17.05.2013 – Kategorie: Management, Marketing

VDMA: Japan erstarkt

Nach Einschätzung des VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer) setzt die Konkurrenz aus Japan den deutschen Maschinenbauern stärker zu als erwartet. Die japanische Notenbank will in weniger als zwei Jahren 1,4 Billionen Dollar in den Wirtschaftskreislauf pumpen und mittels schwachem Yen der exportorientierten drittgrößten Volkswirtschaft der Welt neuen Schwung verleihen.

„Wir hatten jahrelang gegenüber den Japanern aufgrund des starken Yen Vorteile, die wir jetzt nach und nach verlieren“, sagte VDMA-Konjunkturexperte Olaf Wortmann der Wirtschaftszeitung „Euro am Sonntag“.  „Natürlich spüren wir jetzt verschärfte Konkurrenz“, sagte Wortmann.  „Doch die deutschen Unternehmen sind hoch spezialisiert und können sich insgesamt abgrenzen“, merkte er an.

Dennoch hat der deutsche Maschinen- und Anlagenbau ein erhebliches Handelsdefizit mit Japan. „Dies liegt an den unterschiedlichen Wirtschaftskulturen und der Konzentration auf japanische Lieferanten“, so Ulrich Ackermann, Abteilungsleiter VDMA Außenwirtschaft. Im Jahr 2012 lag Japan mit Lieferungen von insgesamt 2,2 Milliarden Euro auf Platz 20 der wichtigsten Exportmärkte des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus und umgekehrt erreichte Japan bei den deutschen Maschinenimporten mit 3,7 Milliarden Euro Platz 6.


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