Tool-Management: Braucht es ein „MES“ für die Werkzeuge?

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Das Tool-Management von Werkzeugen und Vorrichtungen erfolgt in vielen Fertigungen noch nicht ins Planungsnetz eingebunden. Das könnte sich bald ändern.
Tool-Management: Braucht es ein "MES" für die Werkzeuge?

Quelle: Coscom

Wo bleibt das Tool-Management? Die vordergründig am Fertigungsprozess beteiligten Ressourcen (Mensch, Maschine und Rohmaterial) werden über MES-Softwaremodule planerisch kontrolliert und es werden etwaige Begleitprozesse, wie Rohmaterialbeschaffung, Maschinenwartung, Personaleinsatzplanung, usw. angestoßen.

Die geplante Bereitstellung von aktuellen Fertigungsdaten und der benötigten Betriebsmittel sind allerdings nicht Bestandteil von marktüblichen MES-Systemen. Coscom ergänzt den Werkzeugbereitstellungsprozess in der Fertigung um klassische MES-Systematiken. Mobile Web-Applikationen sind der Schlüssel für eine digitale Prozesssteuerung.

So schließt Tool-Management die Planungslücke

Die Tool-Management-Lösung von Coscom positioniert sich mit digitaler Steuerung der Bereitstellungsprozesse in die systematische Lücke eines klassischen MES-Systems. Die langjährige Projekterfahrung des Softwarehauses zeigt, dass die heute verfügbare Technik und auch die digitale Kompetenz der Mitarbeiter soweit vorhanden ist, dass der bis jetzt wenig beachtete Betriebsmittelbereitstellungsprozess auch im Bereich der Digitalisierung in Angriff genommen werden kann.

Gerade die bereits oftmals schon eingesetzte Prozessüberwachung durch MES-Kennzahlen (z.B. OEE) beweist, dass die zeitgerechte und richtige Bereitstellung von Betriebsmitteln ein sehr großes Potential an Effektivitätsgewinn im Fertigungsprozess hat.

Werkzeuge per Auftrag bereitstellen

Da die Bereitstellung von Betriebsmitteln, sprich Werkzeugen, Spann- und Messmitteln in einem Betrieb über mehrere Arbeitsbereiche läuft und auch meistens mehrere beteiligte Ressourcen erfordert, zeigt die Erfahrung von Coscom, dass die Bereitstellung von Betriebsmitteln einen eigenen Bereitstellungsauftrag benötigt.

Innerhalb des Tool-Management-Systems wird dieser Subauftrag zum eigentlichen Fertigungsauftrag aus der Fertigungsplanung bemeldet. So können potenzielle Verzögerungen eines geplanten Produktionsstarts rechtzeitig erkannt und entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden.

Tool-Management kann auch mit individualisierten Werkzeugen planen

Neben der Auftragsverfolgung gewinnt auch die Individualisierung der benötigten Werkzeuge an Gewicht. Innerhalb des Bereitstellungsprozesses erhalten die zu einem Komplettwerkzeug montierten Zerspanungswerkzeuge Individual-Daten aus der Werkzeugvoreinstellung (Ist-Maße) und sind mit materialabhängigen Standzeiten (oder auch Reststandzeiten) belegt.

Wichtige Daten, die für eine reibungslose Auftragsbearbeitung an der Maschine notwendig sind. Hoch automatisierte Fertigungsbetriebe arbeiten bei Werkzeug-Individualisierungen unter anderem mit RFID-Technologien (RFID-Chips mit Datenspeicher am Werkzeug). Die Coscom-Lösung bietet allerdings zusätzliche Apps, um Individualinformationen zentral zu speichern oder auch abzurufen.

Damit werden diese Daten sichtbarer, Mitarbeiter können ortsunabhängig auf diese Informationen zugreifen und die Identifikation der Werkzeuge im Fertigungsumfeld wird wesentlich vereinfacht.

Man kann auch von einem Werkzeug-MES sprechen

Mit diesen operativen Prozessbausteinen in einem klassischen Werkzeugverwaltungssystem erreicht Coscom den Status eines Werkzeug-MES-Systems: Von der detaillierten Werkzeugeinsatzplanung mit Verfügbarkeitsprüfung, der Werkzeugdatenerfassung und Werkzeugbereitstellung, bis zur Kommunikation in die ERP- und Automatisierungsebene.


Weiterlesen auf DM-Online: Digitaltag: Gelingt die Fertigung aus dem Homeoffice?

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