Effizienzsteigerung durch MES Digitale Transformation bei der Wagner GmbH

Von Sack EDV-Systeme GmbH 3 min Lesedauer

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Das 2011 bei Wagner GmbH eingeführte ERP-System Bios und das installierte MES-Tool ProMExS steigerten die Effizienz um 30 Prozent und fördern bis heute die digitale Fertigung.

MES-Schub in der Fertigung: Die Wagner GmbH ist ein mittelständischer Fertigungsbetrieb, der hochpräzise Werkzeuge, Formen und Baugruppen im spanabtragenden Maschinenbau herstellt.(Bild:  Wagner GmbH)
MES-Schub in der Fertigung: Die Wagner GmbH ist ein mittelständischer Fertigungsbetrieb, der hochpräzise Werkzeuge, Formen und Baugruppen im spanabtragenden Maschinenbau herstellt.
(Bild: Wagner GmbH)

Die Wagner GmbH ist ein mittelständischer Fertigungsbetrieb, der hochpräzise Werkzeuge, Formen und Baugruppen im spanabtragenden Maschinenbau herstellt – vom Einzelteil bis zur kompletten Einheit. Neben Projekten nach Kundenzeichnung gehört ein kleines, spezialisiertes Produktportfolio rund um Verschließtechnik für Flaschen zur Angebotspalette. Kunden stammen aus dem Anlagen- und Maschinenbau, der Medizintechnik sowie insbesondere aus der Getränkeindustrie. Mit wachsender Produktvielfalt und steigenden Anforderungen wurde 2010 deutlich: Die alten Strukturen stießen an ihre Grenzen. Immer komplexere Aufträge verlangten nach mehr Transparenz in den Prozessen – und nach einer Planung, die nicht nur reagiert, sondern vorausschauend steuert.

Mit MES-Lösung zur digitalen Fertigungsplanung

Unterstützt von der Sack EDV-Systeme GmbH entschied sich Wagner im Jahr 2011 für die Einführung von Bios2000 als ERP-System und ProMExS als MES-Lösung mit integriertem Fertigungsfeinplanungssystem. Das Ziel: Aufträge durchgängig digital abbilden – von der Kalkulation bis zum Versand. Schon nach wenigen Wochen sanken Rüstzeiten um ein Drittel, Maschinenstillstände wurden seltener, Lagerbestände wurden optimiert. Das mündete in deutlich kürzeren Durchlaufzeiten und höherer Terminsicherheit. „ProMExS war von Anfang an das Herzstück, um die Fertigung in den Griff zu bekommen“, erinnert sich Roland Kirchner, Geschäftsführer der Wagner GmbH. „Wir konnten plötzlich in Echtzeit sehen, wo zum Beispiel Kapazitäten fehlen – und Entscheidungen faktenbasiert treffen.“

MES als Rückgrat der digitalisierten Fertigung

Vierzehn Jahre später ist aus der Entscheidung von damals das Rückgrat einer digitalisierten Fertigungsorganisation geworden. Aufträge laufen nicht mehr auf Papier, sondern werden an digitalen Plantafeln und über Tablets in der Produktion gesteuert. Maschinen melden automatisch ihre Lauf- und Stillstandzeiten, Qualitätsdaten werden erfasst und ins ISO-Managementsystem gespielt. Selbst Schichtübergaben oder Hinweise an Mitarbeiter erfolgen inzwischen über ein digitales schwarzes Brett.

ProMExS war von Anfang an das Herzstück, um die Fertigung in den Griff zu bekommen.

„Wir sind noch nicht am Ziel, aber auf einem klaren Weg zur Smart Factory“, betont Benjamin Kirchner, Mitglied der Geschäftsleitung bei Wagner. „Unsere Prozesse sind so transparent, dass wir sehr schnell handeln können. Das hilft uns auch bei internationalen Projekten und komplexen Aufgabenstellungen. Kunden, mit denen keine Vorort-Termine stattfinden können, sehen dennoch, dass wir flexibel reagieren und Termine zuverlässig halten – und genau das ist heute im Wettbewerb entscheidend.“

Software und Maschinenpark arbeiten auch über Nacht

Parallel zur Software hat Wagner in den vergangenen Jahren kontinuierlich in den Maschinenpark investiert. Die Kombination aus modernster Technik und durchgängiger Planung sorgt dafür, dass Bauteile im µm-Bereich gefertigt und Aufträge auch über Nacht weiterbearbeitet werden können – ohne dass ständig eine zuständige Person danebenstehen muss. „Wir fertigen buchstäblich, während andere schlafen“, sagt Benjamin Kirchner. Den Takt gibt bis heute die Planung vor. ProMExS sorgt dafür, dass Maschinen optimal ausgelastet sind, Engpässe rechtzeitig sichtbar werden und auch kurzfristige Änderungen ohne Chaos umgesetzt werden können. „Wir steuern unsere Fertigung heute mit einem Transparenzgrad, den wir uns vor einigen Jahren noch nicht vorstellen konnten“, erklärt Roland Kirchner. „Jede Änderung wird sofort sichtbar – und wir können flexibel reagieren, ohne den Überblick zu verlieren.“

Automatisierungsgrad soll weiter steigen – KI in Planung

Heute liegt der Automatisierungsgrad bei rund 30 Prozent – und Wagner sieht das als Zwischenstand. Geplant ist der Einsatz KI-gestützter CAM-Programmierung, die Erschließung neuer Märkte wie Luft- und Raumfahrt sowie ein eigener Servicebereich für die Getränkeindustrie. Ein wesentlicher Schlüssel dabei bleibt die enge Zusammenarbeit mit Sack EDV-Systeme.

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