Verzögerte Novemberhilfen: Wirtschaftsverbände wollen Liquiditätsengpässe verhindern

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Deutsche Wirtschafts- und Bankenverbände haben jetzt eine gemeinsame Erklärung zu den Novemberhilfen für Betriebe veröffentlicht. Durch die Verzögerungen bei der Auszahlung planen die Verbände, eine Überbrückungsfinanzierung zu entwickeln. Zugleich wurde die Forderung nach Steuererleichterungen bekräftigt.
Novemberhilfen

Quelle: PhotoSGH/Shutterstock

Aufgrund der Verzögerungen bei den Novemberhilfen des Bundes wollen die größten bayerischen Wirtschafts- und Bankenverbände demnächst eine Überbrückungsfinanzierung für die vom Teil-Lockdown betroffenen Betriebe im Freistaat Bayern anbieten. Dazu haben der Bayerische Industrie- und Handelskammertag (BIHK), der Bayerische Handwerkstag, die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V, der Bayerische Bankenverband, der Sparkassenverband Bayern, der Genossenschaftsverband Bayern und die Steuerberaterkammer München und die Steuerberaterkammer Nürnberg jetzt eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht.

Novemberhilfen: Zwischenfinanzierung durch Dispositionskredite

Aus Sicht der Organisationen und Verbände können die Hausbanken den schwer von den Einschränkungen und Betriebsuntersagungen gebeutelten Betrieben und Solo-Selbstständigen mit einer Zwischenfinanzierung unter die Arme greifen und so Liquiditätsengpässe überbrücken. Eine Möglichkeit dazu wären Dispositionskredite. Betroffene Selbstständige und Unternehmen sollen frühzeitig mit ihrer Hausbank Kontakt aufzunehmen, um eine mögliche Überbrückungsfinanzierung zu prüfen, solange die Novemberhilfen noch nicht ausgezahlt werden kann.

Wirtschaftsverbände und Banken im Freistaat kritisieren, dass sich die Auszahlung der versprochenen Corona-Hilfen des Bundes um mehrere Wochen verzögert. Das liegt unter anderem an der eingesetzten Software sowie an noch ungeklärten Fragen der Abwicklung und weiterer ausstehender Genehmigungen durch die EU. In der Erklärung heißt es: „Die Verzögerung trifft viele Selbstständige und Unternehmen hart, denn sie haben zum Teil bereits ihre Rücklagen eingesetzt, um in der Corona-Krise zu überbrücken. Sie stehen nun vor der Situation, dass aufgrund der verzögerten Zuschussauszahlung in mehreren Zuschussprogrammen eine kurzfristige Liquiditätshilfe erforderlich werden kann.“

Finanzielle Überbrückung soll Insolvenzen verhindern

Selbst wenn die angekündigten Abschlagszahlungen bei den Novemberhilfen für Solo-Selbstständige in Höhe von maximal 5.000 Euro und für Unternehmen in Höhe von maximal 10.000 Euro schnell ausbezahlt werden, werde der oftmals deutlich höhere Zuschussanspruch erst mehrere Wochen später ausgezahlt, schreiben die Banken- und Wirtschaftsverbände in der Erklärung. Daher sprechen sie sich für eine finanzielle Überbrückung aus, damit wirtschaftliche Existenzen nicht vom Aufgeben bedroht sind. Steuerliche Entlastungen sind ein weiteres geeignetes Mittel, um die Wirtschaft zu unterstützen. Unter anderem müsse der Verlustrücktrag auf drei Jahre ausgeweitet und die Höhe ausgedehnt werden, so die Forderung in dem gemeinsamen Papier. (sg)

Lesen Sie auch: Business Continuity: Warum die Corona-Krise neue Strategien erfordert

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