APS-Systeme im Praxischeck

Verantwortlicher Redakteur:in: Rainer Trummer 3 min Lesedauer

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Im anspruchsvollen Umfeld des Maschinen- und Anlagenbaus sind effiziente Fertigungs- und Planungsprozesse unerlässlich. Intelligente Advanced-Planning-and-Scheduling-Systeme (APS) gewinnen in diesem Zusammenhang zunehmend an Bedeutung. Inform hat in einer qualitativen Kundenbefragung die zentralen Ziele und Einflussfaktoren bei der Implementierung solcher Systeme ermittelt. Die Ergebnisse zeigen, dass den Anwendern vor allem die Erhöhung der Liefertermintreue, die Reduzierung der Durchlaufzeiten und die Effizienzsteigerung in der Produktion bei der Einführung von APSSoftware wichtig waren. Bei der Bewertung entscheidender Kaufkriterien standen die nahtlose Integration in bestehende IT-Systeme sowie Qualität und Leistung der Software im Vordergrund.

(Quelle:  Inform)
(Quelle: Inform)

In Zeiten, in denen Effizienz und Resilienz entscheidend für den Geschäftserfolg sind, rücken APS-Systeme immer stärker in den Fokus der Unternehmensstrategie. Die entscheidungsintelligenten Systeme ermöglichen nicht nur eine präzise Planung von Ressourcen, sondern auch eine dynamische Anpassungsfähigkeit an sich verändernde Marktbedingungen. Aufschlussreiche Erkenntnisse über moderne APS-Systeme liefert eine qualitative Befragung, die im vierten Quartal 2023 im Rahmen des 19. Felios-Anwendertreffens von Inform durchgeführt wurde. Dort trafen sich rund 116 Fach- und Führungskräfte aus dem Maschinen- und Anlagenbau, um Erfahrungen, Fragen und Ideen zu Felios, einer intelligenten Produktionsplanungssoftware auszutauschen. Aus allen Teilnehmenden wählte das Aachener Softwarehaus 29 Experten aus, die ausführlich interviewt wurden. Ziel der Befragung war es, einen detaillierten Einblick in die Anforderungen der Branche an APS-Systeme zu erhalten sowie konkrete Ziele und Herausforderungen bei der Einführung zu identifizieren.

Einführung der APS-Software als oberste Priorität 

Die Ergebnisse unterstreichen die hohe Relevanz der Einführung von APS-Systemen im Maschinen- und Anlagenbau. Dies zeigt sich daran, dass die Einführung der intelligenten Systeme für 73 % der befragten Unternehmen eine hohe Priorität hatte. 12 % der Befragten gaben sogar an, dass die Einführung in ihren Unternehmen eine sehr hohe Priorität einnahm. Hinsichtlich des Einflusses des Wettbewerbsdrucks in der Branche auf die Notwendigkeit einer APS-Software zeigt die Befragung ein differenziertes Bild. Während sich anteilig die meisten Befragten (35 %) neutral äußerten, gaben 31 % an, dass der Wettbewerbsdruck die Notwendigkeit von APS-Software stark beeinflusst hat. 12 % sprachen sogar von einem sehr starken Einfluss.

(„Die Ergebnisse unserer qualitativen Befragung bestätigen den wachsenden Stellenwert von APS-Systemen“, sagt Stipo Nad, Leiter Business Development Produktion bei Inform. Bild: Inform)

Das wichtigste Ziel bei der Einführung von APS-Software war für die Anwender vor allem die Erhöhung der Liefertermintreue, die mit 75 % an erster Stelle stand. Dem schließt sich auch Stefan Göbel, Head of Operations bei Oerlikon Barmag in Remscheid an. „Die Verbesserung unserer Liefertermintreue war eines der Hauptziele, die für uns ausschlaggebend für die Einführung eines geeigneten APS-Systems waren. Mit Hilfe der Software konnten wir dieses Ziel bereits nach 12 Monaten erreichen und unsere Liefertermintreue auf über 90 % steigern. Damit konnten wir nicht nur die Verlässlichkeit gegenüber unseren Kunden erhöhen, sondern durch die verbesserte Transparenz auch den Planungs- und Steuerungsaufwand deutlich reduzieren.“ Die Reduzierung der Durchlaufzeiten sowie die Effizienzsteigerung in der Produktion standen mit 33 % bzw. 32 % an zweiter Stelle. Die Verringerung von Produktionsausfällen und die Reduzierung von Lagerbeständen wurden von den Anwendern eher am Ende der Prioritätenliste gesehen. 

APS-Systeme mit Relevanz für strategische Ausrichtung

Bei der Bewertung der entscheidenden Faktoren für den Kaufprozess stand für die Befragten die Integration in bestehende IT-Systeme an erster Stelle, die von 67 % als sehr wichtig eingestuft wurde. Qualität und Leistung sowie Schulung und Support folgen mit 58 % und 46 % als weitere entscheidende Aspekte. Nachhaltigkeitsaspekte, Unternehmensimage und Resilienz sowie persönliche Beziehungen wurden dagegen als weniger wichtig eingestuft. „Die Ergebnisse unserer qualitativen Befragung bestätigen den wachsenden Stellenwert von APS-Systemen“, sagt Stipo Nad, Leiter Business Development Produktion bei Inform. „Die klare Priorisierung von Liefertermintreue, Verkürzung der Durchlaufzeiten und Effizienzsteigerung als zentrale Ziele bei der Einführung von APS-Systemen unterstreicht ihre unmittelbare Relevanz für die strategische Ausrichtung von Unternehmen im Maschinenbau. In Zeiten steigenden Wettbewerbsdrucks und wachsender Kundenanforderungen positionieren sich Unternehmen durch den Einsatz moderner APS-Systeme als zukunftsorientiert und wettbewerbsfähig am Markt“.

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