Das war die SPS 2019 – inklusive Rückblick und Ticker

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SPS 2019 verpasst? Hier unser Überblick zur Automatisierungs-Messe. Was die Aussteller gezeigt haben, wie die Messe trotz angekündigter Flaute gelaufen ist.
SPS 2019Quelle: Malte Kirchner/Mesago

Auch bei aktuell angespannter Konjunktur hat die SPS 2019 als Leitmesse der smarten und digitalen Automation präsentiert. Die Anzahl der Aussteller mit einer eigenen Standfläche ist größer als je zuvor. Neben Innovationskraft zeigten die Aussteller auf den Messeständen zahlreiche Produktneuheiten und Lösungen für die Herausforderungen von heute und morgen.

“Die Branche braucht dieses Zusammentreffen auf der SPS – heutzutage mehr denn je, denn nur zusammen sind wir stark!”

Susanne Kunschert, geschäftsführende Gesellschafterin der Pilz GmbH & Co. KG

Auch die angebotenen Guided Tours zu den Themen Machine Learning und KI, Predictive Maintenance, Industrial Security in der Fertigung und Cloud Ecosysteme überzeugten die Teilnehmer aus aller Welt. Während der Touren konnten sie sich einen kompakten Überblick über Innovationen und Exponate aus den speziellen Themenbereichen verschaffen und echte Use Cases erleben.


Die wichtigsten Zahlen der SPS 2019:

Datum: 26. bis 28. November 2019
Aussteller: 1.585
Ausstellungsfläche: 135.500 m²
Besucher: 63.708

Die SPS 2020: Nach der Messe ist vor der Messe

Die SPS 2020 wird vom 24. bis 26. November stattfinden. Wie in den letzten Jahren wird die Automatisierungsmesse in Nürnberg stattfinden und auch bei der Hallenbelegung zeichnen sich bis dato keine größeren Änderungen ab:

SPS 2020 HallenübersichtQuelle: Mesago

Eine ausführliche Messeanalyse mit weiteren Ergebnissen zur SPS 2019 steht laut Veranstalter Mesago ab Frühjahr 2020 zur Verfügung. Im kommenden Jahr findet die Fachmesse für smarte und digitale Automation vom 24. – 26.11.2020 im  Messezentrum Nürnberg statt. Weiterführende Informationen sind online unter sps-messe.de zu finden.

“Wenn es sie nicht schon seit 30 Jahren gäbe, müsste die SPS neu erfunden werden.”

Steffen Winkler, Vertriebsleitung der Business Unit Automation and Electrification Solutions, bei Bosch Rexroth AG

Auf dem Weg in die digitale Produktion der Zukunft

Nicht nur der neue Name SPS – Smart Production Solutions spiegelt die Entwicklung der Branche wider, ganz deutlich wurde dies auch in jeder der 17 Messehallen vor Ort. Neben Funktionen aus der IT-Welt, z.B. Machine Learning, digitaler Zwilling sowie Cloud- und Big-Data-Technologien, spielte vor allem das Thema Sicherheit eine große Rolle.

“Die SPS unterstützt in vielerlei Hinsicht unsere schnelllebige Branche – die ganze Welt ist hier versammelt und wir können an einem Ort mit ihr sprechen.”

Sinead Branagan, Vice President EMEA, Beijer Electronics

So kam der in Halle 6 ausgewiesene Bereich zum Thema Industrial Security besonders gut bei den Besuchern an. Hier konnten sie sich unter anderem bei Ausstellern wie genua, Fortinet oder dem Bundesamt für Sicherheit (BSI) über die aktuellsten Produkte und Anwendungen der Industrial Security informieren. Auch der seit 2015 bestehende Gemeinschaftsstand „Automation meets IT“ war wieder eine beliebte Anlaufstelle.


SPS 2019 – Nachlese und Ticker

Update 05.12.2019: MQTT für industrielle IoT-Anwendungen nutzbar machen

Auf der SPS 2019 haben MB connect Line und HiveMQ erstmals ihre gemeinsam entwickelten Lösungen rund um das offene Nachrichtenprotokoll für Machine-to-Machine-Kommunikation MTTQ der breiten Öffentlichkeit präsentiert. „ HiveMQ ist ein ausgewiesener MQTT-Spezialist mit langjähriger Projekterfahrung und ergänzt unsere IoT-Lösungen ideal“, erklärt Siegfried Müller, CEO von MB connect line. „In punkto Skalierbarkeit und Sicherheit ist der Enterprise-MQTT-Server von HiveMQ führend“.

SPS 2019Quelle: MB Connect Line
. Von links: Siegfried Müller, CEO von MB connect line und Dirk Pfefferle, Mitglied der Geschäftsleitung von HiveMQ.

Das Message Queuing Telemetry Transport Protokoll (MQTT) ist ein Standard bei der Kommunikation zwischen Maschinen, Sensoren und Anwendungen im Internet der Dinge. Der Datenaustausch erfolgt über kurze Nachrichten, die nach dem Publish-Subscribe-Prinzip über einen MQTT-Server (Message Broker) ausgetauscht werden. MQTT ist hinsichtlich Bandbreite und Latenzzeiten sehr tolerant. Im Gegensatz zum Internet-Protokoll HTTP bestehen keine direkten 1-zu1-Verbindung zwischen den Endgeräten. Das hält den Ressourcenbedarf für die Endgeräte gering.

„Smart Production Solutions, so lautete der Name der Messe – genau das ist unser Programm. Unsere MQTT-Lösungen waren hier sehr gut positioniert“, freut sich Dirk Pfefferle, Mitglied der Geschäftsleitung von HiveMQ, über den offensichtlich gelungenen Auftritt auf der SPS 2019.

Update 2. Dezember Heidenhain auf der SPS 2019: Neues aus der Welt des Antriebsfeedbacks

Ein Motor – viele Möglichkeiten: Mit Messgeräten von Heidenhain, Amo und Renco kann ein Antrieb einfach an die unterschiedlichsten Applikationen angepasst werden. Denn kompatible mechanische und elektronische Schnittstellen sorgen für Konnektivität, während die Variantenvielfalt den Einsatz verschiedener Messgeräte an einem Motor zulässt. So kann der Maschinen- und Anlagenbauer seine Antriebslösungen standardisieren und über die Messtechnik für die jeweilige Applikation optimieren.

Für jeden Antrieb das passende Feedback

Es stehen beispielsweise für die Standardbauformen 35 mm sowie 58 mm Drehgeber mit induktiver oder optischer Abtastung, unterschiedlichen Genauigkeitsklassen und Single- oder Multiturn-Funktionalität bei identischer mechanischer Schnittstelle zur Verfügung. Die induktiven, ungelagerten Drehgeber ECI/EQI 1100 und ECI/EQI 1300 sind anbaukompatibel zu den optisch abgetasteten, gelagerten Drehgebern der Baureihe ECN/EQN 1100 und ECN/EQN 1300.

Quelle: Heidenhain
Die induktiven Drehgeber ECI/EQI 1100 und ECI/EQI 1300 sind anbaukompatibel mit diesen optisch abgetasteten, gelagerten Drehgebern der Baureihe ECN/EQN 1100 und ECN/EQN 1300.

In der Praxis heißt das: Durch den Wechsel zwischen induktiven und optischen Drehgebern können Robustheit, Baulänge und Genauigkeit applikationsspezifisch variiert werden. So kann sich die Systemgenauigkeit ein und desselben Motors von ±65“ auf ±20“ verbessern.

Schnittstellenvielfalt sichert Kompatibilität

Die Anbindung an alle gängigen Motorsteuerungen ermöglicht die breitgefächerte elektronische Kompatibilität, z. B. über die seriellen Schnittstellen EnDat, DRIVE-CLiQ, Fanuc Serial Interface, Mitsubishi High Speed Interface und viele mehr.

