Unternehmen starten Transformation ohne klare Strategie

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Wie eine aktuelle Studie von Celonis zeigt, setzen mehr die Hälfte der deutschen Führungskräfte Initiativen zur Transformation in Gang, ohne eine klare Strategie zu haben. 87 Prozent der befragten C-Level-Führungskräfte gaben an, dass sie Ziele für die Unternehmenstransformation festlegen, ohne vorher ihre internen Prozesse zu überprüfen.

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Wie eine aktuelle Studie von Celonis zeigt, setzen mehr die Hälfte der deutschen Führungskräfte Initiativen zur Transformation in Gang, ohne eine klare Strategie zu haben. 87 Prozent der befragten C-Level-Führungskräfte gaben an, dass sie Ziele für die Unternehmenstransformation festlegen, ohne vorher ihre internen Prozesse zu überprüfen.

Der Druck auf Unternehmen, Transformationsinitiativen zu starten, nimmt enorm zu, denn sie versprechen eine höhere Produktivität, einen verbesserten Service für Kunden sowie geringere Kosten. Wie die Ergebnisse der von Celonis veröffentlichen Studie zeigen, starten jedoch viele Unternehmen ihre Transformationsinitiativen, ohne zu wissen, welche ersten Schritte oder Ziele umgesetzt werden sollten. So erklärten 58 Prozent der befragten Führungskräfte, dass sie nicht wissen, wo sie bei der Entwicklung ihrer Transformationsstrategie ansetzen sollen.

Die Umfrage unter rund 1.000 C-Level-Executives und 1.000 Business-Analysten ergab, dass viele Unternehmen bereits erhebliche Ressourcen für schlecht geplante Initiativen zur Unternehmenstransformation ausgegeben haben. Tatsächlich gehen 56 Prozent der Führungskräfte in Deutschland davon aus, dass ihre Transformationsprogramme Zeitverschwendung waren. Und das obwohl 36 Prozent von ihnen angibt, in den letzten zwölf Monaten bereits mehr als 500.000 Euro für Transformationsinitiativen ausgegeben zu haben. Damit laufen sie Gefahr, enorme Kosten ohne erkennbaren Gewinn zu verursachen.

Expertise der Mitarbeiter ist zu wenig gefragt

Transformationsinitiativen erreichen häufig ihre Ziele nicht, weil die Führungskräfte das Fachwissen ihrer Mitarbeiter viel zu wenig nutzen. So zeigt die Umfrage eine deutliche Diskrepanz zwischen der Führungsetage, die Transformationsstrategien aufsetzt, und den ausführenden Mitarbeitern.

35 Prozent der befragten Business-Analysten gibt an, nicht regelmäßig zur Umsetzung der Transformationsprogramme befragt zu werden. Mehr als die Hälfte (53 Prozent) der Führungskräfte bestätigt, dass Mitarbeiter nur dann in Transformationsinitiativen involviert sind, wenn das mittlere Management oder Berater ihnen vorgeben, welche Änderungen sie vornehmen müssen.

Unternehmen verschenken Potenzial

Die Studie zeigt außerdem eine weitere Schwierigkeit bei Transformationsinitiativen: Die meisten Unternehmen beschäftigen sich mit der Umsetzung, bevor sie ihre Ziele und Prioritäten festgelegt haben. So überprüfen nur 13 Prozent der C-Level-Führungskräfte interne Geschäftsprozesse, um zu verstehen, was bei der Festlegung erster Ziele und KPIs für ein Transformationsprogramm priorisiert werden muss. Ein Grund hierfür ist offenbar, dass oftmals nicht klar ist, wie sie die notwendigen Informationen überhaupt sichtbar machen können. Hierbei gaben 65 Prozent der befragten Führungskräfte an, dass sie sich bei der Umsetzung der Transformationsstrategie sicherer fühlen würden, wenn sie ein besseres Bild davon hätten, wie Prozesse im Unternehmen tatsächlich ablaufen.

Diese Entwicklung wirkt sich dann auf das gesamte Unternehmen aus: Laut der Studie stützen 42 Prozent der Business-Analysten ihre Arbeit nicht auf interne Prozesse, wenn sie die von Führungskräften vorgegebene Transformationsstrategie umsetzen. Letztendlich zeigt dies, dass Führungskräfte häufig in Transformationsinitiativen investieren, weil sie der Meinung sind, dies tun zu müssen, und nicht, weil sie ein bestimmtes Problem identifiziert haben.

Besseres Verständnis von ineffizienten Vorgängen

Obwohl Unternehmen häufig wissen, dass ein Verständnis des aktuellen Zustands von Vorteil wäre, stürzen sie sich oft direkt in die Umsetzung einer Transformationsinitiative. So nannten beispielsweise fast drei Viertel der Führungskräfte die Bereiche künstliche Intelligenz und Machine Learning (74 Prozent) sowie Automatisierung (77 Prozent), bei denen sie Investitionen aufrechterhalten oder erhöhen wollen. Hingegen gaben nur 40 Prozent an, dass sie mehr in eine bessere Transparenz ihrer Prozesse investieren wollen. Dabei könnte gerade das Verständnis ihrer aktuellen Prozesse dabei helfen, herauszufinden, welche Technologien für ihr Unternehmen am nützlichsten sind.

„Transformationsstrategien sind heute ein elementarer Teil des operativen Geschäfts jeder Organisation, denn kein Unternehmen kann es vermeiden, sich an die neuesten Branchen- und Technologietrends anzupassen”, erklärt Alexander Rinke, Mitgründer und Co-CEO von Celonis. „Sie sollten jedoch auf konkreten Erkenntnissen fußen, die sich aus Prozessen ableiten, die tatsächlich in einem Unternehmen ablaufen. Unsere Studie zeigt, dass sich zu viele Unternehmen vorschnell in teure Initiativen stürzen, die mitunter gar nicht nötig wären und keinen wirklichen Mehrwert bringen. Dabei scheitern sie oft bereits an der ersten Hürde: Denn nur ein besseres Verständnis von Ineffizienzen in den zugrunde liegenden Geschäftsprozessen kann Unternehmen dabei helfen, in die richtigen Aktivitäten zu investieren.”

„Unternehmen müssen heute verstehen, wie sie mithilfe von internen Prozessen ihre Geschäftsstrategie in jeder Phase der digitalen Transformation gestalten können“, ergänzt Jeremy Cox, Principal Analyst bei Ovum. „Ermittelt man die geschäftlichen Auswirkungen bestehender oder neu angepasster Prozesse, lässt sich die Umgebung für Kunden optimieren. Die globale ICT Enterprise Insights-Studie von Ovum basiert auf den Daten von rund 5.000 Unternehmen und verdeutlicht ihre Herausforderungen bei der Transformation: Rund 80 Prozent der Unternehmen haben – unabhängig von der jeweiligen Branche – nur wenig Fortschritte gemacht. Obwohl es hierfür viele Gründe gibt, kann eine Überprüfung der tatsächlichen Abläufe im Unternehmen, unterstützt durch eine Process-Mining-Technologie, die Folgen absehbar machen und das Verständnis dafür fördern, was sich ändern muss.“

Über die Studie

Die von Celonis in Auftrag gegebene Studie untersucht, wie Unternehmen ihre Transformationsstrategien angehen und wo Hindernisse für den Erfolg liegen. Die Umfrage unter 1.009 Business-Analysten und 1.002 Führungskräften in Unternehmen mit über 500 Mitarbeitern in Deutschland, Großbritannien, den USA und den Niederlanden wurde im Januar 2019 von der Marktforschungsgesellschaft Opinion Matters durchgeführt. (sg)

 

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