In der Corona-Krise ist es auch durch Kurzarbeit eine Herausforderung, die Fertigung effizient durchzuplanen. Wie MES weiterhelfen kann.
(Quelle: Photocreo Michal Bednarek/Shutterstock)
Die Corona-Krise zwingt Maschinenbauer, Teilefertiger und Zulieferer zu flexiblen Arbeitszeitmodellen – oft auch in Verbindung mit Kurzarbeit. Doch oft bleibt dabei die Effizienz auf der Strecke. Mit der Manufacturing Execution Software MES Core von der Fauser AG sichern Betriebsleiter und Planer die Effizienz trotz Kurzarbeit: Ein neues Modul zur Personal-Einsatzplanung (PEP) schafft intelligente Verbindungen zwischen Mitarbeitern und Maschinen, die bei der Planung von Aufträgen und Arbeitsgängen ebenso wie der Maschinenbelegung berücksichtigt werden.
Die Fauser AG verfolgt mit mit dem modular aufgebauten ERP-/MES-/BDE-System ein besonderes Benutzerkonzept: Alle wesentlichen Arbeitsabläufe sollen in nur einer Bildschirmmaske abgewickelt werden könnnen. Dies gilt für die Verwaltung von Kunden- und Lieferantenadressen ebenso, wie für die Faktura: In vertikaler Ausrichtung werden Angebote, Bestätigungen, Lieferscheine, Rechnungen und Mahnungen zusammenhängend dargestellt. Horizontal sind die verschiedenen Vorgänge ersichtlich, wahlweise nach Kunden, Auftragsnummern, Terminen oder sonstigen Daten geordnet. In beiden Richtungen lassen sich zur Vermeidung von Mehrfacheingaben Vorgänge kopieren: So wird ganz einfach aus einem Angebot eine Auftragsbestätigung – oder aus einem Vorläuferauftrag die Offerte für ein neues Projekt.
So lassen sich Mensch, Maschine und Material auch in der Corona-Krise effizient einplanen
Ebenso einfach lassen sich Aufträge und Arbeitsgänge im Manufacturing Execution System verplanen. Dank MES, behalten Fertigungsplaner den Überblick über alle Ressourcen und Termine in der Fertigung. Wie in einer klassischen Plantafel lassen sich Aufträge und Arbeitsgänge manuell mit der Maus auf andere Tage, Maschinen oder Arbeitsplätze verschieben. In der automatischen Planung kann man Szenarien auf bestimmte Zeiträume, Arbeitsplätze oder Maschinen begrenzen. Einfache Freigabe-Routinen sorgen dafür, dass nur genehmigte Planungsstände umgesetzt werden. Individuell anpassbare Workflows propagieren die Änderungen im Betrieb. Eine einzige Bildschirmmaske enthält wieder alle jeweils notwendigen Informationen und Funktionen.
Die Kapazitäten der vorhandenen Werker übersichtlich dargestellt.
(Quelle: Fauser AG)
Neue Planungsstände lassen sich beliebig optimieren, bevor sie schließlich bestätigt und kommuniziert werden. Die grafische Darstellung zeigt anstehende Engpässe und Probleme frühzeitig auf und eröffnet zahlreiche Handlungsmöglichkeiten. Feststehende Workflows und Regelwerke werden ebenso unterstützt, wie verschiedene Planungsstrategien zur Rüstoptimierung, höherer Termintreue und Vermeidung von Lohnzuschlägen.
Wie Transparenz und Kompetenz für Planbarkeit auch in Krisenzeiten sorgen
In der Corona-Krise fehlen oft die Aufträge, um Maschinenkapazitäten optimal auszulasten. Umso wichtiger wird die Effizienz: Mit möglichst geringen Ressourcen müssen Qualitätsvorgaben und Termine eingehalten werden, damit spanende Fertigungsbetriebe noch Deckungsbeiträge erwirtschaften können. Wenn die Vermeidung von Schicht- und Überstundenzuschlägen wirtschaftlich nicht ausreicht, muss Kurzarbeit angemeldet werden. Die nunmehr knappe Arbeitszeit der Leistungsträger muss ihre Kompetenzen zur Bedienung bestimmter Maschinen berücksichtigen.
Intelligente Personal-Einsatzplanung bei Kurzarbeit
Dies gelingt mit einer neuen Funktion für die Anzeige von Mitarbeiter-Kapazitäten während der Planung der Maschinenbelegung: Die Fauser hat diese neue Möglichkeit in MES Core geschaffen, um damit aktuelle Bedürfnisse von Fertigungsbetrieben zu erfüllen.
Das funktioniert so: Um die Kompetenzen im Blick zu behalten, werden die Mitarbeiter einer Maschine oder Maschinengruppe zugeordnet, die sie betreuen können. Mit einem neuen Modul zur Personal-Einsatzplanung (PEP) wird dann das Kapazitätsangebot der Mitarbeiter dem Bedarf der Maschinen gegenübergestellt. Verschiedene Ansichten erleichtern schließlich den Ausgleich von Über- und Unterkapazitäten während der Planung der Maschinenbelegung.
Transparenz und Sicherheit in die Abwicklung von Abrufaufträgen.
(Quelle: Fasuer AG)
Einerseits lässt sich dies zum Abbau von Überstunden und Urlaub nutzen, um die Voraussetzung für Kurzarbeit zu schaffen. Andererseits werden die Auswirkungen von Kurzarbeit, Urlaub und Krankheit frühzeitig erkannt. Im täglichen Einsatz stehen den Planern dann verschiedene Strategien zur Verfügung: Sie können Arbeitsgänge so auf die Maschinen verteilen, dass die vorhandenen Mitarbeiter optimal eingesetzt werden und die hohe Auslastung hocheffizienter Maschinen bei der Planung forcieren, während andere stillgelegt werden.
Schließlich können die Planer auf diese Weise durch Priorisierung von Lieferterminen und Qualitätsmerkmalen die Kundenzufriedenheit erhöhen. So lässt sich auch in Zeiten einer Krise wie die Corona-Krise eine hohe Effizienz aufrechterhalten. Als Nebeneffekt wird auch die Fertigungsplanung effektiver und lässt sich verbindlicher umsetzen.
Stand: 16.12.2025
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Wie gerade auch der Mittelstand profitieren kann
Mit zahlreichen Funktionen passt sich die Fauser Suite den Anforderungen und Abläufen der unterschiedlichen Fertigungsbranchen an. Bauteile oder Baugruppen, Projekte mit wachsenden Stücklisten oder Lieferabrufe über EDI (Electronic Data Interchange) lassen sich problemlos abbilden. Eine Chargenverwaltung oder die Abbildung von Verpackungs- und Versandvorschriften gehören ebenso zum Standard, wie die Anbindung an Buchhaltungssysteme wie Datev. Dabei bleibt das System so schlank und flexibel, seine Benutzung so schnell und einfach, wie es kleine und mittelständische Betriebe erwarten. Auswertungen nach Aufträgen, Personen und Arbeitsplätzen liefern wertvolle Erkenntnisse zur kontinuierlichen Verbesserung der Produktivität.
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