3D-Druck

Bei einem 3D-Druck wird, ausgehend von einem digitalisierten (CAD-)Datensatz, ein Objekt schichtweise dreidimensional aufgebaut, wobei sich die Schichten fest miteinander verbinden. Die Materialien dafür können flüssig sein oder in Form von Pulvern (Metalle, Keramik, Kunststoffe, Kunstharze) vorliegen. Das Verfahren stammt aus den 80er Jahren und wurde dazu genutzt, Prototypen drucktechnisch anzufertigen (Rapid Prototyping). Der größte Vorteil  des 3D-Drucks besteht darin, dass keine aufwendigen Formen hergestellt werden müssen und Formenwechsel entfallen. Das macht die Methode effizient und kostengünstig. Und auch eine zunehmende Verbesserung der Druckqualität tut das Ihre dazu, breitere Anwendungsbereiche zu erschließen. Bis hinunter zur Losgröße 1 lassen sich Objekte günstig herstellen. Der 3D-Druck kommt vor allem auf den Gebieten Architektur, Modell-, Maschinen- und Automobilbau zum Einsatz, aber auch in Kunst, Design und im heimischen Bereich. (ak)

Werkzeuge, Ersatzteile und Modelle kommen heute bereits in vielen deutschen Industrieunternehmen aus dem 3D-Drucker. Schon jedes dritte Unternehmen (32 Prozent) nutzt diese Technologie. Im Jahr 2018 setzten noch 28 Prozent auf den 3D-Druck, im Jahr 2016 waren es dagegen nur 20 Prozent.

Heineken nutzt 3D-Druck-Lösungen von Ultimaker zur Herstellung maßgeschneiderter Werkzeuge und funktionaler Maschinenteile. Die Ingenieure in Sevilla, Spanien entwickeln und fertigen Sicherheitsvor­richtungen, Werkzeuge und Funktionsteile nach Bedarf direkt vor Ort, anstatt externe Anbieter zu beauftragen. 

Materialise NV, Anbieter von 3D-Druck-Lösungen, arbeitet mit HP, Nikon und Essentium zusammen, um die Produktivität und Konnektivität in der additiven Fertigung zu verbessern. Die Partnerschaften, auf der Rapid+TCT Conference 2019 in Detroit angekündigt, sollen die additiven Fertigung bei industriellen Herstellern etablieren helfen. Materialise gab außerdem bekannt, dass im Juni 2019 eine neue Version seiner 3D-Druck-Produktionsmanagement-Software Streamics 8 veröffentlicht wird.

Für den Ausbau seiner Cloud-Dienste hat sich der Softwarespezialist Kisters AG für den Einsatz der Storage-Lösung InfiniBox von Infinidat entschieden. Die in Aachen ansässige Kisters AG stellt Softwarelösungen für Versorgungsunternehmen her und bietet unter anderem Stadt- und Wasserwerken, Energieerzeugern und der Umweltwirtschaft neben Cloud-basierter Software auch Ingenieurleistungen, Umwelt-Consulting sowie Großformat-Drucker und -Scanner an.

Die innovative 4D_Additive Manufacturing Software Suite von CoreTechnologie setzt neue Maßstäbe im Additive Manufacturing. Mit dem Tool können CAD-Daten erstmals als intelligente und vor allem exakte B-Rep-Geometrie gemäß CAD-Engineering-Standard für das Additive Manufacturing vorbereitet werden. > von Armin Brüning

Die Fachmesse Rapid.Tech + Fabcon 3.D findet vom 25. bis 27. Juni in Erfurt statt, im Fokus stehen hier additive Technologien. Die zur Rheinmetall Automotive gehörende Solidteq GmbH nimmt zum ersten Mal an der Messe und zeigt in Halle 2 an Stand 417 Lösungen zum 3D-Druck mit metallischen Werkstoffen.

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