Diese vollseriellen Schnittstellen bieten Einsparpotentiale bei der Verkabelungstechnik zwischen Positionsmessgerät und Folge-Elektronik, da die Übertragung der Analogsignale entfällt. Die Positionswerte werden im Messgerät digitalisiert und anschließend an die Folge-Elektronik übertragen. Dies minimiert die Einflüsse auf die Qualität der Positionsinformation und ihre Übertragung, die bei Sinussignalen auftreten können, und erhöht die mögliche Positionsauflösung gegenüber inkrementalen Schnittstellen mit TTL – oder HTL -Ausgangssignalen.

Eine serielle Schnittstelle erlaubt außerdem das Übertragen des „elektronischen Typenschilds“, also von Daten zur Inbetriebnahme des Messgeräts und des Antriebs. Und sie übermittelt Zusatzinformationen wie die Wicklungstemperatur des Motors oder Diagnosedaten. Die EnDat-Schnittstelle erlaubt es während des Betriebs, bei der turnusmäßigen Wartung oder bei einer Störung schnell und zuverlässig Informationen über den Funktionszustand des Positionsmessgeräts zu liefern und daraus Wartungsmaßnahmen abzuleiten.

Weil die Funktionale Sicherheit eine immer wichtigere Rolle spielt, stehen viele Messgeräte auch in Ausführungen für sicherheitsgerichtete Anwendungen zur Wahl. Zusätzlich zur genauen Positionsmessung und sicheren Datenübertragung an die Maschinensteuerung ermöglichen diese Messgeräte auch eine mechanisch sichere Anbindung und verfügen über den notwendigen mechanischen Fehlerausschluss. Damit bringen sie alle notwendigen Voraussetzungen mit, um in Verbindung mit einer sicheren Steuerung die Einstufung SIL 2 und in besonders kritischen Anwendungen sogar SIL 3 zu erreichen.

Quelle: Heidenhain
Heidenhein- und Amo-Messgeräte für die absolute Positionsmessung als Secondary Encoder an Robotern.

Skalierbarkeit von Messgeräten für Rundachsen

Eine Vorführeinheit mit unterschiedlichen Winkelmessgeräten an einem ETEL-Torquemotor veranschaulicht den Einfluss des Messprinzips auf die Genauigkeit und die Dynamik von Rundachsen. Außerdem zeigt sie die Systemarchitektur zur digitalen Temperaturüberwachung des Torquemotors. Denn bei Anwendungen mit besonderen Anforderungen – z. B. in der Werkzeugmaschine, Robotik, Medizintechnik und Astronomie – ist die Wahl des richtigen Messgeräts entscheidend dafür, die gewünschten Eigenschaften einer Rundachse zu realisieren.

Die neuen optischen Winkelmessgeräte vom Typ RCN 2001 mit Eigenlagerung und integrierter Statorkupplung bieten eine noch bessere Systemgenauigkeit und höhere maximale Drehzahl.
Die neue Generation der modularen, optischen ERA-Winkelmessgeräte ist jetzt auch mit dem Heidenhain Signal-Processing-ASIC HSP 1.0 ausgestattet. Der HSP 1.0 gleicht Schwankungen der Signalamplitude in Folge von Verschmutzung auf der Teilungstrommel nahezu vollständig aus.
Amo stellt seine modulare Bandlösung WMKA für besonders große Durchmesser mit EnDat- und Drive-CLiQ-Schnittstelle für sicherheitsgerichtete Anwendungen vor.

Secondary Encoder – signifikant höhere Genauigkeit für Roboter

Mit einem Secondary Encoder kann die absolute Positionsgenauigkeit am Tool Center Point eines Robotorarms um bis zu 80 Prozent gesteigert werden. Dadurch können Industrieroboter auch genauere Aufgaben in der Montagetechnik z. B. der Automobilindustrie übernehmen. Dazu wird zusätzlich zum Motorfeedback ein sogenannter Secondary Encoder an jeder Roboterachse jeweils nach dem Getriebe angebaut. Dort erfasst er die tatsächliche Position jedes Robotergelenks ohne Getriebefehler. Ein Abgleich der Positionsdaten von Motorfeedback und Secondary Encoder an jeder Achse des Roboterarms erlaubt außerdem die Bestimmung der rückwirkenden Kräfte aus der Bearbeitung.

Eine typische Messgerätelösung für hochgenaue Roboter besteht aus den induktiven Heidenhain-Drehgebern vom Typ EBI 1100 oder EQI 1100 als Motorfeedback und aus einem induktiven Amo-Winkelmessgerät WMKA/WMRA als Secondary Encoder. Das AMO-Winkelmessgerät kann dank seiner hohen Unempfindlichkeit gegenüber Verschmutzungen problemlos außen am Roboter angebaut werden.
Für die genaue Positionierung des Roboters auf einer Längsachse entlang großer Werkstücke steht mit dem LIC 2100 ein offenes, absolutes Längenmessgeräte zur Verfügung. Es ermöglicht hohe Verfahrgeschwindigkeiten bis zu 600 m/min, sodass der Roboter lange Verfahrwege von bis zu 28 m schnell zurücklegen kann.

Erweiterung der EnDat-Familie

Seit ihrer Einführung vor mehr als 20 Jahren hat sich die EnDat-Schnittstelle am Markt etabliert. Alle Drehgeber, Winkel- und Längenmessgeräte von Heidenhain, Amo, Numerik Jena, RSF und Leine & Linde sind mit EnDat-Schnittstelle lieferbar. Weltweit nutzen Maschinen- und Anlagenbauer die Vorteile der Datenübertragung via EnDat.
Auf der SPS 2019 stellt Heidenhain die Zukunft der Schnittstelle vor: EnDat 3 wird die weiterhin bestehende EnDat-Schnittstellen-Familie abrunden und deren Stärken konsequent weiterentwickeln. Dazu gehören vor allem die einfache Verkabelung, ein erweitertes Konzept zur Funktionalen Sicherheit und neue Möglichkeiten zur Einbindung von Zusatzsensorik.

SPS 2019 – update 2. Dezember: Was der neue 3D-LiDAR-Mehrlagenscanner von Pepperl+Fuchs kann

Auf der SPS 2019 in Nürnberg hat Pepperl+Fuchs einen neuen Mehrlagenscanner vorgestellt. Beim R2300 hebt der Hersteller insbesondere dessen Leistungsdichte hervor: in das kompakte Gehäuse ist hochpräzise LiDAR-Lasermesstechnik integriert, die insgesamt vier Scanebenen auswertet und so Objekte in ihrer Länge, Breite und Höhe detektieren und messen. Einige konstruktive Kniffe sollen hohe Detektionssicherheit und Verfügbarkeit auch in anspruchsvollen Applikationen gewährleisten.

R2300: Das versteckt sich im kompakten Gehäuse

Der mit einer Höhe von nur 58 Millimetern sehr kompakte und platzsparende R2300 ist ein 3D-LiDAR-Sensor (Light Detection And Ranging) zur optischen Winkel- und Abstandsmessung in stationären und in mobilen Anwendungen. Mit Hilfe von vier leicht gefächerten Scanebenen – erzeugt durch einen rotierenden Spiegelwürfel im Inneren des Sensorgehäuses – wird eine berührungslose 3D-Abtastung des Umfeldes ermöglicht.

Großer Messbereich, anpassbares Überwachungsfeld und unerreicht feine Winkelauslösung
Der R2300 verfügt über einen Messbereichs-Öffnungswinkel von 100°, bietet große Messbereiche bis zehn Meter auf helle Objekte und bis zu vier Meter auf dunkle Oberflächen, eine Messrate von 50 kHz sowie wählbare Scanraten von 12,5 oder 25 Hz mit bis zu 4.000 Pixeln pro Scan. Damit deckt der Mehrlagenscanner die wichtigsten Anforderungen einer Vielzahl von Anwendungen ab.

Zusätzlich besteht die Möglichkeit, das Überwachungsfeld individuell anzupassen – entweder durch gezieltes Ausblenden von Außenbereichen des Detektionsfeldes oder durch side-by-side-Montage eines zweiten R2300, wodurch das Sichtfeld auf 180° vergrößert wird. Ein echtes Alleinstellungsmerkmal bei 3D-Sensoren ist die kleine – und damit feine – Winkelauflösung von nur 0,1°, wie sie derzeit kein anderer vergleichbarer LiDAR- oder Mehrlagensensor erreicht. In Verbindung mit dem Laser-typischen, kleinen Infrarot-Lichtfleck ist der R2300 in der Lage, auch filigrane Objektstrukturen und Konturen zuverlässig zu erkennen.

