Wer kennt sie alle? Die unterschiedlichen Arten von Robotern, die bei der Automatisierung der Fertigung zum Einsatz kommen – macht nichts – hier die Auffrischung.
(Quelle: Pixel B/Shutterstock)
In der Fertigungsbranche gibt es selten, wenn überhaupt, einen einheitlichen Ansatz, der allen Ansprüchen gerecht wird. Bei der Auswahl industrieller Roboter zur Automatisierung von Prozessen ist es wichtig, dass Anlagenmanager wissen, welche Faktoren sie berücksichtigen müssen. In diesem Artikel bespricht Jonathan Wilkins, Direktor bei EU Automation, Zulieferer für Industriebauteile, was Fertiger berücksichtigen sollten, wenn Sie vor der Wahl stehen, in welche Art von Roboter sie investieren.
Industrieroboter wurden lange eingesetzt, um menschlichen Arbeitskräften jene Aufgaben abzunehmen, die gefährlich, schmutzig oder repetitiv sind. Bei diesen Robotern handelt es sich meist um große, sperrige Maschinen in Käfigen, die in Anwendungen wie Verpackungs- und Palettieraufgaben schwere Lasten heben. Die Integration mehrerer Industrieroboter erlaubt die vollständige Automatisierung von Produktionslinien, es ist jedoch trotzdem wichtig, dass Anlagenmanager die richtigen Roboter für die jeweiligen Aufgaben auswählen.
Was Sie über Industrie-Roboter wissen sollten
Es gibt drei Arten von Robotern, die im Rahmen der Automatisierung von Fertigungsprozessen üblicherweise zum Einsatz kommen. Da wäre zunächst der sechsachsige Roboter, der seit jeher eine beliebte Wahl für Hersteller darstellt. Diese Art von Roboter nutzt zur Erfüllung ihrer Aufgaben sechs Bewegungsachsen, die manchmal auch als die sechs Freiheitsgrade bezeichnet werden, und dank denen sie sich ideal für Anwendungen eignet, welche komplexe Bewegungsabläufe erfordern.
Ein wesentlicher Vorteil dieser Modelle ist ihre einfache Programmierbarkeit, denn um sie nutzen zu können, müssen Bediener nicht über fortgeschrittene Programmierfähigkeiten verfügen. Solche Roboter können KI-Software und maschinelles Lernen verwenden, um Prozesse zu erlernen und diese zu verbessern – sie können bei Bedarf sogar den Code für ihre eigenen Programme schreiben.
Roboter ist nicht gleich Roboter
Bei der nächsten Art von Industrieroboter handelt es sich um die so genannten SCARA-Roboter (Selective Compliance Assembly Robot Arm) oder horizontale Gelenkarmroboter, eine Familie, die in kleinen Robotik-Montageanwendungen überaus beliebt ist. SCARA-Roboter verfügen über eine in einer festen Position montierte Basis, ihr Arm ist auf der Z-Achse unbeweglich und bietet Rotationsbewegungen auf der X- und Y-Achse.
Schlussendlich gibt es die Kollaborativen Roboter, die auch als Cobots bezeichnet werden. Diese Art von Roboter wurde entwickelt, um in einem gemeinsamen Arbeitsbereich gefahrlos neben dem Menschen zu arbeiten. Cobots verfügen über mehr Flexibilität und Geschicklichkeit und sind in der Lage, anspruchsvollere Aufgaben zu übernehmen, als dies mit konventionellen Robotern möglich ist, beispielsweise die Politur empfindlicher Materialien im Rahmen von Produktionsprozessen. Die Nachfrage nach dieser Technologie steigt kontinuierlich an, und bis 2025 wird erwartet, dass der weltweit Markt für Cobots einen Wert von 9 Milliarden USD erreichen wird.
Die Qual der Wahl
Bei der Entscheidung, welche Art von Roboter sie in ihre Anlagen integrieren sollen, müssen Hersteller die gewünschte Produktionsgeschwindigkeit und das von ihnen angestrebte Volumen berücksichtigen. Für Hersteller in Branchen wie der Abfüll- oder Verpackungsindustrie, die wesentlich höhere Produktionsgeschwindigkeiten oder -volumina benötigen, kann der Kauf konventioneller Roboter, beispielsweise sechsachsiger Roboter, von Vorteil sein. Die Logik dahinter ist einfach. Je weniger menschliche Bediener in der Anlage, desto geringer die Wahrscheinlichkeit, dass das System verlangsamt wird, was zu einer Steigerung der Produktion führt. Mehrere Industrieroboter können integriert werden, um eine vollständig automatisierte Produktionslinie zu schaffen.
Aufgrund ihrer Flexibilität und der im Vergleich zu vollständig automatisierten Robotik-Systemen relativ einfachen Bedienbarkeit werden Cobots im Allgemeinen als günstige und attraktive Wahl für kleine und mittlere Betriebe betrachtet. Solche Hersteller können vom traditionellen Leistungsversprechen von Robotern profitieren – nämlich, dass sie in der Lage sind, repetitive oder risikobehaftete Prozesse zu übernehmen und menschliche Arbeitskräfte so in die Lage versetzen, Mehrwert zu generieren – jedoch zu wesentlich niedrigeren Einstiegskosten.
Weitere Informationen dazu, wie Sie Ihre Produktionsanlage unter Berücksichtigung von Obsoleszenzmanagement modernisieren können, finden sie auf der Website von EU Automation.
Stand: 16.12.2025
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Titel-Tag: Die unterschiedlichen Arten von Robotern, die bei der Automatisierung der Fertigung zum Einsatz kommen
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