02.03.2022 – Kategorie: Produktionsprozesse

Werkzeugeinstellgeräte: Digitale Lösungen für die Fertigung

WerkzeugeinstellgeräteQuelle: Kelch

Auch kleinere und mittlere Unternehmen wollen die digitale Lösungen in ihre Fertigung integrieren. Eine neue Variante der Werkzeugeinstellgeräte von Kelch will dies unterstützen.

Kelch hat das horizontale Werkzeugeinstellgerät Kenova set line H343 in einer neuen, erweiterten Version in den Handel gebracht. Die neue Ausführung ist auf Automatisierung und Vernetzung bei mittlerem Budget optimiert. Damit soll es insbesondere kleinere und mittelgroße Betriebe ansprechen, die Prozessoptimierungen und Industrie-4.0-Prozesse wie Werkzeugeinstellgeräte einführen wollen oder die Lösung in ihre bereits existierenden Smart-Factory-Konzepte integrieren möchten.

Dabei ergeben sich mit der neuen Variante zahlreiche Konfigurationsmöglichkeiten in Kombination mit MPS-Spindel. Weitere Flexibilität in der Anwendung bringt die Ausführung mit Schwenktisch. Das Einstellgerät benötigt einen Aufstellplatz von nur 180 mal 90 Zentimetern.

Werkzeugeinstellgeräte: Für kleinere und mittlere Unternehmen konzipiert

Gerade zerspanende Betriebe mit einem hohen Bestand an Drehwerkzeugen benötigen für ihre Werkzeugeinstellgeräte häufig Zusatzoptionen wie eine zusätzliche Kamera, einen Schwenktisch oder eine Brücke und verschiedene Softwareoptionen.

Diesen Ansprüchen will die neue Variante auch für kleinere Betriebe genügen. Das Werkzeugeinstellgerät ist besonders geeignet für Kunden mit Drehwerkzeugen und speziellen Werkzeugschnittstellen.

Viktor Grauer, Mitglied der Geschäftsführung und Leiter des Innovationsmanagements bei Kelch, erläutert: „Mit der neuen Gerätevariante bieten wir Einsteigern in die professionelle Werkzeugeinstellung und Vermessung Optionen, die bisher nur bei den Geräten der Premium line verfügbar waren. Es gibt sie in drei verschiedenen Ausführungen von manuell bis CNC-gesteuert.“

Die Weiterentwicklung gehört zur Industrial line. Einer Reihe von soliden und präzisen Werkzeugeinstellgeräten der Mittelklasse, die mit ihrer thermostabilen Ausrüstung auch für raue Umgebungsbedingungen ausgelegt ist.

Einfaches Wechseln – hohe Wiederholgenauigkeit

Das Einstellgerät bietet eine variable Tischbestückung mit Werkzeughalter und ermöglicht eine komfortable Zustellung der Achsen mittels pneumatisch gelöster Schnellverstellung sowie eine Endlos-Feinverstellung. Der horizontale Aufbau erlaubt eine komfortable Vermessung und Einstellung von Drehwerkzeugen oder langen rotierenden Werkzeugen mit wechselbaren Schneidplatten bei Messwegen von 430 Millimetern in X- und 350 Millimetern in Z-Richtung. Der Schwenktisch eignet sich auch für Sonderaufnahmen von Maschinenherstellern wie Göltenbodt, Index oder Traub.

Zudem unterstützt das Gerät ein schnelles und einfaches Wechseln und erzielt beim Positionieren rund einem Mikrometer Wiederholgenauigkeit. ­Der Grundaufbau besteht aus Sphäroguss, der neben einer hohen Präzision auch eine besondere Langlebigkeit und Nachhaltigkeit gewährleisten soll. Bei Verwendung der MPS-Spindel können Betriebe bereits vorhandene Einsatzmodule von anderen Geräten der Kenova-set-line-Serie ebenfalls verwenden.

Werkzeugeinstellgeräte
Verfügbar sind etwa ein Optikträger mit Drehmittenkamera sowie diverse Tischbestückungen. Bild: Kelch

Software-Optionen

Die Anwender können die neue Variante je nach Vorkenntnissen und betrieblichen Anforderungen wahlweise mit der mitgelieferten Software Easy für den vollständigen Funktionsumfang oder mit der Software Covis für einfache Anwendungen nutzen. Mit Ersterer ist das Werkzeugeinstellgerät vollständig vernetzbar mit Schnittstellen zum Einlesen und Ausgeben. Zudem ist die Kommunikation mit allen externen Systemen möglich. Sie kommt auch in der den höheren Produktlinien der Werkzeugeinstellgeräte zum Einsatz und zielt auf präzise Messergebnisse und einfache Bedienbarkeit ab.

Die Bedienoberfläche mit Vor-Zurück-Navigation und eine übersichtliche Startseite bieten direkten Einstieg in die Messaufgaben. Optional leiten weitere Eingabemasken den Bediener schrittweise zum richtigen Messergebnis oder zum automatisch ablaufenden Messprogramm. In der integrierten Datenbank lassen sich Adapter, Maschinen, Stammwerkzeuge, Einrichtepläne und Messabläufe hinterlegen. Bereits im Standard ist eine bidirektionale Datenkommunikation (DNC) über Netzwerkkarte oder serielle Schnittstellen im herstellerspezifischen Datenformat von Kelch enthalten.

Werkzeugeinstellgeräte
Das System lässt sich wahlweise mit einer Software für den vollständigen Funktionsumfang und vernetzten Betrieb oder mit einem weiteren Programm für einfache, alltägliche Anwendungen nutzen. Bild: Kelch

Alternativ lässt sich das Gerät auch mit der Software Covis steuern. Diese Software zielt darauf ab, dass der Anwender im Alltag seine Mess- und Einstellaufgaben komfortabel erledigen kann und dabei auch ohne aufwendige Einarbeitung schnelle und sichere Ergebnisse erzielt. Die Anzeige sowie der Dialog mit dem Bediener erfolgen am übersichtlichen Touchscreen. Messaufgaben wie Winkelberechnung, Kreisdurchmesser und theoretische Spitze lassen sich per Fingertipp über selbsterklärende Modul-Icons aktivieren. Die einfache Verwaltung der Adapter, Aufnahmen, Werkzeuge sowie Einrichtepläne erlaubt den permanenten Zugriff auf Messergebnisse und unterstützt reibungslose Arbeitsabläufe.

Werkzeugeinstellgeräte: Mehr dazu im Showroom

Die neue Version des horizontalen Werkzeugeinstellgeräts ist ab sofort erhältlich. Wer sich vor dem Kauf in einer Produktpräsentation über weitere Details und Features informieren möchte, kann einen Termin im Kelch-Showroom vereinbaren – die Präsentation ist auch Online durchführbar. Auch Vorortbesuche mit einem Demotruck sind unter den aktuellen Voraussetzungen möglich, wie auch der Besuch von Referenzkunden unter Einhaltung möglicher Maßnahmen.

Als Zubehör sind unter anderem ein Optikträger mit Drehmittenkamera sowie diverse Tischbestückungen erhältlich. Zur Aufstellung bietet sich das Tul-System von Kelch mit Werkbänken, Regalen, Schränken sowie Werkzeugträgern und Transportwagen an.

Der Autor Viktor Grauer ist Mitglied der Geschäftsführung und Leiter des Innovationsmanagements bei Kelch.

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