So macht Pepperl+Fuchs den Sensor robust

Die Einsatzszenarien des R2300 – unter anderem in der Intralogistik, im Bereich Mobile Equipment oder der Robotik – machten es erforderlich, den Mehrlagenscanner besonders robust zu konzipieren. Aus diesem Grund ist das Sensorgehäuse in widerstandsfähigem Kunststoff ausgeführt und die Elektronik fest im Sensorkopf verbaut – und so wirkungsvoll vor Vibrationen geschützt.

Die Pulse Ranging Technologie (PRT) des R2300 gewährleistet nicht nur eine weitgehende Unabhängigkeit von Objekt- und Oberflächeneigenschaften, sondern ein Höchstmaß an Störfestigkeit gegen Fremdlicht, HF-Lampen und optische Reflexionen aus dem Einsatzumfeld. Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal des R2300 im Markt der Mehrlagenscanner ist die mechanische Trennung von Sender und Empfänger innerhalb der Optikeinheit.

Das Trennelement im Sensorkopf verhindert zuverlässig einen optischen Kurzschluss, der entstehen kann, wenn die Frontscheibe verschmutzt ist und einen Teil des emittierten Lichtes direkt auf das Empfangselement zurück reflektiert. Dadurch gewährleistet der R2300 – bei deutlich reduziertem Wartungsaufwand – kontinuierlich korrekte Messergebnisse sowie eine hohe Detektionssicherheit in der Applikation. Für den Anwender bedeutet dies minimierte Stillstandszeiten, deutlich längere Reinigungsintervalle und bessere Verfügbarkeit und Prozesssicherheit.

Laser vereinfacht Inbetriebnahme

Der integrierte Pilotlaser des R2300 erleichtert bei der Inbetriebnahme die Ausrichtung des Sensors auf Flächen oder bestimmte Targets. Er wird zum Ausrichten zugeschaltet und ist nur während der Inbetriebnahme aktiv. Weitere Hilfsmittel sind nicht erforderlich – denn der rote, sichtbare Laserstrahl verläuft identisch wie der eigentliche Infrarot-Messlaser.

Messwertausgabe als Rohdaten

Der R2300 gibt Messwerte für Winkel, Distanz und Remission mit dem dazugehörigen Zeitstempel aus. Die Übertragung erfolgt über die Ethernet-Schnittstelle des Sensors – die Daten können so für eine Vielzahl von Automatisierungssystemen bereitgestellt werden. In absehbarer Zeit wird der R2300 nicht nur in einer schaltende Version zur Verfügung stehen, sondern auch weitere Anschlussoptionen bieten, die sich durch das flexible Interfacemodul auf einfache und kostengünstige Weise integrieren lassen.

SPS 2019, 28. November: So soll Gaia-X Europa datensouverän machen

Gaia-X ist schon vor der SPS 2019 gestartet. Genauer: Auf dem Digitalgipfel 2019 am 29. Oktober in Dortmund. Dort eröffnete das Bundeswirtschafts­ministerium das europäische Digital-Großprojekt zur Stärkung der Industrie im internationalen Wettbewerb. Ziel ist der Aufbau einer europäischen Cloud zur sicheren Digitalisierung und Vernetzung der Industrie und als Basis für den Einsatz neuer KI-Anwendungen (Künstliche Intelligenz). Im Boot ist die auch die Friedhelm Loh Group als mittelständisches und global agierendes Unternehmen. Inhaber und Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Friedhelm Loh hat das Großprojekt mit ins Leben gerufen.

Als erste Branche hat die Automobilindustrie eine neue Anforderung an ihre Zulieferer gestellt: Künftig sollen Daten entlang der gesamten Lieferkette verfügbar sein – bei VW über Amazon Web Services, bei BMW über Microsoft Azure. Für die Zulieferer bedeutet das Zugzwang und Risiko: Sie wollen ihren Zulieferstatus nicht riskieren, aber mit ihren 100.000 Fabriken die Kontrolle über ihre Produktionsdaten, damit auch ihr Knowhow, behalten. „Wem gehören die Daten?“ wird die zentrale Frage in diesem Kontext – und Datensouveränität zum kritischen Erfolgsfaktor im internationalen Wettbewerb.

Friedhelm LohQuelle: Friedhelm Loh Group
Prof. Dr. Friedhelm Loh, Inhaber und Vorstandsvorsitzender der Friedhelm Loh Group, unterstützt mit GaiaX eine souveräne Dateninfrastruktur als Wiege eines europäischen KI-Ökosystems.

Zur Stärkung der Industrie und zur Förderung von Lösungen für diese Herausforderungen europäischer Unternehmen, hat Bundesminister Peter Altmaier heute das Projekt Gaia-X offiziell gestartet. Ziel ist es, viele kleine geographisch verteilte Edge Rechenzentren mit offener Cloud-Anbindung aufzubauen, die eine neue Klasse von industriellen Anwendungen ermöglichen. Vorgestellt wurde das Projekt auf dem Digitalgipfel des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie in Dortmund.

Datensouveränität, Echtzeit und Edge Computing

„Die Friedhelm Loh Group hat in den Gesprächen mit dem Bundesministerium unternehmensseitig und aus Sicht der Industrie Gaia-X vorangetrieben. Unser Ziel war es, Edge- und Cloud-Computing für den industriellen Mittelstand zugänglich zu machen und dafür den Weg zu bereiten“, sagt Prof. Dr. Friedhelm Loh, Inhaber und Vorstandsvorsitzender der Friedhelm Loh Group. „Wir haben mit Kunden und auch in den eigenen Fabriken gelernt, was wichtig für den industriellen Mittelstand ist: Datensouveränität, Echtzeitfähigkeit und die Anbindung an bestehende Cloudlösungen. Diese Expertise haben wir in das Gaia-X-Projekt eingebracht.“

Man kenne die Anforderungen aus der eigenen Praxis beim Aufbau des komplett digital integrierten Rittal Werks in Haiger. „Weil es für unsere Anforderungen noch keine passende Antwort gab, haben wir gemeinsam mit den Startups German Edge Cloud und IoTOS – jüngste Unternehmen der Friedhelm Loh Group – sowie mit Bosch Connected Industry eine Lösung entwickelt.Oncite ist das erste schlüsselfertige KI-basierte Edge-Cloud-Rechenzentrum zur sicheren, echtzeitfähigen Verarbeitung und intelligenten Analyse von Daten im Produktionsumfeld. „Damit ist eine Lösung von der deutschen Industrie für die deutsche Industrie entstanden – in der Zusammenarbeit mit kompetenten Partnern wie Fraunhofer, IT- und KI-Spezialisten sowie anderen Unternehmen“, so Prof. Dr. Loh.

„Gaia-X muss ein Erfolg werden!“

Nach der Rede von Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung, sowie Teilnehmern des Netzwerks Plattform Industrie 4.0 verdeutlichte Prof. Dr. Loh die Sicht des deutschen Mittelstands: „Haben wir Daten­souveränität, Echtzeit und Edge Computing im Griff, dann gelingt es uns, die Einführung von Industrie 4.0 in den Unternehmen auf eine ganz neue Basis zu stellen und Wertschöpfungsketten zu installieren und funktionsfähig zu machen, um wettbewerbsfähig zu sein“. Für den Unternehmer sei die Datensouveränität, d.h. die Entscheidungshoheit im eigenen Haus sowie im Netz, eines der großen Themen. Der Unternehmer stellt deutlich heraus: „Wir arbeiten nicht gegen die Unternehmen der Private und Public Cloud, sondern wollen einen Weg, der die Kompatibilität eigener Wege mit bestehenden Cloud-Lösungen in die eigene Entscheidungshoheit überführt.“

Prof. Dr. Loh forderte die Bundesregierung auf: „Die Industrie braucht die Unterstützung des Staates und umgekehrt.“ Über Gaia-X sei genug geredet worden. „Wir müssen es jetzt tun. Wir müssen Beispiele in der deutschen Industrie schaffen. Gaia-X muss ein Erfolg werden! Wir machen es und wir können es – mit der Unterstützung von allen.“


SPS 2019, 28. November: So macht Conrad IoT und B2B-Marketplace

Conrad auf der SPS 2019: Einige kennen Conrad vielleicht noch als Spezialhändler für Elektronikkomponenten – und Händler sind die Vertreter der Unternehmerfamilie heute noch. Aber der Wandel hin zu einem B2B-Marketplace und IoT-Anbieter ist im vollem Gange.

