Einkäufer sind heute in der Situation, Bauteile schnell und zuverlässig beschaffen zu müssen, um den Anforderungen einer flexiblen Fertigung gerecht zu werden. Doch sie treffen immer öfter auf Unsicherheiten und Krisen, die wie Bremsklötze wirken. Im Zuge dessen rücken Ideen wie eine Beschaffungsplattform, die das Lieferantenmanagement vereinfachen, immer stärker in den Fokus. Dies minimiert Abhängigkeiten, stärkt die Resilienz der Unternehmen und ist der Hebel für Ingenieure, um die Innovationen von morgen voranzutreiben.
Das europäische Forschungszentrum CERN hat Strahlenschutzkomponenten über Facturee gefertigt: Stahlrohre und Stahlplatten mit insgesamt fünf Tonnen Gewicht.
(Bild: CERN)
Der Druck im Einkauf wächst: Bei der Beschaffung zählt schnelle Verfügbarkeit ebenso wie höchste Qualität, gerade wenn es um Zeichnungsteile geht. Besonders in Krisenzeiten, wenn Lieferketten gestört sind, steigen bei der konventionellen Lohnfertigung die Risiken von Lieferausfällen und -verzögerungen. Dieses Modell kann mit den neuen Anforderungen perspektivisch nicht mehr Schritt halten. Einkäufer sehen daher zunehmend die Vorteile digitaler Beschaffungsplattformen, bei denen Lieferanten gebündelt werden.
Durch Beschaffungsplattform auch in Krisenzeiten handlungsfähig
Der neuartige Beschaffungsprozess, wie ihn Facturee ermöglicht, basiert auf Digitalisierung, Automatisierung und Vernetzung. Hierbei wird durch ein umfangreiches Netzwerk ein breites Spektrum an Fertigungstechniken wie CNC-Bearbeitung, Blechbearbeitung, 3D-Druck, Guss- und Schmiedeverfahren sowie Oberflächenbehandlungen gebündelt. Dies führt dazu, dass Facturee immer lieferfähig ist und somit für den Einkauf stabile Beschaffungsprozesse im Sinne der Resilienz gegeben sind.
Facturee kann seinen Kunden ein breites Spektrum an Fertigungstechniken wie CNC-Bearbeitung, Blechbearbeitung, 3D-Druck, Guss- und Schmiedeverfahren sowie Oberflächenbehandlungen anbieten.
(Bild: Facturee)
Aufgrund quasi unbegrenzter Fertigungskapazitäten kann Facturee weitaus flexibler und zuverlässiger auf aktuelle Entwicklungen reagieren als einzelne Fertigungsbetriebe. Aufträge lassen sich gemäß den jeweiligen Anforderungen und Kapazitäten entsprechend verteilen oder bei Bedarf umschichten. Dafür hat Facturee Zugriff auf ein riesiges Fertigungsnetzwerk mit mehr als 2.000 Partnern aus nahezu allen Bereichen der Fertigungstechnik. So lassen sich Klein- und Großserienfertigungen realisieren, aber auch Prototyping-Projekte.
Facturee identifiziert für jede Beschaffungsanforderung – gestützt durch künstliche Intelligenz – den am besten geeigneten Fertiger im Hinblick auf Qualität, Preis und Lieferzeit. Die Lieferantenbündelung nimmt Einkäufern die sonst oftmals aufwändige Fertigersuche und -qualifizierung ab und reduziert die Komplexität. Facturee ist über die gesamte Dauer der Projektabwicklung alleiniger Vertrags- und Ansprechpartner und übernimmt dabei die volle Verantwortung für Liefertreue sowie Qualität der Teile. Einkäufer erhalten somit eine schnelle, unkomplizierte Beschaffung von Zeichnungsteilen jeglicher Art aus einer Hand – inklusive Oberflächenbehandlung und Zusammenbau. Damit verbunden sind Planungssicherheit und Entlastung in den sonst recht aufwändigen Prozessen.
