5G-Campus-Netze Schlüssel zu flexibler automatisierter Fertigung

Von Thomas Panhans 4 min Lesedauer

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5G-Campus-Netze als essentielle Infrastruktur für die flexible, schnelle Anpassung in der automatisierten Fertigung helfen Unternehmen bei der Produktionsanpassung und dem Umgang mit individualisierten Produkten.

Für eine anspruchsvolle Fertigung: Ein 5G-Campus-Netz ist ein exklusives Mobilfunknetz für ein definiertes lokales Firmengelände. Basierend auf der 5G-Technologie bietet es hohe Datensicherheit, schnelle Datenübertragung mit geringen Latenzzeiten und garantierte Verfügbarkeit von hohen Bandbreiten mit definiertem Datendurchsatz.(Bild: © WenPhoto/stock.adobe.com)
Für eine anspruchsvolle Fertigung: Ein 5G-Campus-Netz ist ein exklusives Mobilfunknetz für ein definiertes lokales Firmengelände. Basierend auf der 5G-Technologie bietet es hohe Datensicherheit, schnelle Datenübertragung mit geringen Latenzzeiten und garantierte Verfügbarkeit von hohen Bandbreiten mit definiertem Datendurchsatz.
(Bild: © WenPhoto/stock.adobe.com)

Die Grundlage für anpassungsfähige und effiziente Produktionen sind digitale und automatisierte Workflows. Unternehmen können ihre Fertigung skalieren und umbauen, erhalten die nötige Resilienz, um auf Unvorhergesehenes reagieren und im internationalen Wettbewerb bestehen zu können. Unerlässlich dafür ist die zuverlässige Kommunikation von Menschen, Maschinen und Daten über ein leistungsstarkes und sicheres drahtloses Netzwerk. Das 5G-Campus-Netz bietet dieses zentrale Nervensystem. Die international kompatible, interferenzfreie Technologie-Basis unterstützt eine Vielzahl vernetzter Geräte und übertragt große Datenmengen nahezu in Echtzeit und sicher.

Das Bild zeigt einen pinken mobilen Roboter mit einem weißen, flexiblen Roboterarm. Der Arm trägt einen Greifer und ist montiert auf einer stabilen Basis, die mit Rollen versehen ist. Solche Roboter werden oft in industriellen Umgebungen zur Automatisierung von Aufgaben wie Montage oder Materialtransport eingesetzt. Der Roboter vereint Mobilität mit vielseitiger Einsatzfähigkeit durch seinen Arm.
Dank 5G-Campus-Netz können Cobots ihr volles Potenzial ausschöpfen und mit dem Menschen eng zusammenarbeiten.
(Bild: Deutsche Telekom)

Für mehr Präzision und Effizienz in der Fertigung

@L: Mit ihren Campus-Netz-Lösungen bietet die Deutsche Telekom Vernetzungsmöglichkeiten für viele verschiedene Branchen und Einsatzgebiete. Ein Beispiel ist das „Werner-von-Siemens Centre for Industry and Science“ in Berlin. Hier arbeiten Fachleute aus Wissenschaft und Industrie mit realen Lösungskomponenten aus der Fertigung an Lösungen für Unternehmen wie der Automatisierung der Supply Chain. Dabei kommt ein 5G-Campus-Netz der Deutschen Telekom zum Einsatz.
 
Automatisierte mobile Roboter (AMRs) greifen Güter und transportieren sie zur Maschine. Kollaborative Roboter (Cobots) arbeiten dank niedriger Latenzzeiten mit dem Menschen Hand in Hand und heben schwere Teile oder übernehmen gefährliche oder sich wiederholende Aufgaben. Roboter platzieren Teile zur Verarbeitung in der Maschine – ohne Ermüdung und dank Sensorik hochpräzise. Die Qualitätskontrolle erfolgt KI-gestützt mithilfe von hochauflösenden Bildern, etwa bei der Überprüfung von Schweißnähten. Fahrerlose Transportsysteme (Automated Guided Vehicles) befördern die Werkstücke aus den Werkhallen über die Außenfläche zum Lager, selbstständig und ohne Konnektivitätsbrüche.
 
Der Mensch steuert, überwacht und übernimmt komplexere Aufgaben. Echtzeitortung von Gütern, Wartung von Maschinen aus der Ferne, Datenerfassung über das Internet der Dinge (IoT) sowie lokale Echtzeitüberwachungen und -analysen über Edge Computing ergänzen die Prozesse und erhöhen Präzision und Effizienz in der Fertigung.