Conrad auf der SPS 2019: Von  Steuerungs- und Antriebstechnik über Bedien- und Meldegeräte bis hin zu Pneumatik von den führenden Herstellern: Mit mehr als 750.000 Artikeln von über 500 Marken macht die Automatisierungstechnik einen entscheidenden Teil der insgesamt 5 Millionen Artikel aus, die für B2B Kunden auf dem Marketplace unter conrad.de verfügbar sind. Außerdem geht Conrad mit umfangreichen eProcurement-Lösungen ganz gezielt auf die Anforderungen und Wünsche seiner Geschäftskunden ein.

Interne Freigabeprozesse nehmen oft viel Zeit in Anspruch und um Prozesskosten zu sparen, wäre es ideal, vom Browser oder direkt aus dem ERP-System heraus zu bestellen? Mit den maßgeschneiderten eProcurement-Lösungen von Conrad Electronic können Betriebe die Durchlaufzeiten ihrer Bestellungen ganzheitlich minimieren und automatisieren, Maverick Buying verhindern und Beschaffungskosten signifikant reduzieren. 

SPS-Auftritt im Zeichen digitaler Plattformen

Für alle, die mehr erfahren wollen: Auch in diesem Jahr ist Conrad Electronic vom 26. bis 28. November auf der SPS in Nürnberg als Aussteller vertreten und präsentiert auf dem digitalen Messestand in Halle 3 (Stand 226) seine operative und fachliche Kompetenz rund um die B2B Produktbeschaffung für die Automatisierungsbranche.

Denn der Schwerpunkt des Messeauftritts liegt auf der Conrad „digital platform“ und damit auf richtungsweisenden Technologien in den Bereichen Einkauf und Prozess-Vernetzung, die Conrad im Sinne der Steigerung von Effizienz und Produktivität auch in Zeiten der Digitalisierung zum verlässlichen Business-Partner machen.

Dementsprechend stehen die Conrad Experten auf der SPS nicht nur zum Thema Sortiment und Produkte, sondern auch bei Fragen zu neuen Beschaffungslösungen, innovativen Produktservices und den smarten Möglichkeiten von Conrad Connect Rede und Antwort. Außerdem kann man am Conrad Stand den Renkforce 3D-Drucker RF2000 für effizientes Prototyping, den igus 5-Achs-Kinematik Roboterarm sowie zwei intuitiv bedienbare Servopressen vonFesto in Aktion erleben.

Agile Infrastruktur für die Beschaffung

„Im Sinne einer agilen Infrastruktur für ‚B2B first‘ definieren wir als Omnichannel-Anbieter One-Stop-Shopping im Bereich Technik und Elektronik neu und haben unser ständig wachsendes Marketplace-Angebot um zahlreiche neue, digitale Services ergänzt“ erläutert Ralf Bühler, CSO B2B bei Conrad Electronic, die Marschrichtung seines Unternehmens. Individuell zugeschnittene Beschaffungslösungen, ein breites und tiefes Sortimentsangebot, das mit mehr als 4.500 Herstellern Lieferantenkonsolidierung ermöglicht, sowie die IoT-Plattform Conrad Connect für smarte Business-Lösungen: „Mit unserer digital platform bieten wir ein leistungsfähiges Gesamtpaket aus unseren einzelnen Lösungen“, so Ralf Bühler weiter.

Fulfillment bis IoT

Zusätzlich zur dynamischen Weiterentwicklung des Conrad Marketplace, auf dem mittlerweile 5 Millionen Artikel angeboten werden, und der Sortiments-Integration von SOS electronic, die Industriekunden optimale Projekt- und Prozessabwicklung für Serienproduktionen in den Bereichen Automatisierung, Bauelemente, Stromversorgung und Messgeräte ermöglicht, hat sich Conrad Electronic der Handelsstufen-Optimierung angenommen und bietet jetzt Fulfillment by Conrad an – ein Angebot, das sich derzeit in der Beta-Testphase befindet.

Ebenfalls neu: Der Smart Ordering-Service von Conrad Electronic, der das Bestellen von Verbrauchsmaterial und damit Facility- und Büromanagement so einfach macht wie nie zuvor.  Auch IoT-Anwender werden bei Conrad Connect Professional fündig und können auf das weitreichende Angebot an Automatisierungsmöglichkeiten im Bereich Gebäudetechnik und Ressourcen-Monitoring zurückgreifen oder auf der Plattform schnell und simpel eigene IoT-Projekte anlegen.


SPS 2019 – 28. November: B&R integriert ABB-Robotik in seine Lösungen

Auf der SPS 2019 hat B&R, eine Einheit des ABB-Geschäftsbereichs Robotik und Fertigungsautomation, die Integration von ABB-Robotern in ihr Automatisierungsportfolio bekanntgegeben. Durch die Integration von ABB-Robotern in das Automatisierungsportfolio erhalten Maschinenbauer nun Automatisierungslösungen und Robotik aus einer Hand. Sie können bei B&R in Zukunft ihre Roboter zusammen mit Steuerungen, I/Os und Antrieben kaufen und profitieren von einer mikrosekundengenauen Synchronisierung zwischen Robotik und Maschinensteuerung.

Zugriff auf eine ganze Roboterflotte

„Indem wir die Roboterflotte von ABB in das Portfolio von B&R integrieren, werden wir ein vollständiger One-Stop-Shop. Wir sind das einzige Unternehmen in der Industrieautomation, das die volle Bandbreite an integrierten Hardware- und Softwarelösungen für Steuerung, Aktorik, Robotik, Sensorik, Analyse und Elektrifizierung anbietet. Die kombinierten Fähigkeiten von ABB und B&R verbunden mit unserer fundierten Anwendungsexpertise machen uns zu einem starken Partner. Produzierende Unternehmen profitieren von einer gesteigerten Flexibilität auf allen Ebenen, einschließlich der Maschinenebene, um verkürzte Produktzyklen zu erreichen und kleinere Losgrößen zu ermöglichen“, sagte Sami Atiya, Mitglied des ABB-Konzernvorstands und verantwortlich für den Geschäftsbereich Robotik und Fertigungsautomation.

Maschinenbauern steht eine große Auswahl an Knickarm-, Scara-, Delta- und Palettierrobotern von ABB in unterschiedlichen Größen und mit unterschiedlichen Nutzlasten zur Verfügung. Das ist besonders wichtig für Maschinenanwendungen, die einen hohen Grad an Synchronisierung mit anderen Komponenten erfordern, zum Beispiel mit Kommissioniersystemen.

Da der Roboter keine eigene Steuerung mehr benötigt, entfallen alle Schnittstellen zur Maschine. Sämtliche Achsen und Sensoren kommunizieren nun in einem gemeinsamen Netzwerk, was die Präzision in den bisher unvorstellbaren Mikrosekundenbereich hebt. Die Integration von Robotik und Automatisierung bedeutet außerdem, dass nur noch eine Steuerung und ein Engineering-System für die Entwicklung, Diagnose und Wartung benötigt werden. Ein eigener Schaltschrank für den Roboter ist nicht notwendig. Dadurch wird Platz gespart.

SPS 2019: Maschine und Roboter verschmelzen

Die einfachere Bedienung und Programmierung sind weitere Vorteile bei der Verschmelzung von Roboter und Maschine. Entwicklungszeiten werden erheblich verkürzt. Mit den vorgefertigten Softwarebausteinen von mapp Technology können Entwickler die Maschinenapplikation inklusive der Robotik schnell parametrieren – Kenntnisse spezieller Robotiksprachen sind nicht erforderlich.

