29.06.2022 – Kategorie: Fertigungs-IT

Siemens und Nvidia: Handschlag für das industrielle Metaverse

MetaverseQuelle: Siemens

Siemens und Nvidia haben sich vertreten durch Roland Busch und Jensen Huang die Hand in Sachen einem industriellem Metaverse gereicht – was steckt dahinter?

Während das Metaverse mal mehr oder weniger sichtbar durch die Tages-Medien streift, haben Siemens, Anbieter von Industrieautomation und -software, Infrastruktur und Transport, sowie NVIDIA, Hersteller von Grafiksystemen und Künstlicher Intelligenz (KI) ihre Partnerschaft ausgebaut, mit dem Ziel, ein industrielles Metaversum zu schaffen. Es soll den Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) und die durch sie getriebene Digital-Twin-Technologie weiter voranzutreiben. Damit soll industrielle Automatisierung ein neues Niveau erreichen.  Als ersten Schritt verknüpfen die Unternehmen die Business-Plattform Siemens Xcelerator und die Omniverse-Plattform für 3D-Design und Zusammenarbeit miteinander. Das soll ein industrielles Metaversum mit physikalisch gestützten, digitalen Modellen von Siemens in Kombination mit Echtzeit-KI von Nvidia ermöglichen. Ziel des ganzen ist, dass Unternehmen, bessere und schnellere Entscheidungen treffen können. 

Was bringt die Integration zum industriellem Metaverse?

Die Einbindung von Omniverse in das offene Siemens Xcelerator-Ökosystem wird den Einsatz digitaler Zwillinge sowie Produktivitäts- und Prozessverbesserungen über den gesamten Produktions- und Produktlebenszyklus hinweg beschleunigen. Industrieunternehmen jeglicher Größe können so digitale Zwillinge mit Leistungsdaten in Echtzeit einsetzen, innovative industrielle IoT-Lösungen entwickeln und nützliche Analyseerkenntnisse von Edge bis Cloud nutzen. Durch den einfacheren Zugang zu visuell komplexen und präzisen Simulationen wird es möglich, die technischen Herausforderungen von morgen anzugehen. 

„Fotorealistische und physikalisch gestützte digitale Zwillinge, eingebunden in das industrielle Metaversum, bieten enormes Potenzial, Volkswirtschaften und Industrien zu transformieren“, sagt Roland Busch, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG. „Es entsteht eine virtuelle Welt, in der Menschen interagieren und zusammenarbeiten, um reale Herausforderungen zu lösen. Durch die Partnerschaft mit NVIDIA werden wir das industrielle Metaversum für Unternehmen jeglicher Größe zur Realität machen. Seit über einem Jahrzehnt unterstützt unsere digitale Zwillingstechnologie Kunden aus allen Industrien, ihre Produktivität zu steigern. Bereits heute bieten wir den umfangreichsten digitalen Zwilling der Branche an. Durch die Verknüpfung von Siemens Xcelerator mit Omniverse ermöglichen wir nun ein beeindruckendes Metaversum in Echtzeit, das Hardware und Software von Edge bis Cloud mit umfangreichen Daten aus Siemens-Lösungen verbindet.“  

Roland Busch (r.), Vorstandsvorsitzender der Siemens AG und Jensen Huang, Gr nder und CEO von Nvidia beim Launch Event des Siemens Xcelerators am 29. Juni 2022 in München.
Roland Busch (rechts), Vorstandsvorsitzender der Siemens AG und Jensen Huang, Gründer und CEO von Nvidia beim Launch Event des Siemens Xcelerators am 29. Juni 2022 in München.

„Siemens und Nvidia verbindet eine gemeinsame Vision, wie das industrielle Metaversum die digitale Transformation vorantreiben wird. Das ist nur der erste Schritt unserer gemeinsamen Anstrengung, diese Vision für unsere Kunden und die weltweite Fertigungsindustrie zu verwirklichen“, sagt Jensen Huang, Gründer und CEO von Nvidia. Xcelerator soll Omniverse mitsamt des KI-Ökosystems demnach für eine ganz neue Welt der industriellen Automatisierung öffnen, die auf der Nutzung von mechanischen, elektrischen, Software-, IoT- und Edge-Lösungen von Siemens basiert.  Um das industrielle Metaversum Realität werden zu lassen, bringt die Partnerschaft komplementäre Technologien und Ökosysteme zusammen. Die Position von Siemens an der Schnittstelle zwischen realer und digitaler Welt, zwischen Informations- und Betriebstechnologie (IT und OT) könnte einmalig sein. Die Siemens Xcelerator Plattform verknüpft mechanische, elektrische und Software-Domänen über den gesamten Produkt- und Fertigungsprozess hinweg und ermöglicht damit die Konvergenz von IT und OT. 

Nvidia Omniverse hingegen ist eine KI-fähige, physisch simulierte und industrietaugliche Virtual-World-Engine, die zum ersten Mal in Echtzeit originalgetreue digitale Zwillinge ermöglicht. Nvidia AI, die laut dem Entwickler von mehr als 25.000 Unternehmen weltweit eingesetzt wird, ist das Herzstück von Omniverse in der Cloud und autonomen Systemen am Edge. Klingt als sei das alles perfekt für den Einsatz für digitale Zwillinge.

Lesen Sie auch: 4 Machine Learning Beispiele für den leichten Einstieg


Teilen Sie die Meldung „Siemens und Nvidia: Handschlag für das industrielle Metaverse“ mit Ihren Kontakten:

Zugehörige Themen:


Scroll to Top