Umsetzungsforum Industrie 4.0: Deutschland bricht auf in ein neues Zeitalter der Produktion

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Deutschland läutet die vierte industrielle Revolution ein. Für diesen Transformationsprozess hat der Arbeitskreis Industrie 4.0 beim Umsetzungsforum der Forschungsunion Wirtschaft – Wissenschaft am 2. Oktober 2012 im Produktionstechnischen Zentrum Berlin Strategieempfehlungen an die Staatssekretäre Dr. Georg Schütte (BMBF) und Ernst Burgbacher (BMWi, MdB) übergeben. Industrie 4.0 ist ein Zukunftsprojekt der Hightech-Strategie 2020 der Bundesregierung.


Deutschland als Hochlohnstandort konnte die Beschäftigung und das Lohnniveau in der herstellenden Industrie dank modernster Produktionstechnologie behaupten. Eine treibende Kraft ist die Verbindung von Produktion und IT, auf die schon heute 80 Prozent aller Innovationen in der Produktionstechnologie zurückgehen. Diesen grundlegenden Transformationsprozess beschleunigen Cyber-Physical Systems (CPS) und das Internet der Dinge.


Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik haben die Chance für den deutschen Standort erkannt. Sie sprechen von einer vierten industriellen Revolution nach Dampfmaschine, Elektrifizierung und Mikroelektronik: Produktion und Geschäftsprozesse werden über ganze Wertschöpfungsnetze hinweg in Echtzeit vernetzt. 


„In der Fabrik der Zukunft bestimmt das einzelne Stück seine Produktionsschritte und nicht mehr umgekehrt. Das ermöglicht eine ungeahnte Flexibilität bei optimalem Ressourceneinsatz“, sagte Prof. Dr. Henning Kagermann, Sprecher der Promotorengruppe Kommunikation der Forschungsunion und Präsident acatech. „Es ist ermutigend, dass Deutschland nach Grundlagenstudien der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften über Cyber-Physical Systems und auf Basis der Strategieempfehlungen des Arbeitskreises Industrie 4.0 industriepolitisch an einem Strang zieht.“


Staatssekretär Dr. Georg Schütte (BMBF): „Bei der Umsetzung von Industrie 4.0 ist es von zentraler Bedeutung, dass wir von Anfang an technische Lösungen und menschliche Kompetenz zusammen im Blick behalten, denn Grundlage heutiger Produktion in Deutschland sind hochqualifizierte Facharbeiter, Ingenieure und Wissenschaftler.“


Für einen deutschen Standortvorteil durch Industrie 4.0 ist die Kooperation von Politik, Wissenschaft und Wirtschaft über Branchengrenzen hinweg gefragt. Deshalb hat die Promotorengruppe Kommunikation der Forschungsunion Wirtschaft – Wissenschaft im Januar diesen Jahres den Arbeitskreis Industrie 4.0 initiiert, der beim Umsetzungsforum seine Ergebnisse vorgestellt, Demonstrationsanlagen präsentiert und erste Strategie- und Forschungsempfehlungen an die Bundesregierung übergeben hat. Der Arbeitskreis Industrie 4.0 setzt sich aus Forschungseinrichtungen, Unternehmen, Gewerkschaften und Verbänden zusammen und erarbeitet in fünf Arbeitsgruppen zentrale Umsetzungsempfehlungen zu Forschungsfragen und Handlungsfeldern.


„Die gemeinsame Arbeit hat deutlich gemacht, dass wir im Bereich der Produktionstechnologie und im Maschinenbau in Deutschland über alle Kompetenzen verfügen, um auch in Zukunft in der Welt des Internets der Dinge und Dienste international erfolgreich zu sein“, erläuterte Dr. rer. nat. Siegfried Dais, Co-Vorsitzender des Arbeitskreises Industrie 4.0 und stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH. „Die Handlungsempfehlungen des Arbeitskreises als Ergebnis der intensiven und konstruktiven Zusammenarbeit sollten nun zeitnah mit Unterstützung der Politik umgesetzt werden.“


Ab Januar 2013 soll eine Geschäftsstelle Industrie 4.0 unter dem Dach der Fachverbände ihre Arbeit aufnehmen. Auf der Hannover Messe 2013 wird der Arbeitskreis seine abschließenden Handlungsempfehlungen öffentlich vorstellen und an die Bundesregierung übergeben. Die Integrierte Produktion / Integrated Industries gehören dort zu den Leitthemen.


Weitere Informationen: www.forschungsunion.de/kommunikation.


Bild: Dr. rer. nat. Siegfried Dais, stellv. Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH, Staatssekretäre Ernst Burgbacher (BMWi, MdB) und Dr. Georg Schütte (BMBF) sowie acatech Präsident Professor Henning Kagermann (v.l.n.r.)


Quelle: acatech/D. Ausserhofer

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