„Mit unserer neu entwickelten integrierten Lösung können wir Kunden dabei unterstützen, ihre Prozesse zu verbessern und ihre Investitionen in Automatisierungslösungen zukunftssicher zu gestalten. Ein Roboter ist normalerweise ein in sich geschlossenes System mit einer eigenen Steuerung und einem eigenen Schaltschrank. Engineering, Diagnose und Wartung laufen über eigenständige Systeme mit einer speziellen Robotiksprache, für die oft ein speziell geschulter Programmierer benötigt wird“, sagte B&R-Geschäftsführer Hans Wimmer. „Mit der Einbindung von ABB-Robotern in eine einheitliche Architektur schaffen wir ein vollständig integriertes Automatisierungssystem. Für den Maschinenentwickler macht es in Zukunft keinen Unterschied, ob er eine Einzelachse oder einen Roboter in seine Maschine implementiert.“

Auch Vision-Systeme integrierbar

Zudem wird die Synchronisierung zwischen Sensoren und Roboterbewegungen einfacher. So kann zum Beispiel das Ergebnis einer Qualitätsüberprüfung durch eine Vision-Kamera von B&R in weniger als einer Millisekunde in einen Steuerungsbefehl für einen ABB-Roboter umgewandelt werden. Dieser entfernt ohne manuellen Eingriff fehlerhafte Werkstücke aus dem Produktionsprozess, ohne diesen zu verlangsamen.

Da keine getrennte Hardware, getrennte Kommunikationsnetzwerke und getrennte Applikationen notwendig sind, lassen sich Roboter und die restliche Maschinenautomatisierung viel exakter synchronisieren. Die Bewegungen des Roboters und aller Maschinenachsen lassen sich mikrosekundengenau aufeinander abstimmen. Die Produktivität der Maschine und der Durchsatz werden erhöht.

Alles in einer Engineering-Umgebung projektieren

Die Roboter werden wie alle anderen Automatisierungskomponenten in der Engineering-Umgebung von B&R programmiert. Der Anwender kann anhand eines digitalen Zwillings den gesamten Bewegungsablauf der Maschine einschließlich der Robotik simulieren und optimieren, und das bevor die Maschine überhaupt gebaut wird. Das beschleunigt die Entwicklung und macht sie kostengünstiger. So sinkt die Einstieghürde für den Einsatz von Robotern in Maschinen. Zugleich können Maschinenbauer ihren Return-on-Investment erhöhen.


27. November: ebm Papst und SEW kooperieren

Das neue Fahr-Lenk-System von SEW-Eurodrive und ebm-papst soll flächenbewegliche Fahrbewegungen erlauben – hier mehr über die Kooperation.

Gemeinsam mit SEW-Eurodrive entwickelt ebm-papst ein neues Fahr-Lenk-System für mobile Applikationen das eine flächenbewegliche Fahrbewegung von Fahrzeugen oder mobilen Assistenzsystemen ermöglicht. SEW-Eurodrive ist ein Vorreiter bei mobilen Anwendungen, ebm-papst ist Spezialist für Antriebslösungen im Schutzkleinspannungsbereich.

Um Anwendern aus einem breiten Portfolio die jeweils ideale Lösung bieten zu können, kooperieren die beiden Unternehmen und entwickeln gemeinsam ein neues Fahr-Lenk-System für mobile Applikationen, darüber hinaus erweitern beide Unternehmen auch ihre Zusammenarbeit bei Kompakt-Kleinspannungsantrieben. So erhalten Kunden eine hohe Leistungsdichte auch auf kleinstem Bauraum in Schutzkleinspannung. Natürlich fügt sich diese Antriebslösung nahtlos in das Antriebs- und Automatisierungskonzept von SEW-Eurodrive ein und ermöglicht Anwendern mobile Systeme ganz nach Aufgabe und zu transportierenden Lasten frei aus einem Baukasten zu gestalten. Somit erhalten die Kunden die bestmögliche Antriebslösung für die jeweilige Applikation aus einer Hand.


27. November: Schmersal expandiert bei Safety-Dienstleistungen

Im Vorfeld der SPS 2019 hat Schmersal Omnicon Engineering übernommen und zur Messe bekanntgegeben. Wie das die Safety-Dienstleistungen des Familienunternehmens weiterbringen soll.

SPS 2019: Die K. A. Schmersal Holding GmbH & Co. KG, ein internationaler Marktführer im Bereich Maschinensicherheit, hat zum 24. Oktober 2019 die omnicon engineering GmbH mit Sitz im saarländischen Kirkel-Limbach übernommen. omnicon ist ein Dienstleister, der sowohl mittelständische als auch DAX-Unternehmen bei sicherheitstechnischen Fragestellungen berät und sie dabei unterstützt, die Konformität von Maschinen mit dem EU-Regelwerk zur Maschinensicherheit sicherzustellen.

Das Ingenieurbüro mit rd. 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wird als Mitglied der Schmersal Gruppe unter dem bisherigen Namen weitergeführt. Auch der Gründer Friedhelm Nowak bleibt dem Unternehmen als Geschäftsführer erhalten.

Stärkung bei Risko- und Gefährdungsbeurteilungen im Maschinen- und Anlagenbau

„Die Übernahme der omnicon engineering GmbH ist Teil unserer Expansionsstrategie und wir erwarten, damit eine größere Marktdurchdringung für die Dienstleistungen unseres Geschäftsbereichs tec.nicum zu erreichen“, erklärt Philip Schmersal, geschäftsführender Gesellschafter der K. A. Schmersal Holding GmbH & Co. KG. „omnicon ist ein hervorragender Dienstleister, der das komplette Portfolio an Safety Services bietet – von der Risikobeurteilung und der Technischen Dokumentation über Gefährdungsbeurteilungen bis hin zu Schulungen. Insbesondere unseren Kunden im südwestdeutschen Raum können wir nun mehr Nähe und damit kürzere Wege sowie noch schnellere Reaktionszeiten bieten.“

tec.nicum wurde zum 1. Januar 2016 als Dienstleistungssparte der Schmersal Gruppe gegründet und weist seitdem jährlich zwei- bis dreistellige Wachstumsraten auf. Das tec.nicum besteht aus einem weltweiten Netzwerk an zertifizierten Functional Safety Engineers, die Maschinenhersteller und -betreiber in allen Fragen der Maschinen- und Arbeitssicherheit herstellerneutral beraten. Darüber hinaus planen und realisieren die tec.nicum-Experten rund um den Globus komplexe Sicherheitslösungen in enger Zusammenarbeit mit den Auftraggebern. Mit der Gründung des tec.nicum hat die Schmersal Gruppe ihre Position als international führender System- und Lösungsanbieter für die Maschinensicherheit weiter ausgebaut.


27. November: Beckhoff bringt das Engineering in die Cloud

Zur SPS 2019 bringt Beckhoff das Engineering seiner PC-basierten Steuerungen in die Cloud. Was sich hinter dem Schlagwort TwinCAT Cloud Enginering verbirgt.

Vorgestellt auf der SPS 2019: TwinCAT Cloud Engineering soll die Grundlage für hocheffiziente IoT-Automatisierungskonzepte bieten. Maschinen, Anlagen und Fertigungslinien lassen sich derart miteinander vernetzen, dass Effizienzpotenziale prozessübergreifend ausgeschöpft werden können. Am Anfang steht dabei mit dem neuen TwinCAT Cloud Engineering das einfache Engineering aller Instanzen und Steuerungen direkt in der Cloud.

TwinCAT Cloud Engineering ermöglicht eine Instanziierung und Verwendung der existierenden TwinCAT-Engineering- und -Runtime-Produkte direkt in der Cloud. Der Zugriff erfolgt einfach über die Beckhoff-Webseite, d. h. außer einem Webbrowser sind keine zusätzlichen Softwarekomponenten erforderlich. Registrierte Anwender können auf diese Weise sogar über bisher nicht geeignete Plattformen, wie z. B. Tablet-PCs, mit der TwinCAT-Entwicklungsumgebung arbeiten.

