten in der Implementierungsphase, einer läuft bereits produktiv. „Im Rahmen unserer Digitalisierungsstrategie hat die Implementierung von cronetwork hohe Priorität. Kontinuierliche Prozessverbesserung und -transparenz werden erst durch den Einsatz des MES-Systems möglich. Unser Ziel ist es, alle produzierenden Standorte damit auszustatten“, berichtet Magdans.

Das Unternehmen versucht, möglichst eng am Standard von Cronetwork zu bleiben, obwohl es nicht „die eine Schablone“ als Einführungskonzept gibt. „Meine Aufgabe ist eine koordinierte Systemeinführung über die Werke hinweg. Der Spagat zwischen Standardsoftware und hoher Flexibilität gelingt mit cronetwork MES sehr gut und hilft enorm dabei, lokale Prozesse bestmöglich abzubilden“, so Magdans. Für ihn ist zudem die pragmatische Herangehensweise in der Implementierungsphase und der kontinuierliche Support der Industrie Informatik Mitarbeitenden nach dem Go-Live ein wichtiger Faktor.

(Dr. Karl Magdans, Project Lead, Kelvion Holding GmbH Bild: Kelvion)
(Dr. Karl Magdans, Project Lead, Kelvion Holding GmbH Bild: Kelvion)

Zufriedene Nutzer dank positiver Nutzeneffekte

Aktuell nutzen rund 1.000 Mitarbeitende die PZE-Funktionalitäten und mehr als 400 MDE, BDE und Feinplanung. Die Akzeptanz ist speziell am Shopfloor sehr hoch. Die Mitarbeiter sind der Digitalisierung gegenüber aufgeschlossen und glänzen immer wieder mit innovativen Nutzungsideen, zum Beispiel bei der optimierten Gestaltung von Terminal-User-Interfaces. „Wir konnten beobachten, dass Anwender mehr Spaß und Akzeptanz bei der Nutzung zeigen, wenn Sie von Anfang an in die Projekte miteinbezogen werden und ihre Wünsche und Ideen berücksichtigt werden“, kommentiert Magdans.

Zudem liegen die Nutzeneffekte klar auf der Hand, was für zusätzliches Commitment unter der Belegschaft sorgt. Das Fazit von Dr. Karl Magdans: „Wir haben jetzt einen umfassenden Blick auf Maschinenstati, Produktivitätskennzahlen und viele weitere Informationen, die unsere Prozesstransparenz und damit Effizienz am Shopfloor enorm erhöhen. Die neuen und flexibel gestaltbaren Terminals versorgen darüber hinaus unsere Werkerinnen und Werker schnell und aktuell mit den essenziellen Infos. Die flächendeckende Einführung der Personalzeiterfassung schafft Transparenz für das gesamte Unternehmen. Die digitale Erfassung von Arbeits- und Urlaubszeiten fließt auch unterstützend in die Feinplanung mit ein.“

Im Sinne der ESG-Prinzipien (Environment, Social, Governance) ist die Schaffung einer papierlosen Fertigung ebenso ein wichtiges Thema, das durch die Einführung eines MES noch an Fahrt aufgenommen hat. Die Digitalisierungsstrategie von Kelvion zeigt äußerst positive Nutzeneffekte. cronetwork MES hat sich auf diesem Weg als eines der führenden Systeme etabliert. Nicht zuletzt aufgrund der hohen Anpassungsfähigkeit trotz etablierter Updatesicherheit, der vielen Integrationsmöglichkeiten und der zukunftsfähigen Ausrichtung. Und wie bereits am Anfang erwähnt: die gemeinsame Story hat damit erst begonnen.

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Der Autor Markus Maier, Corporate Marketing & Public Relations bei der Industrie Informatik GmbH.

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