Um wichtige Produktionsdaten regelmäßig zu sichern, greifen viele Unternehmen auf standardisierte Backup-Lösungen zurück. Doch diese geraten in heterogenen Systemumgebungen schnell an ihre Grenzen. Besser sind maßgeschneiderte Backup-Lösungen, die abgekoppelt vom Betriebssystem arbeiten und Daten auf Sektorebene sichern und wiederherstellen.
Backup-Lösungen spielen bei der Datensicherung eine entscheidende Rolle.
(Bild: Tierney/AdobeStock)
Daten sind das Lebenselixier jedes Unternehmens. Produktionspläne, Kundendaten, technische Zeichnungen und andere geschäftskritische Informationen müssen sicher gespeichert werden, damit die Integrität des Unternehmens gewährleistet ist. Hier kommen Backup-Lösungen ins Spiel. Mit ihnen lassen sich wichtige Daten regelmäßig sichern und im Falle eines Datenverlustes schnell wiederherstellen.
Backup-Lösungen: Standardisiert bitte!
Viele Unternehmen entscheiden sich für standardisierte Backup-Lösungen aus folgenden Gründen:
Kosten: Standard-Backup-Lösungen sind in der Regel kostengünstiger als maßgeschneiderte oder spezialisierte Lösungen. Sie bieten ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Funktionen und Kosten, was für kleinere und mittlere Unternehmen besonders attraktiv ist.
Benutzerfreundlichkeit: Standard-Backup-Lösungen sind oft gut bekannt im Ablauf für die Installation und der Bedienung. Sie minimieren den Schulungsaufwand für das Personal.
Support und Wartung: Standard-Backup-Lösungen werden von großen Softwareunternehmen entwickelt, die umfassenden Support und, durch Updates, regelmäßige Aktualisierungen und Anpassungen bieten. Unternehmen können so ihre Backup-Lösungen auf dem neuesten Stand halten.
Zeitersparnis: Da standardisierte Backup-Lösungen weit verbreitet sind, können sich IT-Fachleute schnell Detailwissen aneignen. Dies spart Zeit bei der Einarbeitung und Schulung des Personals.
Für die Industrie sind Standardlösungen dennoch kein Allheilmittel, denn sie können (unter anderem) die folgenden Anforderungen nur unzureichend abdecken.
Heterogene Systemumgebungen
Sehr oft sind in einer Produktionshalle mehrere Betriebssysteme im Einsatz: Windows, Linux und manchmal sogar noch DOS. Noch komplizierter wird es, wenn zum Beispiel bei Windows verschiedene Versionen im Einsatz sind. Versucht man nun für jedes Betriebssystem bzw. jede Betriebssystemversion eine Standard-Backup-Lösung zu finden und zu installieren, so entsteht eine Vielfalt an Backup-Lösungen, die nur noch bedingt beherrsch- und bedienbar ist. Einen Support für diese Vielfalt an Lösungen zu organisieren ist nahezu unmöglich. Eine gute Lösung für eine solche Situation wäre eine Backup-Lösung, die mit allen Betriebssystemen und deren Versionen kompatibel ist. So können mit nur einer Backup-Lösung alle vorhandenen Systeme gesichert und wiederhergestellt werden. Der Supportaufwand reduziert sich enorm.
Cloud-Speicherung oft keine Alternative für Backup-Lösungen
Industrieunternehmen verarbeiten häufig hochsensible Daten, darunter geistiges Eigentum und geschäftskritische Informationen. In der Cloud gespeicherte Daten können daher für Unternehmen anfälliger für unbefugten Zugriff sein, selbst wenn die Cloud-Anbieter strenge Sicherheitsmaßnahmen anwenden. Da viele Standard-Backup-Lösungen cloudbasiert sind, können sie schon aus diesem Grund nicht in Produktionsprozessen eingesetzt werden. Darüber hinaus haben einige Länder strenge Gesetze, die vorschreiben, dass bestimmte Daten im Land gespeichert werden müssen (Datenhoheit). Dies kann die Nutzung von Cloud-Datenspeicherung für Unternehmen, die in diesen Ländern ansässig sind oder mit ihnen Geschäfte machen, erschweren.
Strenge Anforderungen an die Compliance
In einigen Branchen, wie beispielsweise in der Luft- und Raumfahrt oder in der Pharmaindustrie, unterliegen industrielle Systeme strengen Zertifizierungs- und Compliance-Anforderungen. Das Hinzufügen oder Ändern von Software kann diese Zertifizierungen gefährden.