Hans Beckhoff, geschäftsführender Inhaber der Beckhoff Automation GmbH & Co. KGQuelle: Beckhoff
Hans Beckhoff, geschäftsführender Inhaber von Beckhoff Automation.

Neue Möglichkeiten zur Kollaboration

Die Ankopplung realer Steuerungshardware an die erzeugten TwinCAT-Cloud-Engineering-Instanzen erfolgt über einen sicheren Transportkanal. Dabei profitieren Anwender uneingeschränkt von allen Vorzügen der TwinCAT-Steuerungsarchitektur sowie von dezentralen Kollaborationsmöglichkeiten über ein Source Control Repository. Weiterhin bietet die TwinCAT-Cloud-Engineering-Instanz insbesondere für Einsteiger eine umfassende und ideale Grundlage, um die ersten Schritte in der TwinCAT-Umgebung zu vollziehen.

TwinCAT in der Cloud – vorgestellt auf der SPS 2019

Mit TwinCAT Cloud Engineering besteht nun die zusätzliche Möglichkeit, die TwinCAT-Architektur komplett in die Cloud zu transferieren. Einziger Unterschied gegenüber der konventionellen Vorgehensweise ist die Verwendung einer virtuellen Maschine statt eines lokalen Engineering-PC. Dies bietet den Vorteil, dass sich der Anwender nicht an eine neue Softwareumgebung gewöhnen muss, sondern weiterhin in seiner gewohnten Entwicklungsumgebung arbeiten kann. Die Installation und Vorhaltung unterschiedlicher, auf die individuelle Maschinengeneration zugeschnittener Softwareversionen auf dem eigenen PC entfällt. Stattdessen können verschiedene TwinCAT-Cloud-Engineering-Instanzen mit verschiedenen Versionsständen verwendet werden; der Zugriff erfolgt aus der Ferne und nach Bedarf. Als Projektablage dient ein Source Code Control Repository, auf das direkt aus dem TwinCAT Engineering heraus zugegriffen werden kann.

Arbeiten im Team über mehrere Instanzen

Über moderne Source-Control-Funktionalitäten können Git-basierte Systeme problemlos angebunden und zur Verwaltung des Automatisierungsprojekts verwendet werden. Die TwinCAT-Multi-User-Funktion ermöglicht hierbei den einfachen und nahtlosen Zugriff auf das Source Control Repository ohne tiefgehendes Fachwissen des Anwenders. Bei TwinCAT Cloud Engineering kann hierzu sowohl ein in die Instanz integrierter Git-Server als auch ein separater, Git-basierter Cloud-Dienst verwendet werden, um die kollaborative Arbeit an mehreren Instanzen mit mehreren Benutzern zu erleichtern.


26.11.2019: So macht Siemens die Produktion umwelteffizient und flexibel

Zur SPS 2019 hat Siemens das Digital-Enterprise-Portfolio neu ausgerichtet. Wie ein wachsendes Ecosystem für Industrial Edge und Cloud die Skalierbarkeit verbessern.

Durch Innovationen und die Integration von Zukunftstechnologien in das Digital-Enterprise-Portfolio will Siemens Unternehmen aller Branchen unterstützen, noch flexibler und umwelteffizienter zu produzieren. „Das Digital-Enterprise-Portfolio ist zur Umsetzung von Industrie 4.0 heute weltweit in allen Industriebranchen fest etabliert. Eine Vielzahl von Anwendungen belegt den konkreten Nutzen dieser Lösungen für unsere Kunden“, erklärt Klaus Helmrich, Mitglied des Vorstands der Siemens AG und CEO von Digital Industries, auf der SPS. „Jetzt gehen wir den nächsten Schritt: Mit zahlreichen Innovationen und Zukunftstechnologien heben wir das Digital-Enterprise-Portfolio und damit Industrie 4.0 auf eine neue Stufe.“

Siemens integriert Zukunftstechnologien für eine umwelteffizientere und flexiblere Produktion.Quelle: Siemens
Siemens integriert Zukunftstechnologien für eine umwelteffizientere und flexiblere Produktion.

Siemens zeigt auf der SPS 2019 Beispiele, wie der Digital Twin CO2 reduziert

Auf der Messe zeigt Siemens zahlreiche Innovationen sowie branchenspezifische Applikationen, wie sich mit neuen Produkten, Lösungen und Services aus dem Digital-Enterprise-Portfolio diese Anforderungen umsetzen lassen. Ein immer präziserer und leistungsfähigerer digitaler Zwilling hilft, den CO2-Ausstoß in der Produktentwicklung deutlich zu reduzieren beispielsweise durch eine umfassende Simulation von der realen Produktion. Durch die Analyse der Produktionsprozesse werden Einsparpotentiale bei Ressourcen wie Wasser und Energie sichtbar.

Und nicht zuletzt kann durch den Einsatz innovativer Produktionsverfahren – zum Beispiel Additive Manufacturing – Material gespart und Müll vermieden werden. Mit seinem Angebot ebnet Siemens so den Weg für modulare, hoch flexible und vor allem umwelteffiziente Abläufe in der Produktion. Die gewachsenen Anforderungen an Flexibilisierung und Produktivität sind nicht mit klassischen Automatisierungslösungen allein zu bewältigen. Hierzu braucht es ein durchgängiges skalierbares System von der Produktion bis in die Cloud.

Die technischen Voraussetzungen dafür sind bereits geschaffen: mit End-to-end-Lösungen über die gesamte Wertschöpfungskette, die die Verbindung von virtueller und realer Welt noch nahtloser gestalten – für alle Branchen der diskreten und der Prozessindustrie. Dies ermöglichen Plattforminnovationen wie Sinumerik One, die erste CNC mit vollständigem digitalen Zwilling, das innovative webbasierte Prozessleitsystem Simatic PCS neo, die neu entwickelte Visualisierungsplattform Simatic WinCC Unified und das Xcelerator-Portfolio, welches das gesamte Spektrum von Industrie Software, Services und MindSphere mit einer erweiterten Mendix-Plattform für die Entwicklung von Low-Code-Applikationen kombiniert.

Edge und Cloud: Modulare Produktionskonzepte im Trend

Der Trend zu flexiblen und modularen Produktionskonzepten stellt auch Herausforderungen an die drahtlose Kommunikation: immer mehr Geräte, höhere Zuverlässigkeit und geringere Latenz. Die kommunikative Vernetzung von Produktions- und Logistikelementen ist der Schlüssel von der verketteten Automation hin zur Flexibilisierung der Produktion. Industrial 5G ist dafür die Grundlage: ultrazuverlässige Breitband-Übertragung und ultrakurze Latenzzeiten für Netzwerke mit einer großen Anzahl von Teilnehmern.Ein weiterer Baustein für den nächsten Schritt in der Umsetzung der digitalen Transformation ist das wachsende Ecosystem für Industrial Edge und Cloud.

Dies ermöglicht eine Durchgängigkeit von der Datenanalyse auf dem Shopfloor über das Automatisierungssystem bis hin in die Cloud. Hierfür bietet Siemens neue Edge-Apps für Werkzeugmaschinen. Zudem hat Siemens Edge-Technologie des US-Unternehmens Pixeom übernommen und so sein Angebot für das einfache Managen von Apps und zentrales Updaten von Geräten auch auf verteilten Infrastrukturen verstärkt.Die Digitalisierung verändert das Gesicht der Industrie zunehmend: Die leistungsfähigere Verbindung von virtueller und realer Welt führt vom klassischen Showroom zum digitalen Design- und Verkaufsraum, vom Meisterbüro vor Ort zum Simulationsraum in der Fabrik und von der verketteten Automation zum flexiblen Shopfloor.


26. November auf der SPS 2019: Wie die erweiterte Verwaltungsschale der Plattform Industrie 4.0 für Interoperabilität sorgt

Auf der SPS 2019 haben ZVEI und die Plattform Industrie 4.0 die gemeinsam weiterentwickelte Verwaltungsschale vorgestellt, was die neue Spezifikation kann.

