Zeiss investiert 30 Millionen am KIT

Die Carl Zeiss AG plant am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ein neues gemeinsam genutztes Innovationsgebäude auf dem Campus Nord zu errichten. Der Baubeginn für das 30 Millionen-Euro-Objekt mit 12.000 Quadratmetern Nutzfläche ist für Frühjahr 2018 vorgesehen. Mit dem „Zeiss Innovation Hub“ investiert das weltweit tätige Unternehmen der optischen und optoelektronischen Industrie nachhaltig in den Innovationsstandort Deutschland.

Das KIT, dessen dritte – mit Forschung und Lehre gleichrangige – Aufgabe die Innovation ist, kann mit diesem Hub Ausgründungen eine längerfristige Perspektive am Standort geben. Die heute für diese Zwecke vorhandenen Räumlichkeiten sind völlig ausgelastet. Im „Zeiss Innovation Hub“ erhält das KIT die Möglichkeit, einen bestimmten Anteil an Flächen für eigene Ausgründungen und Innovationsaktivitäten anmieten zu können.

Zeiss als Förderer der Wissenschaft

Zeiss positioniert sich damit als aktiver Förderer der Wissenschaft, um mit der engeren Vernetzung zwischen Wirtschaft und Wissenschaft Synergieeffekte intensiver zu nutzen. Das Unternehmen plant in dem Hub die Ansiedlung von Hochtechnologie- und Digital-Start-ups zu ermöglichen, sowie eigene Innovations- und Neugeschäftsaktivitäten zu betreiben. Dem KIT eröffnen sich damit neue Chancen, gemeinsam mit Experten von Zeiss Technologien der Zukunft zu gestalten.

Moderne Wachstumsumgebung

Diese Kooperation zwischen dem KIT und Zeiss hat bereits eine gute Grundlage, denn in dem Gebäude soll auch die Nanoscribe GmbH neue Räumlichkeiten finden. Sie ist eine seit 2007 bestehende erfolgreiche Ausgründung aus dem KIT, an der Zeiss beteiligt ist. Nanoscribe bekommt damit mehr Platz für das Wachstum mit seiner innovativen Technologie für Micro-3D-Druck.

Das neue Gebäude wird moderne Büros, Labors und Fertigungsarbeitsplätze auf insgesamt 12.000 Quadratmetern Fläche enthalten. Der Baubeginn ist für Frühjahr 2018 geplant. Die Inbetriebnahme des Gebäudes soll Ende 2019 erfolgen. Die Vertragsthemen werden derzeit zwischen den Beteiligten abgestimmt.

Strategische Partnerschaft zwischen Zeiss und KIT

Die langjährige erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Zeiss und dem KIT soll zukünftig zu einer strategischen Partnerschaft ausgebaut werden. Der Kooperationsvertrag, der sich in der Finalisierung befindet, wird die Zusammenarbeit in Forschung, Lehre und Innovation sowie bei der Internationalisierung, dem Career Service und dem Dialog mit der Gesellschaft regeln. Thematisch stehen dabei unter anderem maschinelles Lernen und Computer-Vision-Anwendungen im Fokus.

Prof. Dr.-Ing. Holger Hanselka, Präsident des KIT, kommentiert: „Das Engagement von Zeiss am Campus Nord des KIT wird die Innovation am KIT und den engen Austausch mit der Wirtschaft weiter stärken und ist gleichzeitig ein Anknüpfungspunkt für unsere Absolventinnen und Absolventen auf ihrem Weg in die Industrie. Durch den Zeiss Innovation Hub können wir zudem unseren hochinnovativen Ausgründungen Raum für deren Entwicklung bieten, damit Forschungsergebnisse schnell in marktfähige Produkte münden, zum Vorteil von Wirtschaft und Gesellschaft.“

Prof. Dr. Michael Kaschke, Vorsitzender des Konzernvorstands der Carl Zeiss AG, ergänzt: „Wir freuen uns über diesen Schritt nach Karlsruhe. Mit diesem neuen Konzept wird der ‘Zeiss Innovation Hub‘ am KIT zum gemeinsamen Zentrum von Wissenschaft, Start-ups und führenden Technologieunternehmen. Alle werden bei dieser einzigartigen Kombination von der räumlichen und thematischen Nähe profitieren“. 

  • Bildunterschrift: Professor Michael Kaschke, Vorsitzender des Konzernvorstandes der Carl Zeiss AG (Mitte), Professor Holger Hanselka, Präsident des KIT (rechts) und Professor Thomas Hirth, Vizepräsident des KIT für Innovation und Internationales (links). Bild: Kit
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