Die Beschaffungsplattform ist Enabler für die Innovationen von morgen
Das Modell der Beschaffungsplattform fördert zum einen die Resilienz, zum anderen ermöglicht es die Umsetzung von Innovationen. Ein Beispiel: Ein Ingenieur tüftelt an einem innovativen und visionären Produkt, für das er ein maßgeschneidertes Bauteil benötigt, das noch nicht existiert. Er braucht also einen Dienstleister, der ihm dieses Bauteil passgenau, in guter Qualität herstellen und möglichst schnell und einfach zur Verfügung stellen kann. Facturee übernimmt für ihn die Suche und stellt schnell eine Lösung bereit, so dass sich die Innovation innerhalb kürzester Zeit auf den Weg bringen lässt.
Kommentar von Moritz König, Co-Founder und CEO von Facturee
„Unsere Bauteile sind auch im Weltraum unterwegs”
Wenn wir die Fertigungsbranche betrachten, dann sehen wir einen riesigen globalen Markt, der aktuell noch deutlich von der konventionellen Lohnfertigung dominiert wird, in den aber zunehmend Dynamik kommt. Das Konzept der Beschaffungsplattformen beziehungsweise des Lieferantenmanagements setzt sich immer stärker durch, denn insbesondere inmitten anhaltender globaler Krisen kommen die Vorzüge gegenüber traditionellen Beschaffungsformen zum Tragen, zum Beispiel Unabhängigkeit und Verlässlichkeit.
Beschafftungsplattform bietet Expertise und großes Netzwerk
Facturee verbindet ein hohes Kunden- und Fertigerverständnis miteinander. Mit dieser – über viele Jahre aufgebauten – Expertise und dem im Vergleich zu Mitbewerbern überdurchschnittlich großen Netzwerk finden wir für jede Anforderung die Lösung. Wir bedienen Serienfertigung, aber auch Prototyping. Diese lösungsorientiere Vorgehensweise führt dazu, dass Einkäufer letztendlich für die unterschiedlichsten Anforderungen nur uns als persönlichen Ansprechpartner (wie beim klassischen Lohnfertiger um die Ecke) benötigen und sich somit zukunftsfähig aufstellen können. Denn ‚geht nicht, gibt’s bei uns nicht‘.
Das zeigt sich beispielsweise bei der Fertigung von Produkten für die Raumfahrt, für das CERN, für E-Bikes und für die Medizintechnik. Sie alle haben unterschiedliche Bedarfe. Wir haben beispielsweise für Parker Hannifin spezielle Dreh- und Frästeile für Montagevorrichtungen im Bereich Engineering fertigen lassen. Die Bauteile wurden in aufwändiger Dreh- und Fräsbearbeitung hergestellt, bei äußerst eng gesetzten Toleranzen und teilweise zusätzlichen Passungen. Gleichzeitig lösen wir Herausforderungen in der internationalen Spitzenforschung: Für das europäische Forschungszentrum CERN realisierten wir Stahlrohre und Stahlplatten mit insgesamt fünf Tonnen Gewicht, die in einem physikalischen Experiment als Komponenten für die Neutronenabschirmung zum Einsatz kamen. Auch lieferten wir Teile für den Bau von Prototypen und so genannten Space Qualification Models für die Raumfahrt. Die CNC-Teile wurden mit hoher Präzision gefertigt, schnell bereitgestellt und sind nun im Weltraum unterwegs.
Fazit: Bei der Entwicklung der Innovationen von morgen spielt das Procurement eine zentrale Rolle. Wenn es zum Hindernis anstatt zum Beschleuniger wird, gefährdet dies die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen. Facturee ermöglicht eine schnelle, unkomplizierte und verlässliche Beschaffung. Sie hat somit das Potenzial, das Einkaufsmodell der Zukunft zu werden und traditionelle, starre Strukturen abzulösen.
Moritz König ist Co-Founder und CEO bei Facturee.
(Bild: Facturee)
Eine Beschaffungsplattform schafft Entlastung bereits im Bestellprozess
Der Anfrageprozess bei Facturee ist teilautomatisiert und einfach handhabbar: Ein Request-Tool nimmt Anfragen mit wenigen Klicks auf und erfasst dabei alle vorhandenen Informationen, die zum Beispiel in Form von CAD-Daten und technischen Zeichnungen per PDF-Datei eingereicht werden. Die schnelle Anfrage und das Auslesen und Klassifizieren von Zeichnungen seitens Facturee entlastet die Einkäufer signifikant. Zudem stehen im gesamten Prozess persönliche Ansprechpartner zur Verfügung.
Der Autor Mark Berger ist freier Journalist.
Stand: 16.12.2025
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