Interoperable Industrie-4.0-Komponenten – dafür legt die Verwaltungsschale (engl. Asset Administration Shell – AAS) den Grundstein. Deren Spezifikation „Details of the Asset Administration Shell“ hat die Plattform Industrie 4.0 gemeinsam mit dem ZVEI weiterentwickelt und zur SPS veröffentlicht. Mit ihr können Entwickler eigene Verwaltungsschalen implementieren und dabei sicher sein, dass eine spätere Interoperabilität möglich ist. Ein Software-Tool erleichtert den schnellen Einstieg.

Spezifikation wird von Plattform Industrie 4.0 und ZVEI weiterentwickelt

„‘Details of the Asset Administration Shell‘ ist ein lebendes Dokument. Viele Entwickler haben bereits die erste Version zur Hand genommen und Datenmodelle für die Verwaltungsschale umgesetzt. Die neue Version enthält Features, die in Zusammenarbeit mit dem AutomationML e.V. und der OPC Foundation entstanden sind. Dranbleiben lohnt sich also“, so Dr. Birgit Boss (Robert Bosch GmbH), Leiterin der Arbeitsgruppe „Verwaltungsschale“ in der Arbeitsgruppe „Referenzarchitekturen, Standards und Normung“ der Plattform Industrie 4.0.

SPS 2019: Plattform Industrie 4.0, Anna Salari, designed by freepik
Direkter Einstieg für Entwickler: Die Plattform Industrie 4.0 veröffentlicht aktualisierte Spezifikation der Verwaltungsschale mit OPC UA-, AML- und RDF-Mapping.

Das Update von „Details of the Asset Administration Shell“ umfasst jetzt auch ein OPC UA-, AML- und RDF-Mapping und steht im Download-Bereich der Plattform Industrie 4.0 zum Herunterladen bereit:

Die Publikation „Details of the Asset Administration Shell Part 1 – The exchange of information between partners in the value chain of Industrie 4.0“ in der Version 2.0 ist die Erweiterung der im Jahr 2018 veröffentlichten ersten Fassung. Egal ob Komponentenhersteller, Maschinenbauer oder Betreiber: Die Publikation beschreibt, wie Unternehmen Informationen in der Verwaltungsschale aufbereiten und strukturieren können. So können sie alle enthaltenen Informationen als Paket (Dateiverbund) auf einheitliche Weise über mehrere Partner in der Lieferkette hinweg austauschen – ohne dass heute schon ein Online-Zugriff gestattet werden muss.

Die Publikation…

  • beschreibt Informationsinhalte und Serialisierungsformate einer Verwaltungsschale.
  • spezifiziert ein technologieneutrales UML-Modell, ein XML- und JSON-Schema sowie ein Mapping für OPC UA, AutomationML und das Resource Description Framework (RDF).
  • definiert das AASX-Austauschformat für die sichere Übertragung von Verwaltungsschalen.
  • berücksichtigt Security-Aspekte und legt basierend auf dem Attribute Based Access Control (ABAC) Konzept Zugriffsrechte auf Information der Verwaltungsschale fest.

AASX Package Explorer: Tool für die Verwaltungsschale

Der AASX Package Explorer ist ein Software-Tool, mit dem Unternehmen Verwaltungsschalen in den Formaten XML und JSON erzeugen und leicht editieren können – ausgehend vom eigenen Business Use Case. Konzeptbeschreibungen werden mit eCl@ss IRDIs automatisch angelegt und referenziert. Mit Import- und Export-Funktionen für z. B. BMEcat, AutomationML oder OPC UA können sehr schnell andere Datenformate und relevante Firmendaten integriert werden.

Tool kostenfrei herunterladen: https://github.com/admin-shell/aasx-package-explorer

Der AASX Package Explorer ist eine Open Source Implementierung, die unter Eclipse Public License 2.0 (EPL-2.0) als kompiliertes Programm heruntergeladen werden kann.

„Der AASX Package Explorer ermöglicht die einfache und schnelle Erzeugung Ihrer ersten Verwaltungsschale. Schon viele Firmen haben diese Möglichkeit genutzt, ein Gefühl für das Potenzial des Konzepts der Verwaltungsschale zu bekommen“, so Dr. Michael Hoffmeister (Festo AG & Co. KG), Leiter der ZVEI-Arbeitsgruppe „Modelle und Standards“ in der Arbeitsgruppe „Referenzarchitekturen, Standards und Normung“ der Plattform Industrie 4.0.

Mehr Informationen zur Plattform Industrie 4.0 und der Verwaltungsschale finden Sie unter http://www.plattform-i40.de.


25. November – SPS 2019: Vom beschaulichen Treffpunkt zur Smart Production Solutions

Eine Zeitreise durch die Automatisierungsgeschichte verspricht der Veranstalter Mesago für die SPS 2019, die am 26. November öffnet. Und fürwahr: was hat sich in den letzten 3 Jahrzehnten in der Automatisierung getan: Die Hardware-SPS ist an vielen Stellen der Soft-SPS gewichen. Ethernet-basierte Vernetzung verdrängt die Feldbus-Technik. Digital schlägt zunehmend Analog.

Gestartet ist die SPS 1990 in Sindelfingen, als Messe mit begleitendem Kongress mit 63 Ausstellern und 3.420 Besuchern. Bei der ersten Ausgabe der Messe waren bereits fünf Aussteller dabei, die in diesem Jahr ebenfalls ihre 30. Messeteilnahme feiern: Beijer Electronics, Hüthig, M&M Software, Pilz und Yaskawa (ehemals VIPA).

SPS 1997: Umzug nach Nürnberg

Der Umzug 1997 nach Nürnberg gab der SPS Raum zu wachsen: Aus einer Messehalle in Sindelfingen wurden auf Anhieb drei Hallen in Nürnberg. Der Ortswechsel kam auch einigen Ausstellern, die in und um Nürnberg beheimatet sind, entgegen.

Für einige Aussteller ist die SPS fast Tradition geworden: „Die SPS war und ist Fachmesse im besten Wortsinn und seit 25 Jahren ist die letzte Woche vor dem Advent auch für mich persönlich ein Pflichttermin. Als Wahl-Nürnberger hat es mich natürlich gefreut, dass die SPS von Sindelfingen hierher umzog, und ich begann die Beckhoff-Standbesatzung am Montagabend vor der Messe bei uns zu Hause zu bewirten. Leider machte unser Wohnzimmer das Wachstum der Messe (und das von Beckhoff) nicht mit, und so musste diese Mini-Tradition recht bald wieder eingestellt werden …“, so Martin Rostan, Leiter Technologiemarketing, Beckhoff-Niederlassung Nürnberg.

„Die SPS ist für mich die Technologiemesse schlechthin; eine Messe, auf der Innovationen an erster Stelle stehen und wo Fachgespräche mit Experten und Kunden eine ganz besondere Rolle einnehmen. Man geht in die Tiefe der Technik – das ist ein wertvoller Austausch.“

Susanne Kunschert, geschäftsführende Gesellschafterin Pilz GmbH & Co. KG (Aussteller seit 1990).

SPS 2019: Aus 3.500 werden 136.000

Aber nicht nur der Umzug nach Nürnberg hat für einen Wachstumsschub gesorgt, die Messe hat sich seither kontinuierlich vergrößert und weiterentwickelt. Während sich die Ausstellungsfläche seit 1990 von 3.500 m² auf 136.000 m² erhöht hat, haben auch viele Aussteller eine große Entwicklung hinter sich: „SEW-Eurodrive ist seit 1996 treuer Austeller auf der SPS. Gestartet mit einem kleinen, 50 m² Komponentenstand hat sich SEW-Eurodrive mit der Messe zusammen fortentwickelt. Heute zeigen wir auf 1.620 m² von der smarten Komponente über intelligente Maschinenautomatisierung bis hin zur digitalen Cloud-Anwendung praxisorientierte Lösungen. Somit ist und bleibt die SPS – Smart Product Solutions für uns auch weiterhin die wichtigste Fachmesse für industrielle Automatisierung,“ fasst Heiko Füller, Leiter Marktmanagement SEW-Eurodrive zusammen.

