Robotik-Sicherheit 3D-Ultraschallsensor: Diese Vorteile bietet die ADAR-Technologie

Quelle: Sonair 3 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Mit seiner patentierten ADAR-Technologie (Acoustic Detection and Ranging) will das norwegische Start-up Sonair neue Standards in der 3D-Ultraschallsensorik setzen. Der deutschsprachige Raum soll erster großer Absatzmarkt werden.

Die 3D-Ultraschallsensoren von Sonair erkennen Hindernisse in jeder Höhe, auch transparente oder spiegelnde Oberflächen. (Bild:  Sonair)
Die 3D-Ultraschallsensoren von Sonair erkennen Hindernisse in jeder Höhe, auch transparente oder spiegelnde Oberflächen.
(Bild: Sonair)

Der 3D-Ultraschallsensor ADAR wurde auf den Automatisierungsmessen Automate 2025 in Detroit und Automatica 2025 in München erstmals einem breiten Fachpublikum präsentiert. Aktuell arbeitet Sonair gemeinsam mit Exida an der SIL2/PL d-Sicherheitszertifizierung. Das Unternehmen plant, diese bis Ende 2025 abzuschließen.

3D-Sicherheit ohne teure LiDAR-Systeme

Ein einziger ADAR-Sensor bietet ein komplettes Sichtfeld von 180 x 180 und eine Reichweite von 5 Metern für die Sicherheitsfunktion des Roboters – ähnlich wie ein virtueller Schutzschild.(Bild:  Sonair)
Ein einziger ADAR-Sensor bietet ein komplettes Sichtfeld von 180 x 180 und eine Reichweite von 5 Metern für die Sicherheitsfunktion des Roboters – ähnlich wie ein virtueller Schutzschild.
(Bild: Sonair)

Hintergrund: Autonome, mobile Roboter sind auf präzise Sensorik angewiesen, um Menschen und Hindernisse zuverlässig zu erkennen. Bisher dominieren auf diesem Gebiet LiDAR-Systeme, die jedoch häufig teuer, rechenintensiv und störanfällig sind. Hier setzt Sonair an: Die ADAR-Technologie nutzt Ultraschall in der Luft – ähnlich wie Fledermäuse – und liefert, um eine 3D-Umgebungserfassung mit hoher Präzision zu ermöglichen. Im Gegensatz zu herkömmlichen eindimensionalen Ultraschallsensoren ermöglicht der ADAR-basierte Sensor eine 3D-Erfassung und eröffnet neue Anwendungsmöglichkeiten, insbesondere für die sichere Navigation von Robotern in gemeinsamen Räumen mit Menschen. ADAR ist als Plug-and-Play-Sensortechnologie konzipiert, die die Einhaltung gängiger Sicherheitsstandards unterstützt. Durch seinen kompakten Formfaktor sowie den geringen Strom- und Rechenverbrauch lässt sich der Sensor mühelos in kombinierte Sensorsysteme integrieren. Ziel ist es, die Interaktion zwischen Mensch und Roboter sicherer und intuitiver zu gestalten – nicht mit einem Moment der Überraschung, sondern mit dem Gefühl der ständigen Entwarnung.

Vorteile der 3D-Ultraschallsensoren

  • Höhere Sicherheit: Die 3D-Ultraschallsensoren von Sonair erkennen Hindernisse in jeder Höhe, auch transparente oder spiegelnde Oberflächen. Zudem funktionieren sie selbst unter widrigen Umständen, wie schwachem Licht, oder in staubiger Umgebung. So ermöglichen sie ein gefahrloses Miteinander von Mensch und Maschine.
  • Einfache Integration: ADAR lässt sich nahtlos in bestehende Robotiksysteme integrieren und reduziert die Komplexität der Sensorarchitektur. Die wartungsarmen Sensoren sind klein und mobil, so dass Roboter auch nachträglich damit aufgerüstet werden können.
  • Geringere Kosten: Mit Hilfe der ADAR-Technologie können die Sensorik-Kosten eines Roboters drastisch gesenkt werden, da teure LiDAR-Systeme ersetzt werden können.

Was ist Adar?

Acoustic Detection and Ranging (ADAR), eine patentierte Erfindung von Sonair, definiert eine neue Kategorie von 3D-Tiefensensoren. Die Technologie ermöglicht autonomen Robotern eine omnidirektionale Tiefenwahrnehmung, bei der Luftschallwellen genutzt werden, um räumliche Informationen in Echtzeit zu erfassen – die Umgebung wird sozusagen „gehört“.  

Robotik-Sicherheit im Fokus

Knut Sandven ist CEO und Gründungsmitglied von Sonair.(Bild:  Sonair)
Knut Sandven ist CEO und Gründungsmitglied von Sonair.
(Bild: Sonair)

Für in den DACH-Ländern ansässige Unternehmen werden vor allem die zertifizierbaren EU-Sicherheitsstandards der 3D-Ultraschallsensoren von Sonair relevant sein. Denn sie sind ein zentrales Kriterium für den industriellen Einsatz. „Die DACH-Region ist für uns von strategischer Bedeutung – als führender Markt für Industrieautomation und Robotik bietet sie das ideale Umfeld für unsere Technologie“, sagt Knut Sandven, CEO und Gründungsmitglied von Sonair. „ADAR ermöglicht eine 360-Grad-3D-Hinderniserkennung rund um autonome mobile Roboter (AMR). Hersteller von AMR können damit sichere und erschwingliche autonome Roboter zu wesentlich geringeren Kosten als mit den bisher verwendeten Sensorpaketen bauen.“

Ein typischer 2D-LiDAR-Sicherheitsscanner in einem AMR sieht die Beine einer Person nur in einer horizontalen Ebene. Im Gegensatz dazu erkennt die patentierte ADAR-Technologie (Acoustic Detection and Ranging) von Sonair Personen und Objekte in 3D. Ein einziger ADAR-Sensor bietet ein komplettes Sichtfeld von 180 x 180 und eine Reichweite von 5 Metern für die Sicherheitsfunktion des Roboters – ähnlich wie ein virtueller Schutzschild.

Validierung der Sensorik

ADAR ist als kompakte Plug-and-Play-Sensortechnologie konzipiert.(Bild:  Sonair)
ADAR ist als kompakte Plug-and-Play-Sensortechnologie konzipiert.
(Bild: Sonair)

Mehr als 20 weltweit tätige Unternehmen, darunter AMR-Hersteller, industrielle Fertigungskonzerne, Automobilzulieferer und Anbieter in der Gesundheits- und Reinigungsbranche, haben die Wirksamkeit des Sonair ADAR-Sensors bereits im Rahmen eines im Sommer 2024 gestarteten Early-Access-Programms validiert. Kommerzielle Aufträge und Bestätigungen liegen bereits vor. So hat die japanische Fuji Corporation ADAR für eine zukünftige Reihe autonomer mobiler Roboter erworben. Ein führender Schweizer Hersteller will sie in autonome Roboter für die Reinigungsbranche integrieren.

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung