Wie ein Roboterkalibriersystem aus Oberfranken die ganze Welt erobert

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print

Wie ein Roboterkalibriersystem aus Oberfranken die ganze Welt erobert

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print
Die Bayreuther Robotik-Pioniere Dieter Ladegast und Hartmut Lindner haben ein neues Unternehmen gegründet, um für ihr Roboterkalibriersystem Kunden auf der ganzen Welt zu gewinnen.
Hartmut Lindner und Dieter Ladegast

Quelle: ITG Innovative Technologies GmbH

Automation und Robotik zählen zum Kern der Industrie 4.0. In atemberaubendem Tempo erobern Roboter und vollautomatische Maschinen Fertigungshallen, Logistikzentren, Labore und viele weitere Einrichtungen unterschiedlichster Zwecke. Auch der Einsatz in der Öffentlichkeit und in Privathaushalten ist längst keine Utopie mehr. Man denke nur an Pflegeroboter oder autonome Fahrzeuge.

Noch immer werden Maschinen von Menschen erdacht, entworfen und entwickelt. Ein wichtiges Maß für die Tauglichkeit von Robotern ist dabei die Präzision, vor allem bei beweglichen Typen wie Greifarmrobotern. Gemäß Leistungsfähigkeit und Ruf des hiesigen Ingenieurwesens ist Deutschland prädestiniert als Standort für solche Aufgabenstellungen. Wer nach konkreten Lösungen sucht, wird in Bayreuth fündig – bei der ITG Innovative Technologies GmbH.

Das Unternehmen wurde im Juli 2020 gegründet, um zunächst ein Produkt zu vermarkten und in den weltweiten Vertrieb zu bringen: iMS (Integrated Measurement System). Dieses Roboterkalibriersystem verleiht sowohl neuen als auch bereits in Betrieb befindlichen Robotern Präzision, Stabilität und Kontrollierbarkeit und damit wesentliche Eigenschaften, die die Industrie 4.0 verlangt.

Roboterkalibriersystem wurde bereits auf Fachmessen ausgezeichnet

iMS ist nicht neu, sondern basiert auf einer Entwicklung der Teconsult GmbH Precision Robotics und der Preccon Robotics GmbH und wurde bereits 2018 auf Fachmessen ausgezeichnet – unter anderem auf der Automatica 2018, der Leitmesse für intelligente Automation und Robotik. Beide Unternehmen wurden ebenfalls von Dieter Ladegast und Hartmut Lindner gegründet und verfolgen – auch räumlich Tür an Tür – weiterhin gemeinsame Ziele, wenngleich die beiden Gründer Preccon Robotics mittlerweile an neue Geschäftsführer übergeben haben.

Mit der ITG fokussieren sich Dieter Ladegast und Hartmut Lindner darauf, das in Bayreuth entwickelte Produkt zum internationalen Durchbruch zu verhelfen. Schließlich sind die Vorzüge für die Kunden nicht von der Hand zu weisen: Der Einbau der auf komplexen Algorithmen beruhenden Messeinheit steigert die Effizienz des Robotereinsatzes, sichert damit die Qualität der hergestellten Produkte und vermeidet unnötige Servicekosten, denn mit iMS ausgestattete Roboter sind in der Lage, sich auf Knopfdruck selbst zu optimieren. Hartmut Lindner verweist darauf, dass sich die Investition in das iMS bereits ab dem ersten Anlagenstillstand, erfahrungsgemäß aber innerhalb eines halben Jahres amortisiert.

iMS als ‚Fitnesstrainer‘ bei Beschädigung und Verschleiß

Als weiteres nicht zu unterschätzendes Argument kommt hinzu, dass das Ergebnis der automatischen Selbstanalyse des intelligenten Roboterkalibriersystems für Maschinenbediener einfach interpretierbar ist. Somit ist bei ohnehin herrschendem Fachkräftemangel kein Robotik-Spezialist nötig. Das iMS ermöglicht zudem eine vorausschauende Wartungsplanung (Predictive Maintenance) und erspart dem Betreiber die Vorhaltung noch nicht benötigter Ersatzteile. Dieter Ladegast und Hartmut Lindner bezeichnen „iMS als ‚Fitnesstrainer‘ für den Roboter im Falle von Beschädigung und Verschleiß.“

Mit dem iMS besitzt die ITG einen Technologievorsprung Richtung Smart Factory, den es im Zeichen der Industrie 4.0 zu nutzen gilt. Mit dem Verkauf des Produkts bietet das Unternehmen seinen Kunden umfangreiche Beratungs- und Serviceleistungen an. Um möglichst flächendeckend präsent zu sein, plant man zusätzlich zum Direktvertrieb den Aufbau eines Netzwerks von strategischen Partnern. Umfangreiche Marketingmaßnahmen über alle sinnvollen Kanäle sollen das iMS zur starken Marke befördern.

Hartmut Lindner formuliert die Erfolgsaussichten ‚kurz und knackig‘: „Die Absatzmärkte von Robotern und damit für iMS sind vielseitig. Der Kundennutzen ist hoch, der Preis relativ niedrig. Damit stehen die Chancen, iMS im Markt fest zu platzieren, sehr gut.“ Die Technologie aus Bayreuth ist offensichtlich bereit, die Zukunft mitzugestalten.

Lesen Sie auch: EMO Milano 2021: Messehallen verwandeln sich in Digitale Fabrik

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
E-Mail
Share on print
Drucken

Andere Leser haben sich auch für die folgenden Artikel interessiert

Viele Produktionsunternehmen kennen sie: die Zettelwirtschaft in der Lagerverwaltung. Sie verursacht unnötige Fehler und kostet zusätzliche Zeit. Beides wollte sich die Greif-Velox Maschinenfabrik nicht mehr leisten und hat mithilfe ihres ERP-Systems und einer integrierten App sämtliche Digitalisierungslücken in der Lagerverwaltung geschlossen.

Top Jobs

Industrial Digital Engineer (Holzwolle) m/w/d
Knauf Insulation GmbH, Ferndorf, Kärnten, Österreich
› weitere Top Jobs

Redaktionsbrief

Tragen Sie sich zu unserem Redaktions-Newsletter ein, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Wir wollen immer besser werden!

Deshalb fragen wir SIE, was Sie wollen!

Nehmen Sie an unserer Umfrage teil, und helfen Sie uns noch besser zu werden!

zur Umfrage

Aktuelle Ausgabe

Topthema: Schluss mit der Zettelwirtschaft im Lager

Lagerverwaltung: Greif-Velox setzt auf ERP-AppS von PSI

Mehr erfahren

Entdecken Sie weitere Magazine

Schön, dass Sie sich auch für weitere Fachmagazine unseres Verlages interessieren.

Unsere Fachtitel beleuchten viele Aspekte der Digitalen Transformation entlang der Wertschöpfungskette und sprechen damit unterschiedliche Leserzielgruppen an.