Für jeden Automatisierer ist der Besuch der SPS jährliches Pflichtprogramm. Produkte zum Anfassen, persönlicher Kontakt, Überblick über den Markt, darin ist diese Messe unschlagbar

Horst Fritz, Geschäftsführer der Fritz Automation GmbH.

Aus SPS IPC Drives wird Smart Production Solutions

Seit Beginn 2019 trägt die SPS IPC Drives einen neuen Namen: SPS – Smart Production Solutions. Der Name der seit 30 Jahren etablierten Fachmesse hat sich geändert, das bewährte Konzept und die inhaltliche Ausrichtung bleiben bestehen und werden fortgeführt. Der Veranstalter Mesago Messe Frankfurt GmbH trägt hiermit der digitalen Transformation der Industrie Rechnung und verspricht weiterhin Relevanz, Kompetenz und einen Austausch auf Augenhöhe.

Die SPS 2019 ist die Plattform für die smarte und digitale Automatisierung. Hier treffen sich hochqualifizierte Besucher und Aussteller auf Augenhöhe; im Fokus stehen praxisnahe und intelligente Lösungen für die Herausforderungen von heute und morgen. In Nürnberg zeigen die Aussteller neben ihrem gesamten Produktspektrum auch ihre Produktneuheiten. Dies ermöglicht dem Besucher einen umfassenden Marktüberblick. Die Aussteller, die bereits seit vielen Jahren bei der SPS ausstellen, wissen genau das zu schätzen, wie sie hier bestätigen:

Ich kann nur Positives über die SPS sagen – sie bietet den Ausstellern das ideale Umfeld für die Präsentation ihrer Produkte sowie eine Fülle von Möglichkeiten für Kunden, Produkte und Dienstleistungen zu recherchieren.

Matthias Schagginger, Product Line Manager, Bachmann electronic GmbH (Aussteller seit 1991).

SPS-2019-Rahmenprogramm: Im Zeichen des Digitalen

Die Digitalisierung hat einen enormen Einfluss auf die Automatisierungsbranche. Zahlreiche Aussteller zeigen daher vor Ort ihre Lösungsansätze, aber auch diverse Produkte und Applikationsbeispiele zur Digitalen Transformation. Auch IT-Anbieter sind vermehrt auf der SPS vertreten. Der Charme hierbei ist: IT-Themen werden sehr stark und fokussiert im Verbund mit den Automatisierern dargeboten. Präsentationen der Themen wie Big Data, Cloud-Technologie, 5G und Künstliche Intelligenz erfolgen oft praxisbezogen in Gemeinschaftsaktionen und -demos zusammen mit Automatisierungsanbietern. Themenbezogene Sonderschauflächen und Vorträge auf den Messeforen tun ihr Übriges zur Darstellung der digitalen Transformation in der fertigenden Industrie.

Guided Tours zu KI, Industrial Security & Co.

Im Rahmen von Guided Tours wird auch in diesem Jahr Besuchern aus dem In- und Ausland die Gelegenheit gegeben, in geführten Touren innovative Aussteller zu einzelnen Themen zu besuchen. So können sich die Teilnehmer einen kompakten Überblick zu den Themen Machine Learning und KI, Produkt- und Maschinensimulation, Industrial Security in der Fertigung, Cloud Ecosysteme und Predictive Maintenance verschaffen. Der Fokus der Touren liegt dabei auf echten Use Cases.

Der im vergangenen Jahr erstmalig durchgeführte Automation Hackathon fand großen Anklang. Hier werden im Wettbewerbs-Charakter nützliche und kreative Softwarelösungen für die Automatisierungsbranche programmiert. Aufgrund der intensiven Planungsvorbereitung wird der nächste Automation Hackathon in 2020 stattfinden.

Die SPS ist das Highlight des Messejahres für mich. Sie hat Leuchtturmcharakter für die Automatisierungsbranche. Die Bündelung von Automatisierung und IT hilft auf dem Weg der Digitalisierung.

Lorenz Arnold, Geschäftsführender Gesellschafter, MGA Ingenieurdienstleistungen GmbH.

Gemeinschaftsstände und Foren auf der SPS 2019

Umfassende Einblicke in spezifische Themen und die Möglichkeit sich von Anbietern zu individuellen Anforderungen beraten zu lassen, erhalten Besucher auf den Gemeinschaftsständen:

•    “Automation meets IT” in Halle 6

•    “AMA Zentrum für Sensorik, Mess- und Prüftechnik“ in Halle 4A.

Die Foren der Verbände VDMA in Halle 5 und ZVEI in Halle 6 sowie die Messeforen in Halle 3 und 10.1 bieten qualitativ hochwertige und fachspezifische Vorträge sowie Podiumsdiskussionen an. Besucher können sich hier zu branchenaktuellen Themen informieren und mit Experten im persönlichen Dialog austauschen.

Begleitender Kongress zur Messe

Für all jene, die sich noch tiefgehender zu aktuellen Themen der Automation informieren wollen, bietet sich der begleitende Kongress zur SPS an. In 4-stündigen Sessions werden dieses Jahr die Themen unter praxisbezogenen Aspekten fokussiert beleuchtet.

Rückblick: Das war die SPS 2018

Zum 29. Mal öffnete die SPS IPC Drives Ende November ihre Tore. Insgesamt 1.631 Aussteller präsentierten ihre aktuellen Produkte und Lösungen einem hochqualifizierten Fachpublikum und informierten zusätzlich mit Produktpräsentationen und Fachvorträgen über Neuheiten und Trends. „Wir bekommen hier permanent Impulse und führen detaillierte Gespräche. Die Besucher tauchen ganz tief in unsere Produkte ein und bringen Vorschläge mit – daraus entwickelt sich dann ein fruchtbarer Dialog. Diese Messe bedeutet für uns, das Ohr an den Markt zu halten“, fasst Dirk Miller, Executive Vice President Marketing, Rittal GmbH & Co. KG, zusammen.

Die Analyse der Messeergebnisse zeigt deutlich, dass die Fachmesse international von großer Bedeutung ist: Aussteller aus insgesamt 45 Länder beteiligten sich mit einem Messeauftritt. Die meisten Aussteller kamen neben Deutschland aus Italien, China, den USA, Schweiz und Österreich. Die 65.700 Besucher verteilen sich auf 82 Länder, der Anteil der ausländischen Besucher erhöhte sich auf 28% (2017: 27%).

Informativ und zielorientiert

Die Fachbesucher kamen mit dem vorrangigen Ziel auf die Messe, sich vor Ort über Produktneuheiten und Trends zu informieren und mit anderen Experten auszutauschen. 94% der Besucher gaben an, die Messe weiterzuempfehlen und ebenfalls 94% planen, die Veranstaltung 2019 erneut zu besuchen. Horst Fritz, Geschäftsführer, Fritz Automation GmbH, erklärt als Besucher 2018: „Für jeden Automatisierer ist der Besuch der SPS IPC Drives jährliches Pflichtprogramm. Produkte zum Anfassen, persönlicher Kontakt, Überblick über den Markt, darin ist diese Messe unschlagbar.“

Die beiliegende Analyse zur Messe 2018 beinhaltet weitere detaillierte Informationen zur Aussteller- und Besucherstruktur.

Über den Veranstalter Mesago Messe Frankfurt

Mesago mit Sitz in Stuttgart wurde 1982 gegründet und ist Veranstalter fokussierter Messen, Kongresse und Seminare mit Schwerpunkt auf Technologie. Das Unternehmen gehört zur Messe Frankfurt Group. Mesago agiert international, messeplatzunabhängig und veranstaltet pro Jahr mit 140 Mitarbeitern Messen und Kongresse für mehr als 3.300 Aussteller und über 110.000 Fachbesucher, Kongressteilnehmer und Referenten. Zahlreiche Verbände, Verlage, wissenschaftliche Institute und Universitäten sind als ideeller Träger, Mitveranstalter und Partner aufs Engste mit Mesago-Veranstaltungen verbunden.

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