Eine Backup-Software muss auch in heterogenen Industrieumgebungen funktionieren.
(Bild: Waxar)
Industrie-PCs werden oft in Umgebungen eingesetzt, in denen hohe Stabilität und Zuverlässigkeit erforderlich sind, wie zum Beispiel in der Produktion oder in industriellen Steuerungssystemen. Die Installation von zusätzlicher Software kann das System potenziell instabil machen oder die Leistung beeinträchtigen. Darüber hinaus kann Backup-Software erhebliche Ressourcen wie CPU-Leistung, Arbeitsspeicher und Festplattenspeicher beanspruchen. Das Hinzufügen von Backup-Lösungen kann diese Ressourcen überlasten und den normalen Betrieb stören.
Industrielle Anwendungen nutzen oft spezielle Software, die für die Kontrolle und Überwachung von Prozessen entwickelt wurde. Die Verwendung von Backup-Software kann Konflikte verursachen, die zu Störungen oder Abstürzen führen können.
Aufgrund von Sicherheitsbedenken könnte die Installation zusätzlicher Software, insbesondere wenn sie eine Netzwerkverbindung erfordert, potenzielle Sicherheitslücken öffnen und das System anfälliger für Cyber-Angriffe machen.
Echtzeitverarbeitung ist sehr wichtig für viele industrielle Anwendungen. Das Hinzufügen von Backup-Software könnte jedoch die Echtzeitfähigkeit beeinträchtigen. Backup-Prozesse sind oft ressourcenintensiv und können die Antwortzeiten des Systems verlangsamen.
Stand: 16.12.2025
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DeviceImage
Herzstück der Waxar-Produkte ist die Backup-Software DeviceImage. Sie sichert verlustfrei und ohne Einschränkung durch logische Datenstrukturen direkt von der Festplatte oder vom Datenträger. Erfasst werden sowohl die selbsterzeugten Daten als auch alle Daten, die zur Wiederherstellung der Funktionalität der Systeme erforderlich sind. Auf dieser Grundlage lässt sich der softwaredefinierte Zustand eines Systems vollständig wiederherstellen. Damit eignet sich die Software für die Datensicherung von automatisierten Produktionssystemen mit beliebigen, auch proprietären Betriebssystemen.
Der Waxar ImageStick beinhaltet die patentierte Backup-Technologie DeviceImage, die plattformunabhängig ist und alle Daten vom produktionsrelevanten Datenträger des Industrie-PCs sichert.
(Bild: Waxar)
Herausforderungen bei der Wiederherstellung
Standard-Backup-Lösungen sichern und stellen Daten auf logischer Ebene wieder her, was bedeutet, dass sie nur Dateien als separate Einheiten speichern und wiederherstellen. Diese Methode kann zeitaufwändig sein und die Prozesse verlangsamen. Eine wesentlich bessere Alternative im Hinblick auf die Geschwindigkeit wäre, wenn die Backup-Methode die Daten nicht auf logischer Ebene (Dateien), sondern auf Sektorebene (Bit-für-Bit) sichern und wiederherstellen könnte. Durch diese Art der Datenspeicherung und -wiederherstellung ist die Prozessgeschwindigkeit um ein Vielfaches höher als bei der logischen (dateibasierten) Speicherung.
Backup-Lösungen: Was tun, wenn Standardlösungen nicht ausreichen?
Waxar entwickelt EU-patentierte Backup-Lösungen, die die meisten Anforderungen in der Industrie abdecken können. Der zentrale Punkt bei der Entwicklung ist die Fähigkeit in heterogenen Industrieumgebungen zu funktionieren. Viele weitere spezielle Anforderungen, wie Backup/Restore ohne Installation in das Betriebssystem oder Bit-für-Bit Speicherung zur Beschleunigung der Prozesse, wurden bereits umgesetzt. Weitere Anpassungen sind möglich.
Fazit
In Branchen mit strengen Zertifizierungs- und Compliance-Anforderungen sind industrielle Systeme oft sensibel gegenüber Veränderungen, insbesondere im Hinblick auf Software. Die Installation von zusätzlicher Software, wie Backup-Lösungen, kann zu Stabilitätsproblemen, Leistungseinbußen und Sicherheitsrisiken führen. Für Unternehmen, die spezifische Anforderungen haben und dennoch eine zuverlässige Backup-Lösung benötigen, ist die maßgeschneiderte Entwicklung daher entscheidend.
Der Autor Dr. Jurij Ivastsuk-Kienbaum ist Geschäftsführer von Waxar Data Saving Systems in Augsburg.