Leistungsfähigkeit gepaart mit Sicherheit 

Ein 5G-Campus-Netz ist ein exklusives Mobilfunknetz für ein definiertes lokales Firmengelände. Basierend auf der 5G-Technologie bietet es hohe Datensicherheit, schnelle Datenübertragung mit geringen Latenzzeiten und garantierte Verfügbarkeit von hohen Bandbreiten mit definiertem Datendurchsatz. 5G als Mobilfunk-Technologie gilt per se als eine der sichersten Technologien für Kommunikation und Datentransfer aufgrund einer Vielzahl von Sicherheitsmaßnahmen und Vorgaben zur Standardisierung.

5G-Campus-Netze bieten zusätzliche Sicherheitsvorteile durch die Verwendung von exklusiven Frequenzbändern und geschlossenen Netzwerken, die nur bestimmten Benutzergruppen zugänglich sind. Der Zugriff vom öffentlichen Netz auf das Campus-Netz ist nicht möglich. Umgekehrt können Beschäftigte, Besucher, Dienstleister oder Zulieferer über eine Kombination des privaten Funknetzes mit dem öffentlichen Netz auf dem Firmengelände über Mobilfunk kommunizieren. Dadurch ist das Netz für kritische Unternehmensprozesse geschützt. Die international kompatible 5G-Technologie verhindert Konnektivitätsbrüche und Interferenzen.

5G-Campus-Netz in anspruchsvollen Produktionsumgebungen

Die Deutsche Telekom hat in der Arburg-Unternehmenszentrale in Loßburg zusätzlich zum bereits bestehenden 5G-Campus-Netz ein rein privates Campus-Netz mit Industriefrequenzen integriert – ohne zusätzliche Investitionen in eine eigene 5G-Infrastruktur. Für die Nutzung der Industrie-Frequenzen wurden die Maschinen im Kundencenter mit speziellen Routern und exklusiven SIM-Karten ausgerüstet. Die öffentliche 5G-Versorgung steht Mitarbeitenden und Partnern parallel zur Verfügung.

Mit Spritzgießmaschinen, 3D-Druckern für die industrielle additive Fertigung, Roboter-Systemen und automatisierten Turnkey-Anlagen sorgt Arburg dafür, dass Kunden aus dem Automobilbau über Elektrotechnik bis hin zum Medizinbereich erfolgreich Kunststoffteile produzieren. Im Kundencenter erleben Kunden, wie Maschinen über 5G in realen Prozessen in Echtzeit kommunizieren und Produktionsabläufe optimieren.

Mit ihren Campus-Netz-Lösungen bietet die Deutsche Telekom Vernetzungsmöglichkeiten für viele verschiedene Branchen und Einsatzgebiete.(Bild: Deutsche Telekom)
Mit ihren Campus-Netz-Lösungen bietet die Deutsche Telekom Vernetzungsmöglichkeiten für viele verschiedene Branchen und Einsatzgebiete.
(Bild: Deutsche Telekom)

Die Parameter-Steuerung bei Spritzgießmaschinen ist ein wichtiger Faktor für die Qualität der Spritzteile und die Effizienz des Verfahrens. Wichtige Parameter sind beispielsweise der Einspritzdruck, mit dem der Kunststoff in das Werkzeug gespritzt wird, und die Einspritzgeschwindigkeit, sowie die Temperatur des geschmolzenen Kunststoffs und des Werkzeugs. Mit dem 5G-Campus-Netz können Spritzteil-Hersteller diese Parameter exakt steuern, präzise überwachen und auf Abweichungen in Echtzeit reagieren. So lassen sich Fehler wie Hohlräume, Verzug und ungleichmäßige Wandstärken minimieren. Ausschuss und Materialverbrauch verringern sich, die Produktionsgeschwindigkeit steigt.

5G-Netzwerk-Innovationen für eine zukunftsfähige Industrie

Oft reicht ein 5G-Standalone-Netz aus, um Roboter zu steuern. Bei erhöhten Anforderungen an die Kommunikation und komplexeren Aufgaben, kommen die 5G-Millimeterwellen zum Tragen. Mit Latenzzeiten von drei bis vier Millisekunden und Datenraten von über vier Gigabit pro Sekunde im Download und zwei Gigabit im Upload sind sie besonders für datenintensive Anwendungen geeignet. So beispielsweise bei einem Anwendungsfall aus KI-gestützter Bild- beziehungsweise Video-Analyse: Der Roboter holt Bestellungen ab und prüft sie auf Vollständigkeit, wobei er bei Bedarf direkt nachbestellt.
 
Die Deutsche Telekom arbeitet daran, ihr Netz noch besser zu machen und passgenaue 5G-Lösungen für Kunden aus der Fertigungs-Branche anzubieten. Denn nur mit einem hochleistungsfähigen und sicheren Netz kann die Industrie den heutigen komplexen Anforderungen gerecht werden und sich resilient und zukunftsfähig aufstellen.

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Thomas Panhans ist Senior Productmanager 5G-Campus-Netze bei der Deutschen Telekom Geschäftskunden GmbH.